{"id":7211,"date":"2016-06-14T20:57:02","date_gmt":"2016-06-14T18:57:02","guid":{"rendered":"https:\/\/ifit.ch\/wordpress\/?p=7211"},"modified":"2021-10-23T16:12:19","modified_gmt":"2021-10-23T14:12:19","slug":"iuvenescit-ecclesia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=7211","title":{"rendered":"Iuvenescit Ecclesia"},"content":{"rendered":"\n<h2>Schreiben <em>Iuvenescit Ecclesia&nbsp;der Glaubenskongregation <\/em>an&nbsp;die Bisch\u00f6fe<\/h2>\n<p>Hier sehen (YouTube) und lesen (Blog) Sie das gesamte Schreiben <em>Iuvenescit Ecclesia&nbsp;<\/em>an&nbsp;die Bisch\u00f6fe der katholischen Kirche&nbsp;\u00fcber die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben&nbsp;im Leben und in der Sendung der Kirche.<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4sentationsvideo in italienischer Sprache:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Presentation of the Letter Iuvenescit Ecclesia - 2016.06.14\" width=\"474\" height=\"267\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/9zz1cwf_R64?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Erkl\u00e4rungsvideo in deutscher Sprache:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"&quot;Charismen sind Geschenke Gottes!&quot; - Weihbischof Ansgar Puff zu &quot;Iuvenescit Ecclesia&quot;\" width=\"474\" height=\"267\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/aWgY2XbHd8A?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n<h3><strong>Einleitung<\/strong><\/h3>\n<h4><em>Gaben des Heiligen Geistes in der missionarischen Kirche<\/em><\/h4>\n<p>1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Kirche wird durch die Kraft des Evangeliums verj\u00fcngt, und der Geist erneuert, erbaut und leitet sie allezeit \u201edurch die verschiedenen hierarchischen und charismatischen Gaben\u201d<sup><a id=\"fnref-1\" href=\"#fn-1\">1<\/a><\/sup>. Immer wieder hat das Zweite Vatikanische Konzil auf das wunderbare Wirken des Heiligen Geistes verwiesen, der das Volk Gottes heiligt, lenkt, mit Kraft erf\u00fcllt und mit besonderen Gnaden f\u00fcr seinen Aufbau bereichert. Vielf\u00e4ltig ist die T\u00e4tigkeit des g\u00f6ttlichen Beistandes in der Kirche, wie die V\u00e4ter zu unterstreichen pflegen. Johannes Chrysostomus schreibt: \u201eWelche Gnaden, die unser Heil wirken, werden uns nicht durch den Heiligen Geist gespendet? Durch ihn sind wir von der Sklaverei befreit und zur Freiheit gerufen, sind wir zur Annahme an Kindes Statt gef\u00fchrt und gleichsam neu geschaffen, nachdem wir das schwere und widerw\u00e4rtige Joch unserer S\u00fcnden abgelegt haben. Durch den Heiligen Geist sehen wir Versammlungen von Priestern und haben wir Scharen von Lehrern; dieser Quelle entspringen Gaben der Offenbarung, Gnaden der Heilung und alle anderen Charismen, die die Kirche Gottes schm\u00fccken\u201c<sup><a id=\"fnref-2\" href=\"#fn-2\">2<\/a><\/sup>. <!--more-->Dank des Lebens der Kirche selbst, der zahlreichen \u00c4u\u00dferungen des Lehramts und der theologischen Forschung ist das Bewusstsein der vielf\u00e4ltigen T\u00e4tigkeit des Heiligen Geistes in der Kirche gewachsen. So wird den charismatischen Gaben, mit denen das Volk Gottes zu jeder Zeit f\u00fcr die Erf\u00fcllung seiner Sendung bereichert wird, eine besondere Aufmerksamkeit zuteil.<\/p>\n<p>In unseren Tagen ist die Aufgabe, das Evangelium wirksam weiterzugeben, besonders dringend. Papst Franziskus mahnt in seinem Apostolischen Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii gaudium<\/em>: \u201eWenn uns etwas in heilige Sorge versetzen und unser Gewissen beunruhigen soll, dann ist es die Tatsache, dass so viele unserer Br\u00fcder und Schwestern ohne die Kraft, das Licht und den Trost der Freundschaft mit Jesus Christus leben, ohne eine Glaubensgemeinschaft, die sie aufnimmt, ohne einen Horizont von Sinn und Leben\u201c<sup><a id=\"fnref-3\" href=\"#fn-3\">3<\/a><\/sup>. Die Einladung, eine Kirche \u201eim Aufbruch\u201c zu sein, f\u00fchrt dazu, das ganze christliche Leben in missionarischer Perspektive neu zu lesen<sup><a id=\"fnref-4\" href=\"#fn-4\">4<\/a><\/sup>. Die Aufgabe der Evangelisierung betrifft alle Bereiche der Kirche: die gew\u00f6hnliche Seelsorge, die Verk\u00fcndigung an jene, die den christlichen Glauben aufgegeben haben, und besonders an die Menschen, die nie vom Evangelium Jesu erreicht worden sind oder ihn immer abgelehnt haben<sup><a id=\"fnref-5\" href=\"#fn-5\">5<\/a><\/sup>. Bei dieser unumg\u00e4nglichen Aufgabe ist es mehr denn je notwendig, die zahlreichen Charismen anzuerkennen und zu sch\u00e4tzen, welche das Glaubensleben des Volkes Gottes zu wecken und zu n\u00e4hren verm\u00f6gen<\/p>\n<h4><em>Vielf\u00e4ltige kirchliche Vereinigungen<\/em><\/h4>\n<p>2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sowohl vor als auch nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sind zahlreiche kirchliche Vereinigungen entstanden, die eine gro\u00dfe Ressource der Erneuerung f\u00fcr die Kirche und die dringende \u201epastorale und missionarische Neuausrichtung<sup><a id=\"fnref-6\" href=\"#fn-6\">6<\/a><\/sup> des ganzen kirchlichen Lebens bilden. Zum wertvollen Schatz der traditionellen Verb\u00e4nde, die durch besondere Ziele gekennzeichnet sind, sowie der Institute des geweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens kommen diese neueren Gruppierungen, die als Vereinigungen von Gl\u00e4ubigen, kirchliche Bewegungen und neue Gemeinschaften beschrieben werden k\u00f6nnen und um die es im vorliegenden Schreiben geht. Diese k\u00f6nnen nicht einfach als freie Verb\u00e4nde von Personen zur Erreichung eines besonderen religi\u00f6sen oder sozialen Zieles verstanden werden. Als \u201eBewegungen\u201c zeichnen sie sich im kirchlichen Panorama dadurch aus, dass sie als stark dynamische Gruppierungen eine besondere Anziehungskraft f\u00fcr das Evangelium zu wecken verm\u00f6gen und auf einen tendenziell umfassenden christlichen Lebensentwurf abzielen, der alle Aspekte des menschlichen Daseins beinhaltet. Der Zusammenschluss von Gl\u00e4ubigen, die ihr Christsein in einer intensiven Weise teilen, um das Leben des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zu st\u00e4rken, bringt treffend die Dynamik der Kirche als Geheimnis der Gemeinschaft f\u00fcr die Sendung zum Ausdruck und manifestiert sich als ein Zeichen der Einheit der Kirche in Christus. In diesem Sinn haben diese kirchlichen Vereinigungen, die aus einem miteinander geteilten Charisma hervorgehen, tendenziell \u201edas allgemeine apostolische Ziel der Kirche\u201c<sup><a id=\"fnref-7\" href=\"#fn-7\">7<\/a><\/sup> vor Augen. In dieser Hinsicht sind solche Vereinigungen von Gl\u00e4ubigen, kirchliche Bewegungen und neue Gemeinschaften erneuerte Formen der Nachfolge Christi, in denen die Gemeinschaft mit Gott (<em>communio cum Deo<\/em>) und die Gemeinschaft zwischen den Gl\u00e4ubigen (<em>communio fidelium<\/em>) vertieft und die Faszination der Begegnung mit dem Herrn Jesus sowie die Sch\u00f6nheit eines ganz und gar christlichen Lebens in neue soziale Schichten hineingetragen wird. In diesen Gruppierungen zeigt sich auch eine besondere Form der Sendung und des Zeugnisses, die ein lebendiges Bewusstsein der eigenen christlichen Berufung wie auch bleibende Wege der christlichen Formung und Hilfen zur evangelischen Vollkommenheit f\u00f6rdert und entwickelt. Gem\u00e4\u00df den unterschiedlichen Charismen k\u00f6nnen diesen Vereinigungen Gl\u00e4ubige verschiedener Lebensst\u00e4nde angeh\u00f6ren (Laien, Kleriker, Personen des geweihten Lebens). So bringen sie den vielf\u00e4ltigen Reichtum der kirchlichen Gemeinschaft zum Ausdruck. Die gemeinschaftsstiftende Kraft ist in diesen Gruppierungen ein bedeutsames Zeugnis daf\u00fcr, dass die Kirche \u201enicht durch Proselytismus, sondern \u201adurch Anziehung<sup><a id=\"fnref-8\" href=\"#fn-8\">8<\/a><\/sup> w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Als sich Johannes Paul II. an die Vertreter der Bewegungen und der neuen Gemeinschaften wandte, sagte er, dass er in diesen eine \u201eAntwort der Vorsehung\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[9]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>erkenne, die vom Heiligen Geist erweckt wurde, um das Evangelium in der ganzen Welt weiterzugeben, und zwar mit R\u00fccksicht auf die sich vollziehenden gro\u00dfen Ver\u00e4nderungsprozesse auf globaler Ebene, die oft von einer stark s\u00e4kularisierten Kultur gepr\u00e4gt sind. Dieses Ferment des Geistes brachte \u201eim Leben der Kirche eine unerwartete und zum Teil sogar bahnbrechende Neuheit\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[10]<\/span><\/u>. Derselbe Papst erinnerte daran, dass f\u00fcr alle diese kirchlichen Vereinigungen die Zeit der \u201ekirchlichen Reife\u201c kommt, die zu ihrer vollen Wertsch\u00e4tzung und Eingliederung \u201ein die Ortskirchen und in die Pfarreien f\u00fchrt und immer in Gemeinschaft mit den Hirten und in \u00dcbereinstimmung mit ihren Richtlinien bleibt\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[11]<\/span><\/u>. Diese neuen Gruppierungen, die das Herz der Kirche mit Freude und Dankbarkeit erf\u00fcllen, sind gerufen, mit allen anderen Gaben im kirchlichen Leben in Verbindung zu treten.<\/p>\n<h4><em>Ziel des vorliegenden Schreibens<\/em><\/h4>\n<p>3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit dem vorliegenden Schreiben m\u00f6chte die Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre \u2013 im Licht der Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben \u2013 an jene theologischen und ekklesiologischen Elemente erinnern, deren Verst\u00e4ndnis eine fruchtbare und geordnete Teilnahme der neuen Vereinigungen an der Gemeinschaft und an der Sendung der Kirche f\u00f6rdern kann. Zu diesem Zweck werden zuerst einige grundlegende Aspekte der Lehre \u00fcber die Charismen im Neuen Testament und in der lehramtlichen Reflexion \u00fcber diese neuen Gruppierungen dargelegt. Ausgehend von einigen theologischen Grundprinzipien werden dann Identit\u00e4tsmerkmale der hierarchischen und charismatischen Gaben sowie einige Kriterien f\u00fcr die Unterscheidung neuer kirchlicher Vereinigungen vorgelegt.<\/p>\n<h3><strong>I. Die Charismen nach dem Neuen Testament<\/strong><\/h3>\n<h4><em>Gnade und Charisma<\/em><\/h4>\n<p>4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Ausdruck \u201eCharisma\u201c kommt vom griechischen Wort<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>ch\u00e1risma<\/em>, das in den paulinischen Briefen oft verwendet wird und auch im ersten Petrusbrief vorkommt. Es bedeutet allgemein \u201egro\u00dfz\u00fcgige Gabe\u201c und wird im Neuen Testament nur in Bezug auf die g\u00f6ttlichen Gaben verwendet. An einigen Stellen kommt dem Wort vom Kontext her eine pr\u00e4zisere Bedeutung zu (vgl.<em>R\u00f6m<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 6;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 4. 31;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Petr<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 10), deren Grundmerkmal die unterschiedliche Zuteilung von Gaben ist<u><span style=\"color: #0066cc;\">[12]<\/span><\/u>. Dies ist auch die vorherrschende Bedeutung der von diesem griechischen Ausdruck abgeleiteten Worte in den modernen Sprachen. Nicht jedes einzelne Charisma wird allen zugeteilt (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 30), im Unterschied zu den grundlegenden Gnaden, wie etwa der heiligmachenden Gnade, oder der Gaben des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, die f\u00fcr jeden Christen unabdingbar sind. Die Charismen sind besondere Gaben, die der Geist zuteilt, \u201ewie er will\u201c (<em>1<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 11). Um den verschiedenen Charismen in der Kirche geb\u00fchrend Rechnung zu tragen, gebrauchen die beiden wichtigsten Texte (<em>R\u00f6m<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 4-8;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 12-30) den Vergleich mit dem menschlichen Leib: \u201eDenn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder denselben Dienst leisten, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander geh\u00f6ren. Wir haben unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade\u201c (<em>R\u00f6m<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 4-6). Unter den Gliedern des Leibes ist die Verschiedenheit nicht eine Anomalie, die zu vermeiden ist, sondern im Gegenteil eine Notwendigkeit, die zur Erf\u00fcllung der verschiedenen vitalen Funktionen unerl\u00e4sslich ist: \u201eW\u00e4ren alle zusammen nur<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><strong>ein<\/strong><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Glied, wo bliebe dann der Leib? So aber gibt es viele Glieder und doch nur<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><strong>einen<\/strong><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Leib\u201c (<em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 19-20). Von einer engen Beziehung zwischen den besonderen Charismen (<em>char\u00edsmata<\/em>) und der Gnade (<em>ch\u00e1ris<\/em>) Gottes spricht Paulus in<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>R\u00f6m<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 6 und Petrus in<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Petr<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 10<u><span style=\"color: #0066cc;\">[13]<\/span><\/u>. Die Charismen werden als Zeichen \u201eder vielf\u00e4ltigen Gnade Gottes\u201d (<em>1 Petr<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>4, 10) anerkannt. Es handelt sich dabei also nicht blo\u00df um menschliche F\u00e4higkeiten. Ihr g\u00f6ttlicher Ursprung wird in unterschiedlicher Weise zum Ausdruck gebracht: Nach einigen Texten kommen sie von Gott (vgl.<em>R\u00f6m<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 3;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 28;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>2 Tim<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>1, 6;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Petr<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 10); nach<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Eph<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 7 kommen sie von Christus; nach<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 4-11 vom Geist. Weil die zuletzt genannte Stelle die dichteste ist (hier wird siebenmal der Geist erw\u00e4hnt), werden die Charismen gew\u00f6hnlich als \u201eOffenbarung des Geistes\u201c (<em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 7) dargelegt. Es ist aber klar, dass diese Zuschreibung nicht ausschlie\u00dflich ist und den beiden vorausgehenden nicht widerspricht. Die Gaben Gottes beziehen sich immer auf den ganzen trinitarischen Horizont, wie die Theologie im Westen und im Osten seit den Anf\u00e4ngen unaufh\u00f6rlich bekr\u00e4ftigt hat<u><span style=\"color: #0066cc;\">[14]<\/span><\/u>.