{"id":895,"date":"2012-12-14T19:56:41","date_gmt":"2012-12-14T18:56:41","guid":{"rendered":"http:\/\/ifit.ch\/?p=895"},"modified":"2021-06-19T16:08:24","modified_gmt":"2021-06-19T14:08:24","slug":"der-stifter-des-friedens-ist-der-der-sich-fur-rechte-und-pflichten-einsetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=895","title":{"rendered":"Ein Friedensstifter setzt sich f\u00fcr Rechte und Pflichten ein"},"content":{"rendered":"<h1>Vorstellung der Friedensbotschaft Benedikt XVI.: Frieden ist keine Utopie<\/h1>\n<p>Arbeit f\u00fcr alle, eine P\u00e4dagogik der Vergebung und die Notwendigkeit neuer Prinzipien f\u00fcr die Wirtschaftsordnung: Dies sind drei der Gedanken, die Papst Benedikt XVI. in seiner Friedensbotschaft f\u00fcr das Jahr 2013 vorlegt. Die Botschaft ist f\u00fcr den Weltfriedenstag am 1. Januar verfasst und wurde am Freitag, 14. Dezember\u00a0von Kardinal Peter Turkson, dem Pr\u00e4sidenten des p\u00e4pstlichen Rates f\u00fcr Gerechtigkeit und Frieden, im Vatikan vorgestellt.<!--more--><br \/>\n\u201eF\u00fcr diese Botschaft hat der Papst entschieden, eine der Seligpreisungen auf dem Hintergrund des Heute zu reflektieren: \u201eSelig sind die, die Frieden stiften.\u201c Er zeichnet das alarmierende Bild von der Situation der globalisierten Welt, charakterisiert durch soziale Spannungen und verschiedenste gewaltsame Konflikte. Dieses Bild k\u00f6nnte uns in Versuchung f\u00fchren zu glauben, der Frieden sei nur Traum und Utopie. Dagegen betont der Papst die Existenz von so vielen Stiftern des Friedens, die bezeugen, dass die Berufung zum Frieden jedem Menschen mitgegeben ist.\u201c<br \/>\nDie Sehnsucht nach Frieden sei in die Natur des Menschen eingeschrieben und nicht nur Eigentum einer Religion, jeder Mensch k\u00f6nne sie kraft seines Verstandes einsehen.<br \/>\n\u201eDer Stifter des Friedens ist derjenige, der sich f\u00fcr die Rechte und Pflichten einsetzt, die essenziell sind f\u00fcr die volle Verwirklichung der W\u00fcrde des Menschen. Hier ist der Kernpunkt die Bedrohung des Rechts auf Arbeit, denn Arbeit wird heute von vielen als etwas gesehen, das ausschlie\u00dflich von \u00f6konomischen und finanziellen Variablen abh\u00e4ngt. Dagegen unterstreicht der Papst die Notwendigkeit, sich weiterhin f\u00fcr Vollbesch\u00e4ftigung einzusetzen. Die Vorbedingung dazu ist, dass Arbeit ethisch, spirituell und als Grundrecht f\u00fcr jede Person gesehen wird, f\u00fcr die Familie und f\u00fcr die Gesellschaft. Deswegen m\u00fcssen neue politische Strategien studiert und umgesetzt werden, um Arbeit f\u00fcr alle zu schaffen!\u201c<br \/>\nDer Papst spreche auch von der Notwendigkeit eines neuen Modells von Entwicklung und einem anderen Blick auf die Wirtschaft, f\u00fchrte der aus Ghana stammende Kardinal Turkson aus.<br \/>\n\u201eUm aus der Finanz- und Wirtschaftskrise herauszukommen, m\u00fcssen wir auf die Kreativit\u00e4t der Menschen setzen &#8211; eine Kreativit\u00e4t, die auf einer Vorstellung aufbaut, die Platz hat f\u00fcr das Schenken und Geben der eigenen F\u00e4higkeiten. Die lebbare und damit wirklich menschliche Entwicklung braucht das Prinzip der Uneigenn\u00fctzigkeit als Ausdruck der Geschwisterlichkeit und der Logik des Gebens. Nach Benedikt XVI. ist der Kernpunkt eines neuen Modells von Wirtschaft und Entwicklung zum einen eine wirklich ethische Umgestaltung der M\u00e4rkte, zum anderen aber auch ein angemessener Umgang mit der Ern\u00e4hrungskrise, die er als schwerwiegender als die Finanzkrise bezeichnet.\u201c<br \/>\nDas Stiften des Friedens dr\u00fccke sich hier vor allem in gerechten Lebensbedingungen vor allem auch kleiner Betriebe aus, so dass alle Menschen von den Ergebnissen ihrer Arbeit auch in W\u00fcrde leben k\u00f6nnten.