{"id":222,"count":31,"description":"Analogie, Analogia entis\r\nist der Versuch, den Zusammenhang von Endlichem und Unendlichem so zu denken, da\u00df weder von notwendigem Zusammenhang (Dialektik) noch von Beziehungslosigkeit (Positivismus) gesprochen werden kann. Analogie besagt, da\u00df ein Begriff, ohne die Einheit seines Inhalts zu verlieren, in der Anwendung auf verschiedene Seiende oder Seinsbereiche einen wesentlichen Sinnwandel erf\u00e4hrt. (Unterschied dazu: \u00c4quivokheit = ein selbes Wort hat v\u00f6llig verschiedene Sinne; Univokheit = ein Begriff hat immer den streng gleichen Sinn und wird in seinen Verwirklichungen nur durch ihm \u00e4u\u00dfere Merkmale differenziert). Im Inhalt des analogen Begriffs sind Gemeinsames und Verschiedenes, \u00c4hnliches und Un\u00e4hnliches des Gemeinten in logisch nicht mehr trennbarer Einheit enthalten. In der analogen Gemeinsamkeit und Verschiedenheit alles Seienden in seinem Sein gr\u00fcndet die Analogie des Seins, die Analogia entis (reale Analogie) und des Seinsbegriffs (logische Analogie). Wird eine Univokheit des Seins einseitig ausgesagt, so ist eine letzte Gemeinsamkeit zwischen dem unendlichen und dem endlichen Sein bzw. zwischen dem menschlichen und dem g\u00f6ttlichen Erkennen die Folge. Wird eine \u00c4quivokheit des Seins einseitig ausgesagt, so f\u00e4llt das Sein in letzte Verschiedenheit und radikale Sonderung auseinander. Das jetzige Erkennen des menschlichen Geistes kann das Sein selbst nur am Seienden erreichen, hieran aber durch seine Transzendenz so, da\u00df das analoge Seinsverst\u00e4ndnis der urspr\u00fcnglich tragende Boden f\u00fcr alles (univoke) Begreifen des einzelnen ist. Es werden zwei Formen der Analogie unterschieden: Analogie der Attribution, wenn der analoge Begriffsinhalt von einem Analogat auf ein abgeleitetes Analogat \u00fcbertragen wird. Ist dem zweiten Analogat nicht nur das Wort und eine Beziehung auf das erste, sondern auch der Inhalt innerlich eigen, so liegt eine innere Attribution vor (Analogie innerer Attribution zwischen Gott und allem endlichen Sein, weil alles Seiende Sein hat und in seinem Sein von Gott abh\u00e4ngig ist); Analogie der Proportionalit\u00e4t, in der analogen \u00c4hnlichkeit von Verh\u00e4ltnissen, die jedem Analogat zu je einem anderen zukommen (mit innerer oder \u00e4u\u00dferer Proportionalit\u00e4t). (Eine Analogie eigentlicher Proportionalit\u00e4t besteht zwischen Gott und allem endlichen Sein, weil Gott und alles Seiende ein \u00e4hnliches und zugleich wesentlich verschiedenes Verh\u00e4ltnis zu je seinem Sein hat.) Die Analogie als Form des Sprechens und Denkens von Gott und seinem Verh\u00e4ltnis zu uns und zur Welt ist kein logischer Trick, durch den die menschliche Erkenntnis sich Gottes bem\u00e4chtigt, sondern die Umschreibung der Grundgegebenheit der menschlichen Erkenntnis: da\u00df sie immer und von vornherein auf das absolute Geheimnis ausgerichtet ist, das ihr ungegenst\u00e4ndlich gegeben ist, ohne da\u00df der Geheimnischarakter die Gegebenheit selbst oder diese die Unbegreiflichkeit Gottes aufhebt. \u201eDenn von Sch\u00f6pfer und Gesch\u00f6pf kann keine \u00c4hnlichkeit ausgesagt werden, ohne da\u00df sie eine gr\u00f6\u00dfere Un\u00e4hnlichkeit zwischen beiden  einschl\u00f6sse\"  (IV. Laterankonzil: DS 806; NR 280). kthW","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?tag=analogie","name":"Analogie","slug":"analogie","taxonomy":"post_tag","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags\/222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags"}],"about":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/taxonomies\/post_tag"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts&tags=222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}