<\/p>\n<h4><em>Gaben zum Nutzen anderer und Primat der Liebe<\/em><\/h4>\n<p>5.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 7 erkl\u00e4rt Paulus: \u201eJedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie n\u00fctzt\u201d oder, wie viele \u00dcbersetzer anf\u00fcgen, \u201edamit sie anderen n\u00fctzt\u201c. Denn die meisten, wenn auch nicht alle Charismen, die vom Apostel erw\u00e4hnt werden, haben unmittelbaren Nutzen f\u00fcr die anderen. Diese Bestimmung zum Aufbau aller wurde zum Beispiel von Basilius dem Gro\u00dfen treffend ausgedr\u00fcckt, wenn er sagt: \u201eDiese Gaben erh\u00e4lt jeder mehr f\u00fcr die anderen als f\u00fcr sich selbst [\u2026]. Im Leben in Gemeinschaft ist es notwendig, dass die Kraft des Heiligen Geistes, die einer erhalten hat, an alle weitergegeben wird. Wer f\u00fcr sich selbst lebt, mag vielleicht ein Charisma haben, aber er macht es nicht n\u00fctzlich und l\u00e4sst es ungebraucht, weil er es bei sich selbst beh\u00e4lt\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[15]<\/span><\/u>. Paulus schlie\u00dft aber nicht aus, dass ein Charisma nur der Person, die es erhalten hat, n\u00fctzlich sein kann. Dies ist bei der Gabe der Zungenrede der Fall, die sich in dieser Hinsicht von der Prophetengabe unterscheidet<u><span style=\"color: #0066cc;\">[16]<\/span><\/u>. Die Charismen, die von allgemeinem Nutzen sind, seien es Charismen des Wortes (der Weisheit, der Erkenntnis, der Prophetie, der Ermahnung) oder des Tuns (der Wunderkr\u00e4fte, des Dienstes, der Leitung), haben auch einen pers\u00f6nlichen Nutzen, weil ihr Einsatz zum Gemeinwohl bei denen, die sie besitzen, das Wachstum in der Liebe f\u00f6rdert. Paulus schreibt diesbez\u00fcglich, dass auch die erhabensten Charismen der Person, die sie erhalten hat, nichts n\u00fctzen, wenn die Liebe fehlt (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>13, 1-3). Ein ernster Abschnitt im Matth\u00e4usevangelium\u00a0 bringt dasselbe zum Ausdruck: Die Aus\u00fcbung der auff\u00e4lligen Charismen (Prophetie, Exorzismen, Wundertaten) kann leider mit dem Fehlen einer echten Beziehung zum Erl\u00f6ser einhergehen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mt<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>7, 22-23). Deshalb bestehen sowohl Petrus als auch Paulus auf der Notwendigkeit, alle Charismen auf die Liebe auszurichten. Petrus bietet eine allgemeine Regel: \u201eDient einander als gute Verwalter der vielf\u00e4ltigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat\u201c (<em>1 Petr<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 10). Paulus sorgt sich vor allem um die Aus\u00fcbung der Charismen bei den Versammlungen der christlichen Gemeinschaft und sagt: \u201eAlles geschehe so, dass es aufbaut\u201c (<em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 26).<\/p>\n<h4><em>Vielfalt der Charismen<\/em><\/h4>\n<p>6.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In einigen Texten finden wir eine Aufz\u00e4hlung von Charismen, manchmal summarisch (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Petr<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 10), andere Male mehr detailliert (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 8-10. 28-30;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>R\u00f6m<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 6-8). Unter den erw\u00e4hnten Charismen gibt es au\u00dfergew\u00f6hnliche Gaben (der Heilung, der Wunderkr\u00e4fte, der Zungenrede) und gew\u00f6hnliche Gaben (der Lehre, des Dienstes, der Wohlt\u00e4tigkeit), Dienste zur Leitung der Gemeinschaft (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Eph<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 11) und Gaben, die durch die Auflegung der H\u00e4nde vermittelt werden (vgl.<em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>1 Tim<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 14;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>2 Tim<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>1, 6). Es ist nicht immer klar, ob alle diese Gaben als \u201eCharismen\u201c im eigentlichen Sinn betrachtet werden oder nicht. Von den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gaben, die wiederholt in<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12-14 genannt werden, ist n\u00e4mlich in sp\u00e4teren Texten nicht mehr die Rede. Die Aufz\u00e4hlung von<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>R\u00f6m<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 6-8 beinhaltet nur weniger auffallende Charismen, die einen bleibenden Nutzen f\u00fcr das Leben der christlichen Gemeinschaft haben. Keine dieser Aufz\u00e4hlungen beansprucht Vollst\u00e4ndigkeit. An anderer Stelle weist Paulus darauf hin, dass die Wahl der Ehelosigkeit aus Liebe zu Christus \u2013 wie auch die Wahl der Ehe \u2013 als Frucht eines Charismas zu verstehen ist (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>7, 7 im Kontext des ganzen Kapitels). Diese beispielhaften Aufz\u00e4hlungen h\u00e4ngen vom Stand der Entwicklung ab, den die Kirche in jener Zeit erreicht hatte; ihnen k\u00f6nnen andere Charismen hinzugef\u00fcgt werden. Die Kirche w\u00e4chst n\u00e4mlich best\u00e4ndig in der Zeit dank des lebenspendenden Wirkens des Geistes.<\/p>\n<h4><em>Rechte Aus\u00fcbung der Charismen in der kirchlichen Gemeinschaft<\/em><\/h4>\n<p>7.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aus dem Gesagten geht deutlich hervor, dass es in den Schrifttexten keinen Gegensatz zwischen den verschiedenen Charismen gibt, sondern vielmehr eine harmonische Verbundenheit und Komplementarit\u00e4t. Die Gegen\u00fcberstellung einer institutionellen Kirche j\u00fcdisch-christlicher Pr\u00e4gung und einer charismatischen Kirche paulinischer Art, wie sie von gewissen verk\u00fcrzenden ekklesiologischen Interpretationen behauptet wurde, findet im Neuen Testament kein Fundament. Weit davon entfernt, die Charismen auf der einen und die Institutionen auf der anderen Seite zu sehen oder einer Kirche \u201eder Liebe\u201c eine Kirche \u201eder Institution\u201c gegen\u00fcberzustellen, nennt Paulus in einer einzigen Aufz\u00e4hlung Charismen der Leitung und der Liebe, Charismen, die dem gew\u00f6hnlichen Leben der Gemeinschaft n\u00fctzen, und Charismen, die auff\u00e4lliger sind<u><span style=\"color: #0066cc;\">[17]<\/span><\/u>. Derselbe Paulus beschreibt seinen Aposteldienst als \u201eDienst der Geistes\u201d (<em>2 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>3, 8). Er wei\u00df sich mit Vollmacht (<em>exous\u00eda<\/em>) bekleidet, die der Herr ihm verliehen hat (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>2 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>10, 8; 13, 10), einer Vollmacht, die sich auch auf die Charismatiker erstreckt. Sowohl er als auch Petrus geben den Charismatikern Anweisungen, wie die Charismen zu gebrauchen sind. Sie nehmen die Charismen wohlwollend an und sind davon \u00fcberzeugt, dass sie g\u00f6ttlichen Ursprungs sind; sie betrachten sie aber nicht als Gaben, die dazu berechtigen, sich dem Gehorsam gegen\u00fcber der kirchlichen Hierarchie zu entziehen, oder das Recht auf einen unabh\u00e4ngigen Dienst gew\u00e4hren. Paulus ist sich bewusst, dass die ungeordnete Aus\u00fcbung der Charismen in der christlichen Gemeinschaft Schaden anrichten kann<u><span style=\"color: #0066cc;\">[18]<\/span><\/u>. Der Apostel greift deshalb mit Vollmacht ein, um genaue Regelungen f\u00fcr die Aus\u00fcbung der Charismen \u201evor der Gemeinde\u201c (<em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 19. 28), also bei den Zusammenk\u00fcnften der Gemeinschaft (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 23. 26), zu schaffen. Er limitiert beispielsweise die Aus\u00fcbung der Zungenrede<u><span style=\"color: #0066cc;\">[19]<\/span><\/u>. \u00c4hnliche Regeln gibt er auch f\u00fcr die Gabe der Prophetie (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 29-31)<u><span style=\"color: #0066cc;\">[20]<\/span><\/u>.<\/p>\n<h4><em>Hierarchische und charismatische Gaben<\/em><\/h4>\n<p>8.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zusammenfassend ergibt sich aus der Durchsicht der biblischen Texte bez\u00fcglich der Charismen, dass das Neue Testament zwar keine vollst\u00e4ndige systematische Lehre dar\u00fcber bietet, aber doch Aussagen von gro\u00dfer Bedeutung enth\u00e4lt, die f\u00fcr das Nachdenken und die kirchliche Praxis richtungweisend sind. Man muss auch anerkennen, dass wir dort keinen einheitlichen Gebrauch des Wortes \u201eCharisma\u201c finden, sondern eine Vielfalt an Bedeutungen, zu deren Verst\u00e4ndnis die theologische Reflexion und das Lehramt im Rahmen einer umfassenden Sicht auf das Geheimnis der Kirche beitragen. Im vorliegenden Schreiben wird die Aufmerksamkeit auf die beiden Ausdr\u00fccke \u201ehierarchische und charismatische Gaben\u201c gelegt, die in der Dogmatischen Konstitutionen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 4, vorkommen und zwischen denen es enge, klar artikulierte Beziehungen gibt. Sie haben denselben Ursprung und dasselbe Ziel. Sie sind Gaben von Gott, vom Heiligen Geist, von Christus, um in verschiedener Weise zum Aufbau der Kirche beizutragen. Wer in der Kirche die Gabe der Leitung erhalten hat, dem kommt auch die Aufgabe zu, \u00fcber die rechte Aus\u00fcbung der anderen Charismen zu wachen, so dass alles dem Wohl der Kirche und der Sendung zur Evangelisierung dient, darum wissend, dass der Heilige Geist die charismatischen Gaben jedem zuteilt, wie er will (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 11). Derselbe Geist gibt der Hierarchie der Kirche die F\u00e4higkeit, die echten Charismen zu unterscheiden, sie mit Freude und Dankbarkeit anzunehmen, sie gro\u00dfherzig zu f\u00f6rdern und sie v\u00e4terlich und wachsam zu begleiten. Die Geschichte bezeugt uns das vielf\u00e4ltige Wirken des Geistes, durch das die Kirche, die \u201eauf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut\u201c ist und deren Schlussstein \u201eChristus Jesus selbst\u201c ist (<em>Eph<\/em>2, 20), ihre Sendung in der Welt lebt.<\/p>\n<h3><strong>II. Die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben <\/strong><strong>im j\u00fcngeren Lehramt<\/strong><\/h3>\n<h4><em>Zweites Vatikanisches Konzil<\/em><\/h4>\n<p>9.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Aufkommen verschiedener Charismen ist im Laufe der jahrhundertelangen Geschichte der Kirche nie abgebrochen, aber erst in j\u00fcngerer Zeit hat sich eine systematische Reflexion dar\u00fcber entwickelt. Viel Raum wird der Lehre \u00fcber die Charismen im Lehramt von Pius XII. in der Enzyklika<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mystici corporis<\/em><em><strong><u>[21]<\/u><\/strong><\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>gegeben. Einen entscheidenden Schritt im rechten Verst\u00e4ndnis der Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben macht das Zweite Vatikanische Konzil. Die einschl\u00e4gigen Stellen zu diesem Thema<u><span style=\"color: #0066cc;\">[22]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>weisen darauf hin, dass es im Leben der Kirche neben dem geschriebenen und \u00fcberlieferten Wort Gottes, den Sakramenten und dem hierarchischen Weiheamt auch Gaben, besondere Gnaden oder Charismen gibt, die den Gl\u00e4ubigen aller Lebenssituationen zugeteilt werden. Der dazu wichtigste Abschnitt ist in<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 4, enthalten: \u201eDer Geist [\u2026] f\u00fchrt die Kirche in alle Wahrheit ein (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Joh<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>16, 13), eint sie in Gemeinschaft und Dienstleistung, bereitet und lenkt sie durch die verschiedenen hierarchischen und charismatischen Gaben und schm\u00fcckt sie mit seinen Fr\u00fcchten (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Eph<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 11-12;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>12, 4;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Gal<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>5, 22)\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[23]<\/span><\/u>. Wenn die Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>so die Gaben ein und desselben Geistes darlegt, unterstreicht sie durch die Unterscheidung von hierarchischen und charismatischen Gaben deren Verschiedenheit in der Einheit. Bedeutsam erscheinen auch die Aussagen \u00fcber die Charismen in<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 12, wo im Kontext der Teilnahme des Volkes Gottes am prophetischen Amt Christi ausgef\u00fchrt wird: \u201eDerselbe Heilige Geist heiligt au\u00dferdem nicht nur das Gottesvolk durch die Sakramente und die Dienstleistungen, er f\u00fchrt es nicht nur und bereichert es mit Tugenden, sondern [\u2026] verteilt unter den Gl\u00e4ubigen jeglichen Standes auch besondere Gnaden. Durch diese macht er sie geeignet und bereit, f\u00fcr die Erneuerung und den vollen Aufbau der Kirche verschiedene Werke und Dienste zu \u00fcbernehmen\u201c.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wird auch die Vielfalt der Charismen und ihre Rolle im Plan der Vorsehung beschrieben: \u201eSolche Gnadengaben, ob sie nun von besonderer Leuchtkraft oder aber schlichter und allgemeiner verbreitet sind, m\u00fcssen mit Dank und Trost angenommen werden, da sie den N\u00f6ten der Kirche besonders angepasst und n\u00fctzlich sind\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[24]<\/span><\/u>. \u00c4hnliche \u00dcberlegungen finden sich auch im Konzilsdekret \u00fcber das Laienapostolat<u><span style=\"color: #0066cc;\">[25]<\/span><\/u>. Dasselbe Dokument unterstreicht, dass diese Gaben im Leben der Kirche nicht als nebens\u00e4chlich angesehen werden d\u00fcrfen. Denn \u201eaus dem Empfang dieser Charismen, auch der schlichteren, erw\u00e4chst jedem Glaubenden das Recht und die Pflicht, sie in Kirche und Welt zum Wohl der Menschen und zum Aufbau der Kirche zu gebrauchen. Das soll gewiss mit der Freiheit des Heiligen Geistes geschehen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[26]<\/span><\/u>. Die echten Charismen sind deshalb als Gaben von unverzichtbarer Bedeutung f\u00fcr das Leben und die Sendung der Kirche zu betrachten. Schlie\u00dflich lehrt das Konzil best\u00e4ndig, dass die Hirten bei der Unterscheidung der Charismen und f\u00fcr ihre geordnete Aus\u00fcbung innerhalb der kirchlichen Gemeinschaft eine wesentliche Rolle spielen<u><span style=\"color: #0066cc;\">[27]<\/span><\/u>.