<br \/>\nDaneben betonte Turkson zwei weitere Dimensionen der Gedanken des Papstes: Das ist zum einen der Einsatz f\u00fcr das Leben als pers\u00f6nliche Dimension des Friedens , zum anderen der transzendente Bezug, den der Friede immer habe.<br \/>\n\u201eDie wahren Stifter des Friedens sind diejenigen, die das menschliche Leben lieben, verteidigen und f\u00f6rdern, und das in allen seinen Dimensionen. Das Leben in F\u00fclle ist der Gipfel des Friedens. So sagt uns die pers\u00f6nliche Dimension des Friedens, dass die Stifter des Friedens diejenigen sind, die das Leben von der Empf\u00e4ngnis bis zum nat\u00fcrlichen Ende verteidigen.\u201c<br \/>\nNicht weniger wichtig sei dem Papst aber auch die transzendente Dimension des Schaffens von Frieden: Diese Seligpreisung sei keine moralische Empfehlung, bei deren Einhaltung eine Belohnung folge, sondern eine Verhei\u00dfung an alle, die sich vom Geist der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens leiten lie\u00dfen. Denn der Friede Gottes sei zugleich Geschenk und Werk der Menschen, er brauche die Beteiligung aller Menschen.<br \/>\n\u201eDie Friedensbotschaft betont, dass die Suche nach dem Frieden dem Menschen angeboren ist, andererseits aber auch nur in Gemeinschaft mit Gott verfolgt werden kann. Alles menschliche Handeln f\u00fcr den Frieden sieht Benedikt XVI.. eingewurzelt in die Beziehung mit Gott. Deswegen sei der Frieden keine Illusion!\u201c<br \/>\nAbschlie\u00dfend f\u00fchre der Papst \u2013 anschlie\u00dfend an seine Friedensbotschaft f\u00fcr das Jahr 2012 \u2013 noch einmal die Notwendigkeit einer Erziehung zum Frieden an. Frieden sei auch eine Erziehungs- und Bildungsfrage, so Kardinal Turkson. Hier spiele in den Gedanken Benedikt XVI. besonders die Familie eine gro\u00dfe Rolle, dann aber auch die Kirche und die Bildungseinrichtungen wie etwa die Schulen und Universit\u00e4ten.<\/p>\n<h3>Weitere Hinweise und Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>Audio (MP3): Friedensbotschaft Benedikt XVI. vom 14. Dezember 2012 Kurzfassung<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-895-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-14-Friedensbotschaft-Benedikt-XVI.-Kurzfassung.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-14-Friedensbotschaft-Benedikt-XVI.-Kurzfassung.mp3\">https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-14-Friedensbotschaft-Benedikt-XVI.-Kurzfassung.mp3<\/a><\/audio><\/li>\n<li>Audio (MP3): Friedensbotschaft Benedikt XVI. vom 14. Dezember 2012 Langfassung<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-895-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-14-Friedensbotschaft-Benedikt-XVI.-Langfassung.mp3?_=2\" \/><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-14-Friedensbotschaft-Benedikt-XVI.-Langfassung.mp3\">https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-14-Friedensbotschaft-Benedikt-XVI.-Langfassung.mp3<\/a><\/audio><\/li>\n<li>Originaltext (Link vergriffen): Radio Vatikan, Artikel 647497<\/li>\n<li>Volltext (Link vergriffen): Friedensbotschaft des Papstes f\u00fcr 2013, Radio Vatikan, Artikel 647569<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorstellung der Friedensbotschaft Benedikt XVI.: Frieden ist keine Utopie Arbeit f\u00fcr alle, eine P\u00e4dagogik der Vergebung und die Notwendigkeit neuer Prinzipien f\u00fcr die Wirtschaftsordnung: Dies sind drei der Gedanken, die Papst Benedikt XVI. in seiner Friedensbotschaft f\u00fcr das Jahr 2013 vorlegt. 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