Papst Franziskus in Santa Marta: Er will keine ideologisierte Kirche vertreten
Aufgabe der Kirche ist es, nach dem Vorbild des heiligen Johannes die Frohe Botschaft bis zum Martyrium zu verkünden, ohne dabei eigene Ideen zu verfolgen oder gar zu ideologisieren. Das betonte Papst Franziskus bei der hl. Messe im vatikanischen Gästehaus Casa Santa Marta am Montag, 24, Juni, dem Gedenktag des hl. Johannes des Täufers. An der hl. Messe nahmen Mitarbeiter des Päpstlichen Kulturrates, der Päpstlichen Archäologiekommission sowie des Philateliebüros teil. Der Gedanke an Johannes, so der Papst, lasse ihn stets an die Kirche denken: „Die Kirche besteht, um das Wort bis zum Martyrium zu verkünden. Ein Martyrium genau in den Händen der Hochmütigen, der Hochmütigsten auf der Erde. Johannes hätte sich wichtigmachen oder etwas von sich selbst sagen können. Doch er zeigte auf, fühlte sich als Stimme, nicht als Wort. Das ist das Geheimnis von Johannes. Eine Kirche, die immer mit Freude im Dienst des Wortes Gottes steht, aber eine Kirche, die sich selbst verleugnet! weiterlesen
Die Kirche ist nicht einfach ein Hilfswerk oder eine Kultur- oder Politikvereinigung sondern ein lebendiger Leib, so der Papst bei der Generalaudienz am Mittwoch, den 19. Juni. Im Rahmen der Katechesenreihe über die Kirche befasste er sich mit ihrer Kennzeichnung als Leib Christi. Schon dem heiligen Völkerapostel Paulus war dieses Bild sehr vertraut. Im ersten Korintherbrief spricht er von der Einheit der Glieder der Kirche und der Verbindung zu Christus, ihrem Haupt. Das Haupt leitet, nährt und richtet den Leib auf [vgl.