<\/p>\n<h4><em>Nachkonziliares Lehramt<\/em><\/h4>\n<p>10.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In der Zeit nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil haben die \u00c4u\u00dferungen des Lehramts zu diesem Thema zugenommen<u><span style=\"color: #0066cc;\">[28]<\/span><\/u>. Dazu hat die wachsende Vitalit\u00e4t neuer Bewegungen, Vereinigungen von Gl\u00e4ubigen und kirchlicher Gemeinschaften beigetragen, aber auch die Notwendigkeit einer genaueren Ortsbestimmung des geweihten Lebens innerhalb der Kirche<u><span style=\"color: #0066cc;\">[29]<\/span><\/u>. Johannes Paul II. hat in seinem Lehramt besonders das Prinzip der Gleichwesentlichkeit dieser Gaben betont: \u201eMehrmals hatte ich die Gelegenheit zu unterstreichen, dass es in der Kirche keinen Gegensatz oder Widerspruch gibt zwischen der institutionellen und der charismatischen Dimension, f\u00fcr die die Bewegungen ein bedeutsamer Ausdruck sind. Beide sind gleichwesentlich f\u00fcr die g\u00f6ttliche Struktur der Kirche, die von Jesus gegr\u00fcndet worden ist, damit sie gemeinsam dazu beitragen, das Geheimnis Christi und sein Heilswerk in der Welt gegenw\u00e4rtig zu machen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[30]<\/span><\/u>. Benedikt XVI. bekr\u00e4ftigte die Gleichwesentlichkeit der Charismen und vertiefte die Aussage seines Vorg\u00e4ngers, wenn er daran erinnerte: \u201eIn der Kirche sind auch die wesentlichen Institutionen charismatisch, und auf der anderen Seite m\u00fcssen sich auch die Charismen in der einen oder anderen Weise institutionalisieren, damit ihnen Koh\u00e4renz und Kontinuit\u00e4t beschieden ist. So wirken beide Dimensionen, die ja vom selben Heiligen Geist f\u00fcr denselben Leib Christi hervorgebracht worden sind, zusammen, um das Geheimnis und das Heilswirken Christi in der Welt zu vergegenw\u00e4rtigen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[31]<\/span><\/u><em>.<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Hierarchische und charismatische Gaben bleiben auf diese Weise von ihrem Ursprung her aufeinander bezogen. Papst Franziskus hat schlie\u00dflich an die \u201eHarmonie\u201c erinnert, die der Geist zwischen den verschiedenen Gaben schafft, und er hat die charismatischen Vereinigungen zur missionarischen Offenheit, zum notwendigen Gehorsam gegen\u00fcber den Hirten und zur Verbundenheit mit der Kirche aufgerufen<u><span style=\"color: #0066cc;\">[32]<\/span><\/u>. Denn \u201ein der Gemeinschaft sprie\u00dfen und bl\u00fchen die Gaben, mit denen der Vater uns erf\u00fcllt; und in der Gemeinschaft lernt man, sie als Zeichen seiner Liebe zu allen seinen Kindern zu erkennen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[33]<\/span><\/u>. Abschlie\u00dfend kann man also eine \u00dcbereinstimmung des j\u00fcngeren Lehramts darin feststellen, dass die hierarchischen und charismatischen Gaben gleichwesentlich sind. Ein Gegensatz oder gar ein Widerspruch zwischen diesen Gaben w\u00e4re gleichbedeutend mit einem irrigen und unvollst\u00e4ndigen Verst\u00e4ndnis \u00fcber das Wirken des Heiligen Geistes im Leben und in der Sendung der Kirche.<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><strong>Das Theologische Fundament der Beziehung <\/strong><strong>zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben<\/strong><\/h3>\n<h4><em>Trinitarischer und christologischer Horizont der Gaben des Heiligen Geistes<\/em><\/h4>\n<p>11.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Um die tiefen Gr\u00fcnde f\u00fcr die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben zu begreifen, ist es angebracht, ihr theologisches Fundament in Erinnerung zu rufen. Denn die Heilsordnung selbst, welche die innerlich aufeinander bezogenen Sendungen des fleischgewordenen Wortes und des Heiligen Geistes umfasst, erfordert notwendigerweise, jeden sterilen Widerspruch oder \u00e4u\u00dferen Gegensatz zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben zu \u00fcberwinden. In Wirklichkeit schlie\u00dft jede Gabe des Vaters den Bezug zum gemeinsamen und unterschiedlichen Wirken der g\u00f6ttlichen Sendungen ein: Jede Gabe kommt vom Vater durch den Sohn im Heiligen Geist. Die Gabe des Geistes in der Kirche ist an die Sendung des Sohnes gebunden, die sich un\u00fcberbietbar in seinem Pascha-Mysterium erf\u00fcllt hat. Jesus selbst verbindet die Erf\u00fcllung seiner Mission mit der Sendung des Heiligen Geistes in der Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[34]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Deshalb kann der Heilige Geist keine andere Heilsordnung einf\u00fchren, die von jener des menschgewordenen, gekreuzigten und auferstandenen g\u00f6ttlichen<em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Logos<\/em>verschieden w\u00e4re<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[35]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Denn die ganze sakramentale Heilsordnung der Kirche ist die geistgewirkte Verwirklichung der Menschwerdung: Deswegen wird der Heilige Geist von der Tradition als Seele der Kirche, des Leibes Christi, bezeichnet. Das Handeln Gottes in der Geschichte beinhaltet immer die Beziehung zwischen dem Sohn und dem Heiligen Geist, die Iren\u00e4us von Lyon treffend \u201edie beiden H\u00e4nde des Vaters\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[36]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>nennt. In diesem Sinn steht jede Gabe des Geistes in Beziehung zum fleischgewordenen Wort<u><span style=\"color: #0066cc;\">[37]<\/span><\/u>.<\/p>\n<p>Das urspr\u00fcngliche Band zwischen den hierarchischen Gaben, die durch die sakramentale Weihegnade verliehen werden, und den charismatischen Gaben, die frei vom Heiligen Geist zugeteilt werden, hat deshalb seine letzte Wurzel in der Beziehung zwischen dem fleischgewordenen g\u00f6ttlichen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Logos<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>und dem Heiligen Geist, der immer Geist des Vaters und des Sohnes ist. Gerade um zweideutige theologische Sichtweisen zu vermeiden, welche eine \u201eKirche des Geistes\u201c postulieren, die von der hierarchisch-institutionellen Kirche verschieden und getrennt w\u00e4re, muss unterstrichen werden, dass sich die beiden g\u00f6ttlichen Sendungen in jeder Gabe, die der Kirche verliehen wird, gegenseitig implizieren. In Wirklichkeit schlie\u00dft schon die Sendung Jesu Christi in sich das Handeln des Geistes ein. Johannes Paul II. hat in seiner Enzyklika<em>Dominum et vivificantem<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>\u00fcber den Heiligen Geist gezeigt, dass das Wirken des Geistes in der Sendung des Sohnes von entscheidender Bedeutung ist<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[38]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Benedikt XVI. hat dies im Apostolischen Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Sacramentum caritatis<\/em>vertieft und Folgendes in Erinnerung gerufen: Der Paraklet, \u201eder schon in der Sch\u00f6pfung am Werk war (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Gen<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>1, 2), ist vollends gegenw\u00e4rtig im gesamten Leben des fleischgewordenen Wortes: Jesus Christus wurde ja durch das Wirken des Heiligen Geistes von der Jungfrau Maria empfangen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mt<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>1, 18;<em>Lk<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>1, 35); zu Beginn seiner \u00f6ffentlichen Sendung sieht er ihn am Jordanufer in Form einer Taube auf sich herabkommen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mt<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>3, 16 und<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Par.<\/em>); in ebendiesem Geist handelt, redet und frohlockt er (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lk<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>10, 21); und in ihm kann er sich selbst als Opfer darbringen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Hebr<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>9, 14). In den sogenannten, von Johannes aufgezeichneten \u201aAbschiedsreden\u2018 stellt Jesus eine deutliche Beziehung her zwischen der Hingabe seines Lebens im Pascha-Mysterium und der Gabe des Geistes an die Seinen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Joh<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>16, 7). Als Auferstandener, der die Zeichen der Passion an seinem Leib tr\u00e4gt, kann er mit seinem Hauch den Geist ausstr\u00f6men (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Joh<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>20, 22) und so die Seinen an der eigenen Sendung beteiligen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Joh<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>20, 21). Der Geist wird dann die J\u00fcnger alles lehren und sie an alles erinnern, was Christus ihnen gesagt hat (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Joh<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 26), denn als Geist der Wahrheit (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Joh<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>15, 26) kommt es ihm zu, die J\u00fcnger in die ganze Wahrheit zu f\u00fchren (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Joh<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>16, 13). In der <em>Apostelgeschichte<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>wird berichtet, dass der Geist am Pfingsttag auf die mit Maria im Gebet versammelten Apostel herabkommt (vgl. 2, 1-4) und sie zu der Aufgabe anfeuert, allen V\u00f6lkern die Frohe Botschaft zu verk\u00fcnden\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[<\/span><\/u><u><span style=\"color: #0066cc;\">3<\/span><\/u><u><span style=\"color: #0066cc;\">9]<\/span><\/u>.<\/p>\n<h4><em>Handeln des Heiligen Geistes in den hierarchischen und charismatischen Gaben<\/em><\/h4>\n<p>12.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Verweis auf den trinitarischen und christologischen Horizont der g\u00f6ttlichen Gaben beleuchtet auch die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben. In den hierarchischen Gaben erscheint aufgrund ihrer Bindung an das Weihesakrament in erster Linie die Beziehung zum Heilshandeln Christi, wie zum Beispiel zur Einsetzung der Eucharistie (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lk<\/em>22, 19f.;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>11, 25), zur Vollmacht, S\u00fcnden zu vergeben (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Joh<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>20, 22f.), zur apostolischen Sendung mit dem Auftrag zu evangelisieren und zu taufen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mk<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>16, 15f.;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mt<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>28, 18-20). Genauso deutlich ist, dass kein Sakrament ohne das Handeln des Heiligen Geistes gespendet werden kann<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[40]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Die charismatischen Gaben, die vom Geist verliehen werden, der \u201eweht, wo er will\u201c (<em>Joh<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>3, 8), und seine Gaben zuteilt, \u201ewie er will\u201d (<em>1 Kor<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>12, 11), sind ihrerseits objektiv in Beziehung zum neuen Leben in Christus, insofern \u201ejeder einzelne\u201c ein Glied an seinem Leib ist (<em>1 Kor<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>12, 27). Deswegen k\u00f6nnen die charismatischen Gaben nur in Bezug auf die Gegenwart Christi und seinen Dienst richtig verstanden werden. Johannes Paul II. hat bekr\u00e4ftigt: \u201eDie wahren Charismen k\u00f6nnen nur zur Begegnung mit Christus in den Sakramenten f\u00fchren\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[41]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Die hierarchischen und charismatischen Gaben sind also in ihrer Ausrichtung auf die innere Beziehung zwischen Jesus Christus und dem Heiligen Geist miteinander verbunden. Der Paraklet ist jener, der durch die Sakramente wirksam die vom gestorbenen und auferstandenen Christus angebotene Heilsgnade austeilt, und zugleich jener, der die Charismen spendet. In der liturgischen Tradition der Christen des Ostens, besonders in der syrischen Tradition, wird all das sehr deutlich, wenn die Rolle des Heiligen Geistes im Bild des Feuers dargestellt wird. Der gro\u00dfe Theologe und Dichter Ephr\u00e4m der Syrer sagt: \u201eDas Feuer des Mitleids ist herabgestiegen und hat im Brot Wohnung genommen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[42]<\/span><\/u>. Er verweist damit nicht nur auf die verwandelnde Kraft des Geistes in Bezug auf die Gaben, sondern auch im Blick auf die Gl\u00e4ubigen, die das eucharistische Brot essen. Die orientalische Sichtweise l\u00e4sst uns durch ihre ausdrucksstarken Bilder verstehen, wie Christus uns beim Hintreten zur Eucharistie den Geist spendet. Durch sein Handeln in den Gl\u00e4ubigen n\u00e4hrt der Geist das Leben in Christus und f\u00fchrt sie auch zu einem tieferen sakramentalen Leben, vor allem durch die Eucharistie. Auf diese Weise erreicht das freie Handeln der Heiligsten Dreifaltigkeit in der Geschichte die Gl\u00e4ubigen mit der Gabe des Heils und treibt sie zugleich an, damit sie frei und umfassend mit dem Einsatz des eigenen Lebens darauf antworten.<\/p>\n<h3><strong>IV. Die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben <\/strong><strong>im Leben und in der Sendung der Kirche<\/strong><\/h3>\n<h4><em>In der Kirche, dem Mysterium der Gemeinschaft<\/em><\/h4>\n<p>13.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Kirche zeigt sich als \u201edas von der Einheit des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes her geeinte Volk\u201d<u><span style=\"color: #0066cc;\">[43]<\/span><\/u>, in dem die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben auf die volle Teilnahme der Gl\u00e4ubigen an der Gemeinschaft und an der evangelisierenden Sendung ausgerichtet erscheint. Zu diesem neuen Leben sind wir aus Gnade in Christus vorausbestimmt (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>R\u00f6m<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>8, 29-31;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Eph<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>1, 4-5). Der Heilige Geist \u201eschafft diese wunderbare Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen und verbindet sie in Christus so innig, dass er das Prinzip der Einheit der Kirche ist\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[44]<\/span><\/u>. Denn in der Kirche werden die Menschen versammelt, um Glieder Christi zu werden<u><span style=\"color: #0066cc;\">[45]<\/span><\/u>, und in der kirchlichen Gemeinschaft vereinen sie sich in Christus als Glieder untereinander. Gemeinschaft ist immer \u201eeine zweifache vitale Anteilnahme: die Eingliederung der Christen in das Leben Christi und das Str\u00f6men derselben Liebe im ganzen Gef\u00fcge der Gl\u00e4ubigen in dieser und in der kommenden Welt. Vereinigung mit Christus und in Christus; sowie Vereinigung unter den Christen in der Kirche\u201d<u><span style=\"color: #0066cc;\">[46]<\/span><\/u>. In diesem Sinn ist das Mysterium der Kirche \u201ein Christus gleichsam das Sakrament, das hei\u00dft Zeichen und Werkzeug f\u00fcr die innigste Vereinigung mit Gott wie f\u00fcr die Einheit der ganzen Menschheit\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[47]<\/span><\/u>. Hier zeigt sich die sakramentale Wurzel der Kirche als Mysterium der Gemeinschaft: \u201eEs geht grunds\u00e4tzlich um die Gemeinschaft mit Gott durch Jesus Christus im Heiligen Geist. Diese Gemeinschaft verwirklicht sich im Wort Gottes und in den Sakramenten. Die Taufe\u201c \u2013 eng verbunden mit der Firmung \u2013 \u201eist die T\u00fcr und das Fundament der Gemeinschaft der Kirche. Die Eucharistie ist die Quelle und der H\u00f6hepunkt des ganzen christlichen Lebens\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[48]<\/span><\/u>. Die Sakramente der Initiation sind konstitutiv f\u00fcr das christliche Leben, auf sie st\u00fctzen sich die hierarchischen und charismatischen Gaben. Das Leben der kirchlichen Gemeinschaft, das so in seinem Inneren geordnet wird, lebt vom best\u00e4ndigen ehrf\u00fcrchtigen H\u00f6ren auf das Wort Gottes und wird durch die Sakramente gen\u00e4hrt. Dasselbe Wort Gottes zeigt sich uns tief verbunden mit den Sakramenten, vor allem mit der Eucharistie<u><span style=\"color: #0066cc;\">[49]<\/span><\/u>, innerhalb des einen sakramentalen Horizonts der Offenbarung. Die \u00f6stliche Tradition sieht die Kirche, den vom Heiligen Geist beseelten Leib Christi, als eine geordnete Einheit, was sich auch auf der Ebene der Geistesgaben ausdr\u00fcckt. Die wirksame Gegenwart des Geistes in den Herzen der Gl\u00e4ubigen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>R\u00f6m<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>5, 5) ist die Wurzel dieser Einheit auch der charismatischen Ausdrucksformen<u><span style=\"color: #0066cc;\">[50]<\/span><\/u>. Die Charismen, die den Einzelnen verliehen werden, geh\u00f6ren n\u00e4mlich zur selben Kirche und sind auf ein intensiveres kirchliches Leben hingeordnet. Diese Sichtweise erscheint auch in den Schriften von John Henry Newman: \u201eSo m\u00fcsste also das Herz eines jeden Christen die katholische Kirche im Kleinen darstellen, macht doch ein und derselbe Geist die ganze Kirche und jedes Glied derselben zu seinem Tempel\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[51]<\/span><\/u>. Auf diese Weise wird der Grund noch deutlicher, weshalb es keine Gegens\u00e4tze oder Widerspr\u00fcche zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben geben kann.<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann man sagen, dass die Beziehung zwischen den charismatischen Gaben und der sakramentalen Struktur der Kirche die Gleichwesentlichkeit der hierarchischen Gaben, die in sich best\u00e4ndig, bleibend und unwiderruflich sind, und der charismatischen Gaben best\u00e4tigt. Auch wenn die Charismen in ihren historischen Formen nie f\u00fcr immer verb\u00fcrgt sind<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[52]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>, kann die charismatische Dimension f\u00fcr das Leben und die Sendung der Kirche doch nie fehlen.<\/p>\n<h4><em>Identit\u00e4t der hierarchischen Gaben<\/em><\/h4>\n<p>14.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Im Blick auf die Heiligung jedes Gliedes des Gottesvolkes und die Sendung der Kirche in der Welt ragt unter den verschiedenen Gaben \u201edie Gnade der Apostel heraus, deren Autorit\u00e4t der Geist selbst auch die Charismatiker unterstellt\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[53]<\/span><\/u>. Jesus Christus selbst hat hierarchische Gaben gewollt, um seine einzige Heilsvermittlung zu allen Zeiten sicherzustellen. Deshalb \u201esind die Apostel mit einer besonderen Ausgie\u00dfung des herabkommenden Heiligen Geistes von Christus beschenkt worden (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Apg<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>1, 8; 2, 4;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Joh<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>20, 22-23). Sie hinwiederum \u00fcbertrugen ihren Helfern durch die Auflegung der H\u00e4nde die geistliche Gabe (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Tim<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>4, 14;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>2 Tim<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>1, 6-7)\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[54]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Die Zuteilung der hierarchischen Gaben muss also vor allem auf die F\u00fclle des Weihesakramentes zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, die durch die Bischofsweihe verliehen wird. Diese \u00fcbertr\u00e4gt \u201emit dem Amt der Heiligung auch die \u00c4mter der Lehre und der Leitung, die jedoch ihrer Natur nach nur in der hierarchischen Gemeinschaft mit Haupt und Gliedern des Kollegiums ausge\u00fcbt werden k\u00f6nnen\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[<\/span><\/u><\/sup><\/sup><sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">5<\/span><\/u><\/sup><\/sup><sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">5]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. \u201eIn den Bisch\u00f6fen, denen die Priester zur Seite stehen, ist also inmitten der Gl\u00e4ubigen der Herr Jesus Christus anwesend [\u2026]; vorz\u00fcglich durch ihren erhabenen Dienst verk\u00fcndet er allen V\u00f6lkern Gottes Wort und spendet den Glaubenden immerfort die Sakramente des Glaubens. Durch ihr v\u00e4terliches Amt (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>4, 15) f\u00fcgt er seinem Leib kraft der Wiedergeburt von oben neue Glieder ein. Durch ihre Weisheit und Umsicht endlich lenkt und ordnet er das Volk des Neuen Bundes auf seiner Pilgerschaft zur ewigen Seligkeit\u201d<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[56]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Die ostkirchliche Tradition, die besonders stark den V\u00e4tern verbunden ist, liest all das in der besonderen Vorstellung der Ordnung (<em>taxis<\/em>). Nach Basilius dem Gro\u00dfen steht fest, dass die Ordnung der Kirche ein Werk des Heiligen Geistes ist, und diese Ordnung, in deren Zusammenhang Paulus die Charismen aufz\u00e4hlt (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 28), \u201egem\u00e4\u00df der Zuteilung der Gaben des Geistes\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[57]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>besteht, als deren erste er die Gabe der Apostel erw\u00e4hnt. Vom Bezug zur Bischofsweihe her werden auch die hierarchischen Gaben in Bezug auf die anderen Weihegrade verst\u00e4ndlich; vor allem bez\u00fcglich der Priester, die \u201ezur Verk\u00fcndigung der Frohbotschaft, zum Hirtendienst an den Gl\u00e4ubigen und zur Feier des Gottesdienstes geweiht\u201c sind; \u201eunter der Autorit\u00e4t des Bischofs heiligen und leiten sie den ihnen zugewiesenen Anteil der Herde des Herrn\u201c; als Vorbilder der Herde \u201esollen sie ihrer Ortsgemeinde [\u2026] vorstehen und dienen\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[58]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Die Bisch\u00f6fe und Priester werden im Weihesakrament durch die priesterliche Salbung \u201edem Priester Christus gleichf\u00f6rmig, so dass sie in der Person des Hauptes Christus handeln k\u00f6nnen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[59]<\/span><\/u>. Den priesterlichen Gaben sind jene beizuf\u00fcgen, die den Diakonen verliehen werden, \u201ewelche die Handauflegung nicht zum Priestertum, sondern zur Dienstleistung empfangen. [\u2026] Mit sakramentaler Gnade gest\u00e4rkt, dienen sie dem Volk Gottes in der Diakonie der Liturgie, des Wortes und der Liebest\u00e4tigkeit in Gemeinschaft mit dem Bischof und seinem Presbyterium\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[60]<\/span><\/u>. Die hierarchischen Gaben, die dem Weihesakrament in seinen verschiedenen Stufen eigen sind, werden also verliehen, damit in der Gemeinschaft der Kirche nie einem Gl\u00e4ubigen das objektive Angebot der Gnade der Sakramente, die bevollm\u00e4chtigte Verk\u00fcndigung des Wortes Gottes und die pastorale Sorge fehle.<\/p>\n<h4><em>Identit\u00e4t der charismatischen Gaben<\/em><\/h4>\n<p>15.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wenn durch die Aus\u00fcbung der hierarchischen Gaben im Laufe der Geschichte das Angebot der Gnade Christi dem ganzen Volk Gottes zugesichert ist, so sind alle Gl\u00e4ubigen gerufen, dieses Angebot anzunehmen und pers\u00f6nlich in den konkreten Umst\u00e4nden des eigenen Lebens darauf zu antworten. Die charismatischen Gaben werden frei vom Heiligen Geist verliehen, damit die sakramentale Gnade im christlichen Leben in unterschiedlicher Weise und auf allen Ebenen Frucht trage. Da diese Charismen \u201eden N\u00f6ten der Kirche besonders angepasst und n\u00fctzlich sind\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[61]<\/span><\/u>, kann das Volk Gottes durch ihren vielf\u00e4ltigen Reichtum die Sendung zur Evangelisierung in F\u00fclle leben, die Zeichen der Zeit erforschen und im Licht des Evangeliums deuten<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[62]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Denn die charismatischen Gaben dr\u00e4ngen die Gl\u00e4ubigen, in voller Freiheit und in einer der Zeit entsprechenden Weise auf die Gabe des Heils zu antworten, indem sie aus ihrem Leben eine Liebesgabe f\u00fcr die anderen und ein authentisches Zeugnis des Evangeliums vor allen Menschen machen.<\/p>\n<h4><em>Mit anderen geteilte charismatische Gaben<\/em><\/h4>\n<p>16.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In diesem Zusammenhang ist es n\u00fctzlich, daran zu erinnern, wie unterschiedlich die charismatischen Gaben sein k\u00f6nnen, und zwar nicht nur aufgrund ihrer besonderer Eigenart, sondern auch wegen ihrer Verbreitung in der kirchlichen Gemeinschaft. Die charismatischen Gaben \u201ewerden dem Einzelnen gegeben, k\u00f6nnen aber von anderen geteilt werden, so dass sie als kostbares und lebendiges Erbe in der Zeit fortdauern und zwischen einzelnen Menschen eine besondere geistliche Verwandtschaft schaffen\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[63]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Die Beziehung zwischen dem pers\u00f6nlichen Charakter des Charismas und der M\u00f6glichkeit, daran Anteil zu nehmen, bringt ein entscheidendes Element seiner Dynamik zum Ausdruck, weil in der kirchlichen Gemeinschaft die Person immer mit der Gemeinschaft in Beziehung steht<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[64]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Die charismatischen Gaben k\u00f6nnen in der Praxis eine Affinit\u00e4t, N\u00e4he und geistliche Verwandtschaft stiften, wodurch das charismatische Erbe \u2013 ausgehend von der Gr\u00fcndergestalt \u2013 geteilt und vertieft wird und so wahre und eigentliche geistliche Familien entstehen. Die kirchlichen Vereinigungen stellen in ihren verschiedenen Formen solche mit anderen geteilte Charismen dar. Kirchliche Bewegungen und neue Gemeinschaften zeigen, wie ein bestimmtes urspr\u00fcngliches Charisma Gl\u00e4ubige versammeln und diesen helfen kann, ihre eigene christliche Berufung und ihren Lebensstand im Dienst an der kirchlichen Sendung ganz zu leben. Die konkreten historischen Formen dieser Anteilnahme k\u00f6nnen unterschiedlich sein. Deshalb ist es m\u00f6glich, dass aus einem urspr\u00fcnglichen Gr\u00fcndungscharisma verschiedene Gr\u00fcndungen hervorgehen, wie die Geschichte der Spiritualit\u00e4t zeigt.<\/p>\n<h4><em>Anerkennung durch die kirchliche Autorit\u00e4t<\/em><\/h4>\n<p>17.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unter den charismatischen Gaben, die vom Geist frei verliehen werden, gibt es sehr viele, die von einem Mitglied der christlichen Gemeinschaft angenommen und gelebt werden, ohne dass es daf\u00fcr eine besondere Regelung braucht. Wenn es sich aber um ein Ursprungs- oder Gr\u00fcndungscharisma handelt, bedarf es einer spezifischen Anerkennung, damit dieser Reichtum sich in rechter Weise in der kirchlichen Gemeinschaft artikuliert und getreu in der Zeit weitergegeben wird. Hier zeigt sich die ma\u00dfgebliche Aufgabe der Unterscheidung, die der kirchlichen Autorit\u00e4t zukommt<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[65]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Die Anerkennung der Echtheit eines Charisma ist nicht immer eine einfache Aufgabe, aber ein notwendiger Dienst, den die Hirten verrichten m\u00fcssen. Denn die Gl\u00e4ubigen haben \u201edas Recht, von den Hirten \u00fcber die Echtheit der Charismen und \u00fcber die Zuverl\u00e4ssigkeit jener, die sich als ihre Tr\u00e4ger pr\u00e4sentieren, in Kenntnis gesetzt zu werden\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[66]<\/span><\/u>. Zu diesem Zweck muss sich die Autorit\u00e4t bewusst sein, dass die vom Heiligen Geist erweckten Charismen in der Tat nicht vorhersehbar sind und gem\u00e4\u00df der Regel des Glaubens im Blick auf den Aufbau der Kirche bewertet werden m\u00fcssen<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[67]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Dabei geht es um einen Prozess, der sich eine gewisse Zeit dahinzieht, angemessene Schritte f\u00fcr ihre Beglaubigung erfordert und durch eine ernsthafte Pr\u00fcfung bis zur Anerkennung ihrer Echtheit reicht. Die Vereinigung, die aus einem Charisma hervorgeht, braucht eine angemessene Zeit der Erprobung und der Konsolidierung, die \u00fcber die Anfangsbegeisterung hinaus zu einer stabilen Gestalt hinf\u00fchrt. Auf dem ganzen Weg der Pr\u00fcfung muss die Autorit\u00e4t der Kirche die neue Vereinigung wohlwollend begleiten. Dabei geht es um eine Begleitung durch die Hirten, die nie fehlen wird, denn nie mangelt es an der V\u00e4terlichkeit jener, die in der Kirche berufen sind, die Stellvertreter dessen zu sein, der der Gute Hirt ist und dessen f\u00fcrsorgliche Liebe nicht aufh\u00f6rt, seine Herde zu begleiten.<\/p>\n<h4><em>Kriterien f\u00fcr die Unterscheidung der charismatischen Gaben<\/em><\/h4>\n<p>18.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 An dieser Stelle k\u00f6nnen einige Kriterien f\u00fcr die Unterscheidung der charismatischen Gaben in Bezug auf kirchliche Vereinigungen genannt werden, die das Lehramt der Kirche w\u00e4hrend der letzten Jahre hervorgehoben hat. Diese Kriterien haben das Ziel, zur Anerkennung einer echten Kirchlichkeit der Charismen beizutragen.<\/p>\n<p>a)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Primat der Berufung jedes Christen zur Heiligkeit.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Jede Gemeinschaft, die aus der Teilhabe an einem echten Charisma hervorgeht, muss immer ein Werkzeug der Heiligung in der Kirche und darum der St\u00e4rkung in der Liebe und einer authentischen Ausrichtung auf die Vollkommenheit in der Liebe sein<u><span style=\"color: #0066cc;\">[<\/span><\/u><u><span style=\"color: #0066cc;\">6<\/span><\/u><u><span style=\"color: #0066cc;\">8]<\/span><\/u>.<\/p>\n<p>b)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Einsatz f\u00fcr die missionarische Ausbreitung des Evangeliums<\/em>. Die authentischen Charismen sind \u201eGeschenke des Geistes, die in den Leib der Kirche eingegliedert und zur Mitte, die Christus ist, hingezogen werden, von wo aus sie in einen Evangelisierungsimpuls einflie\u00dfen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[69]<\/span><\/u>. Auf diese Weise m\u00fcssen sie \u201edie \u00dcbereinstimmung mit der apostolischen Zielsetzung der Kirche, an der sie teilhaben\u201c, zum Ausdruck bringen und deutlich einen \u201emissionarischen Elan\u201c bezeugen, \u201eder sie immer mehr zu Subjekten einer neuen Evangelisierung macht\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[70]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>.<\/p>\n<p>c)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Bekenntnis des katholischen Glaubens.<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Jedes Charisma muss Ort der Erziehung zum Glauben in seiner F\u00fclle sein und \u201edie Wahrheit \u00fcber Christus, die Kirche und den Menschen im Gehorsam zum Lehramt, das sie authentisch interpretiert\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[71]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>, annehmen und verk\u00fcnden. Deshalb muss vermieden werden, \u201esich jenseits (<em>proagon<\/em>) der Lehre und der kirchlichen Gemeinschaft zu bewegen\u201c; denn wenn man \u201enicht darin bleibt, ist man nicht mit dem Gott Jesu Christi verbunden (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>2 Joh<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>9)\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[72]<\/span><\/u>.<\/p>\n<p>d)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Zeugnis einer wirklichen Gemeinschaft mit der Kirche.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Dies beinhaltet eine \u201ekindliche Abh\u00e4ngigkeit vom Papst, dem bleibenden und sichtbaren Prinzip der Einheit der Universalkirche, und vom Bischof, dem sichtbaren Prinzip und Fundament der Einheit in der Teilkirche\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[73]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Dazu geh\u00f6ren auch die \u201eaufrichtige Bereitschaft, ihr Lehramt und ihre pastoralen Richtlinien anzunehmen\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[74]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>, sowie die \u201eBereitschaft, sich in die Programme und Initiativen der Kirche auf Ortsebene, auf nationaler und internationaler Ebene einzubringen\u201c, der \u201eEinsatz in der Katechese und die p\u00e4dagogische F\u00e4higkeit, Christen zu formen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[75]<\/span><\/u>.<\/p>\n<p>e)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Wertsch\u00e4tzung und Anerkennung anderer Charismen der Kirche in ihrer gegenseitigen Komplementarit\u00e4t.<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Daraus ergibt sich auch die Bereitschaft zur gegenseitigen Zusammenarbeit<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[76]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Denn \u201eein deutliches Zeichen f\u00fcr die Echtheit eines Charismas ist seine Kirchlichkeit, seine F\u00e4higkeit, sich harmonisch in das Leben des heiligen Gottesvolkes einzuf\u00fcgen zum Wohl aller. Eine authentische vom Geist erweckte Neuheit hat es nicht n\u00f6tig, einen Schatten auf andere Spiritualit\u00e4ten und Gaben zu werfen, um sich durchzusetzen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[77]<\/span><\/u>.<\/p>\n<p>f)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Annahme von Zeiten der Erprobung in der Unterscheidung der Charismen<\/em>. Weil die charismatische Gabe \u201edie B\u00fcrde einer Neuheit im geistlichen Leben f\u00fcr die ganze Kirche\u201c mit sich bringen kann, \u201edie auf den ersten Blick auch unbequem erscheinen mag\u201c, zeigt sich ein Kriterium der Echtheit in der \u201eDemut im Ertragen von Widerst\u00e4nden: Die rechte Beziehung zwischen einem echten Charisma, der Dimension des Neuen und dem inneren Leiden schafft einen dauernden historischen Zusammenhang zwischen dem Charisma und dem Kreuz\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[78]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Das Auftreten eventueller Spannungen verlangt von allen Seiten das \u00dcben einer gr\u00f6\u00dferen Liebe im Blick auf eine stets tiefere kirchliche Gemeinschaft und Einheit.<\/p>\n<p>g)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Vorhandensein von geistlichen Fr\u00fcchten<\/em>. Dazu geh\u00f6ren etwa Liebe, Freude, Friede, eine gewisse menschliche Reife (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Gal<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>5, 22); ein \u201enoch intensiveres Leben mit der Kirche\u201d<u><span style=\"color: #0066cc;\">[79]<\/span><\/u>, ein gr\u00f6\u00dferer Eifer f\u00fcr \u201edas H\u00f6ren und die Betrachtung des Wortes Gottes\u201d<u><span style=\"color: #0066cc;\">[80]<\/span><\/u>; die \u201eerneute Freude am Gebet, an der Kontemplation, am liturgischen und sakramentalen Leben; der Einsatz f\u00fcr das Aufbl\u00fchen von Berufungen zur christlichen Ehe, zum Priestertum, zum geweihten Leben\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[81]<\/span><\/u>.<\/p>\n<p>h)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Soziale Dimension der Evangelisierung<\/em>. Man muss anerkennen, dass das Kerygma dank des Impulses der Liebe \u201eeinen unausweichlich sozialen Inhalt\u201c besitzt: \u201eIm Mittelpunkt des Evangeliums selbst stehen das Gemeinschaftsleben und die Verpflichtung gegen\u00fcber den anderen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[82]<\/span><\/u>. Dieses Kriterium der Unterscheidung, das sich nicht allein auf Laienvereinigungen in der Kirche bezieht, unterstreicht die Notwendigkeit, \u201eeinen lebendigen Einsatz in der Teilnahme und Solidarit\u00e4t hervorzurufen, um in der Gesellschaft gerechtere und geschwisterlichere Lebensbedingungen zu schaffen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[83]<\/span><\/u>. Wichtig ist diesbez\u00fcglich \u201edie Motivation zur christlichen Pr\u00e4senz in den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und das Schaffen und Leiten von karitativen, kulturellen und geistigen Werken; der Geist der Entsagung und der Armut im Sinn des Evangeliums zugunsten einer hochherzigeren Liebe zu allen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[84]<\/span><\/u>. Entscheidend ist auch der Bezug zur kirchlichen Soziallehre<u><span style=\"color: #0066cc;\">[85]<\/span><\/u>. \u201eAus unserem Glauben an Christus, der arm geworden und den Armen und Ausgeschlossenen immer nahe ist, ergibt sich die Sorge um die ganzheitliche Entwicklung der am st\u00e4rksten vernachl\u00e4ssigten Mitglieder der Gesellschaft\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[86]<\/span><\/u>, die in einer echten kirchlichen Gemeinschaft nicht fehlen darf.<\/p>\n<h3><strong>V. Die Kirchliche Praxis der Beziehung <\/strong><strong>zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben<\/strong><\/h3>\n<p>19.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es ist notwendig, in diesem letzten Abschnitt einige Aspekte der konkreten kirchlichen Praxis zu er\u00f6rtern, und zwar im Blick auf die Beziehung zwischen den hierarchischen und jenen charismatischen Gaben, aus denen charismatische Vereinigungen innerhalb der kirchlichen Gemeinschaft entstanden sind.<\/p>\n<h4><em>Gegenseitige Beziehung<\/em><\/h4>\n<p>20.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In erster Linie erfordert die Praxis einer guten Beziehung zwischen den verschiedenen Gaben in der Kirche, dass sich die Charismen wirklich in das pastorale Leben der Teilkirchen einf\u00fcgen. Das beinhaltet vor allem, dass die verschiedenen Vereinigungen die Autorit\u00e4t der Hirten der Kirche als wesentlichen Bestandteil des christlichen Lebens anerkennen und aufrichtig danach verlangen, anerkannt, angenommen und eventuell auch gereinigt zu werden, um sich in den Dienst der kirchlichen Sendung zu stellen. Auf der anderen Seite m\u00fcssen jene, die mit hierarchischen Gaben ausgestattet sind, bei der Unterscheidung und Begleitung der Charismen jene Gaben in herzlicher Offenheit annehmen, die der Geist innerhalb der kirchlichen Gemeinschaft erweckt, in der Seelsorge ihnen Rechnung tragen und ihren Beitrag als echten Reichtum f\u00fcr das Wohl aller sch\u00e4tzen.<\/p>\n<h4><em>Charismatische Gaben in der Gesamt- und Teilkirche<\/em><\/h4>\n<p>21.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In Bezug auf die Verbreitung und Besonderheit der charismatischen Gruppierungen ist die notwendige konstitutive Beziehung zwischen Gesamtkirche und Teilkirchen zu ber\u00fccksichtigen. In diesem Zusammenhang muss betont werden, dass die Kirche Christi, wie wir sie im Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen, \u201edie Gesamtkirche\u201c ist, \u201edas hei\u00dft die universale Gemeinschaft der J\u00fcnger des Herrn, die gegenw\u00e4rtig und wirksam wird in der konkreten Besonderheit und Verschiedenheit der Personen, Gruppen, Zeiten und Orte\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[87]<\/span><\/u>. Die Dimension des Partikularen geh\u00f6rt innerlich zur Dimension des Universalen und umgekehrt; zwischen den Teilkirchen und der Gesamtkirche besteht n\u00e4mlich eine Beziehung \u201egegenseitiger Innerlichkeit\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[88]<\/span><\/u>. Die hierarchischen Gaben, die dem Nachfolger Petri eigen sind, werden in diesem Zusammenhang so ausge\u00fcbt, dass dieser das Anwesend-Sein der Gesamtkirche in den Lokalkirchen garantiert und f\u00f6rdert, wie auch das apostolische Amt der einzelnen Bisch\u00f6fe nicht auf die eigene Di\u00f6zese beschr\u00e4nkt bleibt, sondern \u2013 auch durch die affektive und effektive Kollegialit\u00e4t und vor allem durch die Gemeinschaft mit jenem Zentrum der Einheit der Kirche, das der Papst darstellt, \u2013 auf die ganze Kirche zur\u00fcckzuflie\u00dfen bestimmt ist. Der Papst ist n\u00e4mlich \u201eals Nachfolger Petri das immerw\u00e4hrende, sichtbare Prinzip und Fundament f\u00fcr die Einheit der Vielheit von Bisch\u00f6fen und Gl\u00e4ubigen. Die Einzelbisch\u00f6fe hinwiederum sind sichtbares Prinzip und Fundament der Einheit in ihren Teilkirchen, die nach dem Bild der Gesamtkirche gestaltet sind. In ihnen und aus ihnen besteht die eine und einzige katholische Kirche\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[89]<\/span><\/u>. Das bedeutet, dass in jeder Teilkirche \u201edie eine, heilige, katholische und apostolische Kirche wahrhaft wirkt und gegenw\u00e4rtig ist\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[90]<\/span><\/u>. Deshalb ist der Bezug zur Vollmacht des Nachfolgers Petri \u2013 die Gemeinschaft<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>cum Petro et sub Petro<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>\u2013 konstitutiv f\u00fcr jede Lokalkirche<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[91]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>.<\/p>\n<p>Auf diese Weise sind die Fundamente gelegt, um hierarchische und charismatische Gaben innerhalb des Verh\u00e4ltnisses von Gesamtkirche und Teilkirchen miteinander in Beziehung zu bringen. Denn einerseits sind die charismatischen Gaben der ganzen Kirche anvertraut; andererseits kann sich die Dynamik dieser Gaben nur im Dienst einer konkreten Di\u00f6zese verwirklichen, die ein \u201eTeil des Gottesvolkes\u201c ist, \u201eder dem Bischof in Zusammenarbeit mit dem Presbyterium zu weiden anvertraut wird\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[92]<\/span><\/u>. In diesem Zusammenhang kann es n\u00fctzlich sein, an den Schatz des geweihten Lebens zu erinnern; dieser Schatz ist n\u00e4mlich dem Leben der Ortskirche nicht fremd oder davon unabh\u00e4ngig, sondern stellt eine besondere, durch die Radikalit\u00e4t des Evangeliums gepr\u00e4gte Weise dar, im Inneren der Ortskirche mit seinen spezifischen Gaben gegenw\u00e4rtig zu sein. Die traditionelle Einrichtung der \u201eExemtion\u201c nicht weniger Institute des geweihten Lebens<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[93]<\/span><\/u><\/sup><\/sup><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>bedeutet nicht eine abstrakte \u00dcber\u00f6rtlichkeit oder eine falsch verstandene Autonomie, sondern eine tiefere Wechselwirkung zwischen der universalen und der partikularen Dimension der Kirche<u><span style=\"color: #0066cc;\">[94]<\/span><\/u>. In analoger Weise d\u00fcrfen sich die neuen charismatischen Gemeinschaften, die eine \u00fcberdi\u00f6zesane Ausrichtung haben, nicht v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von der Teilkirche verstehen; sie m\u00fcssen diese vielmehr bereichern und ihr kraft der eigenen Besonderheiten, die \u00fcber die Grenzen einer einzelnen Di\u00f6zese hinaus geteilt werden, dienen.<\/p>\n<h4><em>Charismatische Gaben und Lebensst\u00e4nde der Gl\u00e4ubigen<\/em><\/h4>\n<p>22.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die charismatischen Gaben, die vom Heiligen Geist verliehen werden, k\u00f6nnen mit dem ganzen Gef\u00fcge der kirchlichen Gemeinschaft \u2013 sowohl im Blick auf die Sakramente wie auch auf das Wort Gottes \u2013 in Beziehung treten. Entsprechend ihrer verschiedenen Besonderheiten k\u00f6nnen sie bei der Erf\u00fcllung der Aufgaben, die der Taufe, der Firmung, der Ehe und dem Weihesakrament entspringen, zu gr\u00f6\u00dferer Fruchtbarkeit beitragen und auch ein tieferes geistliches Verst\u00e4ndnis der apostolischen \u00dcberlieferung erm\u00f6glichen, das \u2013 abgesehen vom Nachsinnen und Studium sowie von der Verk\u00fcndigung derer, die das sichere Charisma der Wahrheit empfangen haben<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[95]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>, \u2013 auch w\u00e4chst \u201edurch innere Einsicht, die aus geistlicher Erfahrung stammt\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[96]<\/span><\/u>. In diesem Zusammenhang ist es n\u00fctzlich, die wesentlichen Fragen bez\u00fcglich des Verh\u00e4ltnisses zwischen den charismatischen Gaben und den verschiedenen Lebensst\u00e4nden zu erw\u00e4hnen. Dabei ist besonders auf die Beziehung zum gemeinsamen Priestertum des Volkes Gottes und zum hierarchischen Priestertum zu verweisen, \u201edie sich zwar dem Wesen und nicht blo\u00df dem Grade nach\u201c unterscheiden, aber dennoch \u201eeinander zugeordnet\u201c sind: \u201edas eine wie das andere n\u00e4mlich nimmt je auf besondere Weise am Priestertum Christi teil\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[97]<\/span><\/u>. Denn es handelt sich um \u201ezwei Formen der Teilhabe an dem einen Priestertum Christi, in dem zwei Dimensionen vorhanden sind, die sich im h\u00f6chsten Akt des Kreuzesopfers verbinden\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[98]<\/span><\/u>.<\/p>\n<p>a) Zuerst ist der Wert der verschiedenen Charismen anzuerkennen, die kirchliche Vereinigungen unter allen Gl\u00e4ubigen begr\u00fcnden und dazu beitragen, die sakramentale Gnade unter der Leitung der rechtm\u00e4\u00dfigen Hirten fruchtbar zu machen. Sie erm\u00f6glichen auf authentische Weise, die eigene christliche Berufung zu leben und zu entfalten<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[99]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Diese charismatischen Gaben helfen den Gl\u00e4ubigen, im Alltag das gemeinsame Priestertum des Gottesvolkes zu leben: \u201eSo sollen alle J\u00fcnger Christi ausharren im Gebet und gemeinsam Gott loben (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Apg<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>2, 42-47) und sich als lebendige, heilige, Gott wohlgef\u00e4llige Opfergabe darbringen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>R\u00f6m<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 1); \u00fcberall auf Erden sollen sie f\u00fcr Christus Zeugnis geben und allen, die es fordern, Rechenschaft ablegen von der Hoffnung auf das ewige Leben, die in ihnen ist (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Petr<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>3, 15)\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[100]<\/span><\/u>. Auf derselben Linie befinden sich auch die kirchlichen Vereinigungen, die besonders f\u00fcr das christliche Leben in der Ehe von Bedeutung sind und \u201eden Jugendlichen und den Eheleuten selbst, besonders den Jungverheirateten, durch Rat und Tat beistehen und helfen, sie zu einem Familienleben hinzuf\u00fchren, das seiner gesellschaftlichen und apostolischen Aufgabe gerecht wird\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[101]<\/span><\/u>.<\/p>\n<p>b) Auch geweihte Amtstr\u00e4ger k\u00f6nnen in der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer charismatischen Gemeinschaft einen Aufruf entdecken, den Sinn der eigenen Taufe, durch die sie Kinder Gottes geworden sind, und auch ihre spezifische Berufung und Sendung zu vertiefen. Ein Gl\u00e4ubiger, der das Weihsakrament empfangen hat, kann in einer bestimmten kirchlichen Vereinigung Kraft und Hilfe finden, um seinen besonderen Dienst sowohl in Bezug auf das Gottesvolk und vor allem die ihm anvertraute Gemeinde als auch im Blick auf den aufrichtigen Gehorsam, den er dem eigenen Bischof schuldet, bis auf den Grund zu leben<u><span style=\"color: #0066cc;\">[102]<\/span><\/u>. \u00c4hnliches gilt auch f\u00fcr die Priesteramtskandidaten, die von einer bestimmten kirchlichen Vereinigung herkommen, wie das nachsynodale Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Pastores dabo vobis<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>in Erinnerung ruft: Eine solche geistliche Verwurzelung muss sich in der echten F\u00fcgsamkeit bei der eigenen spezifischen Ausbildung ausdr\u00fccken, die gewiss den Reichtum des entsprechenden Charismas aufnehmen kann<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[103]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Die seelsorgliche Hilfe, die der Priester der kirchlichen Vereinigung gem\u00e4\u00df den Merkmalen der Bewegung selbst anbieten kann, bedarf immer der Einhaltung der in der kirchlichen Gemeinschaft f\u00fcr das Weiheamt vorgesehenen Ordnung in Bezug auf die Inkardination<u><span style=\"color: #0066cc;\">[104]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>und den Gehorsam, der dem eigenen Ordinarius geschuldet ist<u><span style=\"color: #0066cc;\">[105]<\/span><\/u>.<\/p>\n<p>c) Der Beitrag einer charismatischen Gabe f\u00fcr das Taufpriestertum sowie f\u00fcr das Priestertum des Dienstes zeigt sich beispielhaft im geweihten Leben, das an sich eine charismatische Gabe der Kirche darstellt<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[106]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Dieses Charisma, das durch das Versprechen der evangelischen R\u00e4te \u201edie besondere Gleichf\u00f6rmigkeit mit dem keuschen, armen und gehorsamen Christus\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[107]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>in einer dauerhaften Lebensform<u><span style=\"color: #0066cc;\">[108]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>bewirkt, wird verliehen, um \u201ereichere Frucht aus der Taufgnade empfangen zu k\u00f6nnen\u201c<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[109]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Die Spiritualit\u00e4t der Institute des geweihten Lebens kann f\u00fcr die christgl\u00e4ubigen Laien wie auch f\u00fcr die Priester ein kostbarer Reichtum werden, um die eigene Berufung zu leben. Zudem k\u00f6nnen Mitglieder von Instituten des geweihten Lebens, die Zustimmung ihrer Oberen vorausgesetzt<u><span style=\"color: #0066cc;\">[110]<\/span><\/u>, in der Verbundenheit mit neuen Vereinigungen nicht selten eine wichtige St\u00fctze finden, um die eigene spezifische Berufung zu leben und ihrerseits ein \u201efrohes, treues und charismatisches Zeugnis des geweihten Lebens\u201c zu geben, das so \u201eeine gegenseitige Bereicherung\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[111]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>bewirken kann.<\/p>\n<p>d) Schlie\u00dflich ist es von Bedeutung, dass der Geist der evangelischen R\u00e4te vom Lehramt jedem geweihten Amtstr\u00e4ger anempfohlen wird<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[112]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>. Auch der Z\u00f6libat, der von den Priestern in der ehrw\u00fcrdigen lateinischen Tradition gefordert wird<u><span style=\"color: #0066cc;\">[113]<\/span><\/u>, steht deutlich auf der Linie der charismatischen Gaben. Er hat nicht in erster Linie funktionalen Charakter, sondern ist \u201eeine besondere Angleichung an den Lebensstil Christi selbst\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[114]<\/span><\/u>, in der sich die vollkommene Selbsthingabe in der durch das Weihesakrament verliehenen Sendung ausdr\u00fcckt<sup><sup><u><span style=\"color: #0066cc;\">[115]<\/span><\/u><\/sup><\/sup>.<\/p>\n<h4><em>Formen der kirchlichen Anerkennung<\/em><\/h4>\n<p>23.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das vorliegende Schreiben m\u00f6chte die theologische und ekklesiologische Stellung der neuen kirchlichen Vereinigungen ausgehend von der Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben kl\u00e4ren, um so die konkrete Suche nach den geeignetsten Wegen der kirchlichen Anerkennung dieser Vereinigungen zu f\u00f6rdern. Der geltende<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Codex des kanonischen Rechtes<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>kennt verschiedene rechtliche Formen der Anerkennung f\u00fcr neue kirchliche Gruppierungen, die aus charismatischen Gaben hervorgehen. Diese Formen sind sorgf\u00e4ltig in Betracht zu ziehen<u><span style=\"color: #0066cc;\">[116]<\/span><\/u>. Zu vermeiden sind dabei jene Wege, die Grundprinzipien des Rechtes oder Natur und Besonderheiten der verschiedenen charismatischen Gruppierungen nicht angemessen ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Im Blick auf die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben ist es notwendig, auf zwei Grundkriterien zu achten, die beide zusammen beachtet werden m\u00fcssen: a) Zum einen ist die charismatische Besonderheit der einzelnen kirchlichen Vereinigungen zu respektieren, die rechtliche Einengungen vermeiden hilft, welche die vom spezifischen Charisma gebrachte Neuheit aufgeben w\u00fcrde. Die verschiedenen Charismen d\u00fcrfen n\u00e4mlich nicht blo\u00df als undifferenzierte Ressource im Innern der Kirche betrachtet werden. b) Zum anderen ist die grundlegende kirchliche Ordnung zu ber\u00fccksichtigen und die echte Einordnung der charismatischen Gaben in das Leben der Gesamt- und Teilkirche zu f\u00f6rdern. Dabei ist sicherzustellen, dass die charismatische Gruppierung sich nicht als Parallelgemeinschaft zum kirchlichen Leben auffasst, die nicht in einer geordneten Beziehung zu den hierarchischen Gnaden steht.<\/p>\n<h3><strong>Schluss<\/strong><\/h3>\n<p>24.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In der Erwartung der Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes verharrten die J\u00fcnger einm\u00fctig im Gebet, zusammen mit Maria, der Mutter Jesu (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Apg<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>1, 14). Sie hat die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gnaden, mit denen sie in \u00fcberflie\u00dfendem Ma\u00df von der Heiligsten Dreifaltigkeit beschenkt worden war, vor allem die Gnade der Gottesmutterschaft, in vollkommener Weise angenommen und fruchtbar gemacht. Wir alle k\u00f6nnen als S\u00f6hne und T\u00f6chter der Kirche ihre uneingeschr\u00e4nkte Verf\u00fcgbarkeit gegen\u00fcber dem Wirken des Heiligen Geistes bewundern, eine Verf\u00fcgbarkeit im Glauben, ohne Widerrede und in leuchtender Demut. Maria bezeugt so in F\u00fclle die gehorsame und treue Annahme einer jeden Gabe des Geistes. Zudem tr\u00e4gt sie, wie das Zweite Vatikanische Konzil lehrt, in ihrer m\u00fctterlichen Liebe \u201eSorge f\u00fcr die Br\u00fcder und Schwestern ihres Sohnes, die noch auf der Pilgerschaft sind und in Gefahren und Bedr\u00e4ngnissen weilen, bis sie zur seligen Heimat gelangen\u201c<u><span style=\"color: #0066cc;\">[117]<\/span><\/u>. Da sie sich \u201evom Heiligen Geist auf einem Weg des Glaubens zu einer Bestimmung des Dienstes und der Fruchtbarkeit f\u00fchren\u201c lie\u00df, richten auch wir heute \u201eunseren Blick auf sie, dass sie uns helfe, allen die Botschaft des Heils zu verk\u00fcnden, und dass alle neuen J\u00fcnger zu Verk\u00fcndern des Evangeliums werden<a name=\"_ftnref216\"><\/a><span style=\"color: #444444;\">\u201c<\/span><u><span style=\"color: #0066cc;\">[118]<\/span><\/u>. Aus diesem Grund wird Maria als Mutter der Kirche anerkannt. Wir wenden uns vertrauensvoll an sie, damit die Charismen, die vom Heiligen Geist im \u00dcberfluss verliehen werden, durch ihre wirksame Hilfe und ihre m\u00e4chtige F\u00fcrsprache von den Gl\u00e4ubigen bereitwillig angenommen und f\u00fcr das Leben und die Sendung der Kirche sowie f\u00fcr das Wohl der Welt fruchtbar gemacht werden.<\/p>\n<p><em>Papst Franziskus hat in der dem unterzeichneten Kardinalpr\u00e4fekten der Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre am 14. M\u00e4rz 2016 gew\u00e4hrten Audienz das vorliegende Schreiben, das in der Vollversammlung dieser Kongregation beschlossen worden war, approbiert und seine Ver\u00f6ffentlichung angeordnet.<\/em><\/p>\n<p>Gegeben in Rom, am Sitz der Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre, am 15. Mai 2016, Hochfest Pfingsten.<\/p>\n<p>Gerhard Card. M\u00fcller<br \/><em>Pr\u00e4fekt<\/em><\/p>\n<p>X Luis F. Ladaria, S.I.<br \/><em>Titularerzbischof von Thibica<br \/><\/em><em>Sekret\u00e4r<\/em><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<p id=\"fn-1\">[1] II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, Nr. 4.<a href=\"#fnref-1\">\u21a9<\/a><\/p>\n<p id=\"fn-2\">[2] Johannes Chrysostomus, Homilia de Pentecoste, II, 1: PG 50, 464.<a href=\"#fnref-2\">\u21a9<\/a><\/p>\n<p id=\"fn-3\">[3] Franziskus, Apostolisches Schreiben\u00a0Evangelii gaudium (24. November 2013), Nr. 49:\u00a0AAS\u00a0105 (2013), 1040.<a href=\"#fnref-3\">\u21a9<\/a><\/p>\n<p id=\"fn-4\">[4] Vgl.\u00a0ebd., Nr. 20-24: a.a.O., 1028-1029.<a href=\"#fnref-4\">\u21a9<\/a><\/p>\n<p id=\"fn-5\">[5] Vgl. ebd., Nr. 14:\u00a0a.a.O., 1025.<a href=\"#fnref-5\">\u21a9<\/a><\/p>\n<p id=\"fn-6\">[6] Ebd., Nr. 25:\u00a0a.a.O., 1030.<a href=\"#fnref-6\">\u21a9<\/a><\/p>\n<p id=\"fn-7\">[7] II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dekret Apostolicam actuositatem, Nr. 19.<a href=\"#fnref-7\">\u21a9<\/a><\/p>\n<p id=\"fn-8\">[8] Franziskus, Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, Nr. 14: AAS 105 (2013), 1026; vgl. Benedikt XVI., <a href=\"http:\/\/www.vatican.va\/holy_father\/benedict_xvi\/speeches\/2007\/may\/documents\/hf_ben-xvi_spe_20070513_conference-aparecida_ge.html\">Homilie w\u00e4hrend der Eucharistiefeier zur Er\u00f6ffnung der V. Generalversammlung der Bisch\u00f6fe von Lateinamerika und der Karibik im Heiligtum \u201eLa Aparecida\u201c (13. Mai 2007)<\/a>: AAS 99 (2007), 437.<a href=\"#fnref-8\">\u21a9<\/a><\/p>\n<div id=\"ftn9\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[9]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II.,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ansprache an die Mitglieder der kirchlichen Bewegungen und der neuen Gemeinschaften<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(30. Mai 1998), Nr. 7<em>: Insegnamenti di Giovanni Paolo II<\/em>, XXI,1 (1998), 1123.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn10\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[10]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em>, Nr. 6:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>a.a.O.<\/em>, 1122.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn11\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[11]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em>, Nr. 8:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>a.a.O.<\/em>, 1124.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn12\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[12]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>\u201eEs gibt verschiedene Gnadengaben (<em>char\u00edsmata<\/em>)\u201c (<em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 4); \u201ewir haben unterschiedliche Gaben (<em>char\u00edsmata<\/em>)\u201d (<em>R\u00f6m<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 6); \u201ejeder hat seine Gnadengabe (<em>ch\u00e1risma<\/em>) von Gott, der eine so, der andere so\u201d (<em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>7, 7).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn13\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[13]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>In der griechischen Sprache haben die beiden Worte (<em>ch\u00e1risma<\/em>,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>ch\u00e1ris<\/em>) dieselbe Wurzel.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn14\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[14]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Origenes,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>De principiis<\/em>, I, 3, 7:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>PG<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>11, 153: \u201eWas als Gabe des Geistes bezeichnet wird, wird durch den Sohn vermittelt und durch den Vater hervorgebracht\u201d.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn15\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[15]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Basilius von C\u00e4sarea,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Regulae fusius Tractae<\/em>, 7, 2:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>PG<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>31, 933-934.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn16\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[16]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>\u201eWer in Zungen redet, erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, baut die Gemeinde auf\u201d (<em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 4). Der Apostel verachtet die Gabe der Zungenrede nicht, die f\u00fcr die pers\u00f6nliche Gottesbeziehung im Gebet n\u00fctzlich sein kann, und er anerkennt sie als echtes Charisma, auch wenn sie nicht unmittelbar einen allgemeinen Nutzen hat: \u201eIch danke Gott, dass ich mehr als ihr alle in Zungen rede. Doch vor der Gemeinde will ich lieber f\u00fcnf Worte mit Verstand reden, um auch andere zu unterweisen, als zehntausend Worte in Zungen stammeln\u201c (<em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 18-19).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn17\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[17]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 28: \u201eSo hat Gott in der Kirche die einen als Apostel eingesetzt, die andern als Propheten, die dritten als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Wunder zu tun, sodann die Gaben, Krankheiten zu heilen, zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen Arten der Zungenrede\u201d.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn18\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[18]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Bei den gemeinschaftlichen Zusammenk\u00fcnften kann ein Zuviel an charismatischen Ausdrucksweisen Schaden anrichten und zu einer Atmosph\u00e4re der Rivalit\u00e4t, der Unordnung und der Verwirrung f\u00fchren. Die weniger mit Gaben ausgestatteten Christen k\u00f6nnten in die Gefahr kommen, einen Minderwertigkeitskomplex zu entwickeln (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 15-16), die gro\u00dfen Charismatiker k\u00f6nnten der Versuchung erliegen, hochm\u00fctige und verachtende Haltungen einzunehmen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 21).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn19\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[19]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Wenn es in der Versammlung niemanden gibt, der die geheimnisvollen Worte dessen, der in Zungen redet, auslegen kann, so gebietet Paulus zu schweigen. Wenn jemand solche Worte auslegen kann, gestattet der Apostel, dass zwei, h\u00f6chstens drei, in Zungen reden (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 27-28).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn20\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[20]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Paulus ist gegen unaufhaltbare prophetische Eingebungen und bekr\u00e4ftigt: \u201eDie \u00c4u\u00dferung prophetischer Eingebungen ist n\u00e4mlich dem Willen der Propheten unterworfen. Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens\u201c (<em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 32-33). Er schreibt weiter: \u201eWenn einer meint, Prophet zu sein oder geisterf\u00fcllt, soll er in dem, was ich euch schreibe, ein Gebot des Herrn erkennen. Wer das nicht anerkennt, wird nicht anerkannt\u201d (<em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 37-38). Er schlie\u00dft aber positiv und l\u00e4dt ein, nach der Prophetengabe zu streben und niemand daran zu hindern, in Zungen zu reden (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>14, 39).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn21\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[21]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Pius XII., Enzyklika<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mystici corporis<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(29. Juni 1943):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>35 (1943), 206-230.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn22\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[22]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 4, 7, 11, 12, 25, 30, 50; Dogmatische Konstitution<em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Dei Verbum,<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Nr. 8; Dekret<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Apostolicam actuositatem,<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Nr. 3, 4, 30; Dekret<em>Presbyterorum ordinis<\/em>, Nr. 4, 9.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn23\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[23]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Dass., Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 4.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn24\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[24]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em>, Nr. 12.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn25\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[25]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dekret<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Apostolicam actuositatem,<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Nr. 3: \u201eZum Vollzug dieses Apostolates schenkt der Heilige Geist, der ja durch den Dienst des Amtes und durch die Sakramente die Heiligung des Volkes Gottes bewirkt, den Gl\u00e4ubigen auch noch besondere Gaben (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 7); \u201aeinem jeden teilt er sie zu, wie er will\u2018 (<em>1<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Kor<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>12, 11), damit \u201aalle, wie ein jeder die Gnadengabe empfangen hat, mit dieser einander helfen\u2018 und so auch selbst \u201awie gute Verwalter der mannigfachen Gnade Gottes\u2018 seien (<em>1 Petr<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 10) zum Aufbau des ganzen Leibes in der Liebe (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Eph<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 16)\u201d<em>.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn26\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[26]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn27\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[27]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 12: \u201eDas Urteil \u00fcber ihre Echtheit und ihren geordneten Gebrauch steht bei jenen, die in der Kirche die Leitung haben und denen es in besonderer Weise zukommt, den Geist nicht auszul\u00f6schen, sondern alles zu pr\u00fcfen und das Gute zu behalten (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>1 Thess<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>5, 12. 19-21)\u201c. Auch wenn sich dies unmittelbar auf die Unterscheidung der au\u00dferordentlichen Gaben bezieht, gilt das Gesagte analog f\u00fcr jedes Charisma ganz allgemein.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn28\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[28]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. zum Beispiel Paul VI., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii nuntiandi<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(8. Dezember 1975), Nr. 58:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>68 (1976), 46-49; Kongregation f\u00fcr die Ordensleute und f\u00fcr die S\u00e4kularinstitute \u2013 Kongregation f\u00fcr die bisch\u00f6fe, Leitlinien<em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Mutuae relationes<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>(14. Mai 1978)<em>: AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>70 (1978), 473-506; Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christifideles laici<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(30. Dezember 1988):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>81 (1989), 393-521; Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Vita consecrata<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>(25. M\u00e4rz 1996):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>88 (1996), 377-486.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn29\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[29]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Bezeichnend ist die Aussage im oben erw\u00e4hnten interdikasteriellen Dokument<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mutuae relationes<\/em>, in dem in Erinnerung gerufen wird: \u201eEs w\u00e4re ein schwerer Irrtum, das Ordensleben und die kirchlichen Strukturen voneinander unabh\u00e4ngig zu machen \u2013 noch viel schwerer w\u00e4re der Irrtum, wollte man das eine dem anderen entgegensetzen \u2013, so als ob es zwei Kirchen g\u00e4be: eine charismatische und eine institutionelle. Vielmehr bilden beide Aspekte, die Geistesgaben und die kirchlichen Strukturen, eine einzige, wenn auch komplexe Wirklichkeit\u201c (Nr. 34).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn30\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[30]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II.,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Botschaft an die Teilnehmer des Weltkongresses der kirchlichen Bewegungen<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(27. Mai 1998), Nr. 5:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Insegnamenti di Giovanni Paolo II<\/em>, XXI, 1 (1998), 1065; vgl. Ders.,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Botschaft an die kirchlichen Bewegungen beim Zweiten Internationalen Kolloquium<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>(2. M\u00e4rz 1987):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Insegnamenti di Giovanni Paolo II<\/em>, X,1 (1987), 476-479.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn31\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[31]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Benedikt XVI.,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ansprache an die Mitglieder der kirchlichen Bewegung \u201eComunione e Liberazione\u201d<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(24. M\u00e4rz 2007):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Insegnamenti di Benedetto XVI<\/em>, III, 1 (2007), 558.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn32\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[32]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>\u201eDas gemeinsame Unterwegssein in der Kirche unter der F\u00fchrung der Hirten, die ein spezielles Charisma und Amt haben, ist ein Zeichen f\u00fcr das Wirken des Heiligen Geistes; die Kirchlichkeit ist ein grunds\u00e4tzliches Merkmal f\u00fcr jeden Christen, f\u00fcr jede Gemeinschaft, f\u00fcr jede Bewegung\u201c: Franziskus,<em>Homilie an Pfingsten<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(19. Mai 2013):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Insegnamenti di Francesco<\/em>, I, 1 (2013), 208.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn33\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[33]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Ders.,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Generalaudienz<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(1. Oktober 2014):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>L\u2019Osservatore Romano<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(2. Oktober 2014), 8.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn34\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[34]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Joh<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>7, 39; 14, 26; 15, 26; 20, 22.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn35\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[35]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Kongregation F\u00fcr Die Glaubenslehre<em>,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Erkl\u00e4rung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Dominus Iesus<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>(6. August 2000), Nr. 9-12:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>92 (2000), 749-754.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn36\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[36]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Iren\u00e4us von lyon,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Adversus haereses<\/em>, IV, 7, 4:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>PG<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>7, 992-993; V, 1, 3:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>PG<\/em>7, 1123; V, 6, 1:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>PG<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>7, 1137; V, 28, 4:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>PG<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>7, 1200.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn37\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[37]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre<em>, Erkl\u00e4rung<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Dominus Iesus<\/em>, Nr. 12:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>92 (2000), 752-754.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn38\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[38]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Dominum et vivificantem<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(18. Mai 1986), Nr. 50:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>78 (1986), 869-870;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Katechismus der Katholischen Kirche<\/em>, Nr. 727-730.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn39\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[39]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Benedikt XVI., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Sacramentum caritatis<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(22. Februar 2007), Nr. 12:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>99 (2007), 114.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn40\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[40]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Katechismus der Katholischen Kirche<\/em>, Nr. 1104-1107.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn41\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[41]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II.,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ansprache an die Mitglieder der kirchlichen Bewegungen und der neuen Gemeinschaften<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(30. Mai 1998), Nr. 7:<em>Insegnamenti di Giovanni Paolo II<\/em>, XX,1 (1998), 1123.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn42\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[42]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Ephr\u00e4m der Syrer,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Hymnen \u00fcber den Glauben<\/em>, X, 12:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CSCO<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>154, 20.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn43\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[43]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Cyprian von Carthago,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>De oratione dominica<\/em>, 23:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>PL<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>4, 553; vgl. II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 4.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn44\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[44]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dekret<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Unitatis redintegratio<\/em>, Nr. 2.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn45\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[45]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre, Erkl\u00e4rung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Dominus Iesus<\/em>, Nr. 16:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>92 (2000), 757: \u201eDie F\u00fclle des Heilsmysteriums Christi (geh\u00f6rt) auch zur Kirche, die untrennbar mit ihrem Herrn verbunden ist\u201d.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn46\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[46]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Paul VI.,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Generalaudienz<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(8. Juni 1966):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Insegnamenti di Paolo VI<\/em>, IV (1966), 794.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn47\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[47]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 1.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn48\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[48]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>II. Ausserordentliche vollversammlung der Bischofssynode,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ecclesia sub Verbo mysteria Christi celebrans pro salute mundi. Relatio finalis<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(7. Dezember 1985), II, C, 1:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Enchiridion Vaticanum<\/em>, 9, 1800; vgl. Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre, Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Communionis notio<\/em>, Nr. 4-5:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>85 (1993), 839-841.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn49\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[49]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Benedikt XVI., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Verbum Domini<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(30. September 2010), Nr. 54:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>102 (2010), 733-734; Franziskus, Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii gaudium<\/em>, Nr. 174:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>105 (2013), 1092-1093.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn50\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[50]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Basilius von c\u00e4sarea,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>De Spiritu Sancto<\/em>, 26:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>PG<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>32, 181.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn51\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[51]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>John Henry Newman,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Sermons Bearing on Subjects of the Day<\/em>, London 1869, 132.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn52\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[52]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. die paradigmatische Feststellung von Johannes Paul II. f\u00fcr das geweihte Leben:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Generalaudienz<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(28. September 1994), Nr. 5:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Insegnamenti di Giovanni Paolo II,<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>XVII, 2 (1994), 404-405.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn53\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[53]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 7.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn54\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[54]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em>, Nr. 21.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn55\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[55]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn56\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[56]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn57\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[57]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Basilius von C\u00e4sarea,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>De Spiritu Sancto,<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>16, 38:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>PG<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>32, 137.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn58\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[58]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 28.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn59\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[59]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Dass., Dekret<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Presbyterorum ordinis<\/em>, Nr. 2.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn60\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[60]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Dass., Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 29.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn61\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[61]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em>, Nr. 12.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn62\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[62]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Gaudium et spes<\/em>, Nr. 4, 11.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn63\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[63]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christifideles laici<\/em>, Nr. 24:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em>81 (1989), 434.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn64\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[64]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>ebd<\/em>., Nr. 29:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>a.a.O.<\/em>, 443-446.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn65\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[65]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 12.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn66\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[66]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II.,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Generalaudienz<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(9. M\u00e4rz 1994),\u00a0 Nr. 6:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Insegnamenti di Giovanni Paolo II<\/em>, XVII, 1 (1994), 641.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn67\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[67]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Katechismus der Katholischen Kirche<\/em>, Nr. 799f.; Kongregation f\u00fcr die Ordensleute und f\u00fcr die S\u00e4kularinstitute \u2013 Kongregation f\u00fcr die Bisch\u00f6fe, Leitlinien<em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Mutuae relationes<\/em>, Nr. 51:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>70 (1978), 499-500; Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Vita consecrata<\/em>, Nr. 48:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>88 (1996), 421-422; Ders.,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Generalaudienz<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(24. Juni 1992), Nr. 6:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Insegnamenti di Giovanni Paolo II<\/em>, XV, 1 (1992), 1935-1936.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn68\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[68]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 39-42; Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<em>Christifideles laici,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Nr. 30:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>81 (1989), 446.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn69\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[69]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Franziskus, Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii gaudium<\/em>, Nr. 130:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>105 (2013), 1074.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn70\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[70]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christifideles laici,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Nr. 30:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em>81 (1989), 447; vgl. Paul VI., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii nuntiandi<\/em>,<em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Nr.<\/em>58: AAS 68 (1976), 49.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn71\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[71]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christifideles laici,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Nr. 30:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em>81 (1989), 446-447.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn72\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[72]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Franziskus,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Homilie an Pfingsten<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(19. Mai 2013):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Insegnamenti di Francesco<\/em>, I, 1 (2013), 208.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn73\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[73]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christifideles laici,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Nr. 30:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em>81 (1989), 447; vgl. Paul VI., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii nuntiandi<\/em>,<em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Nr.<\/em>58:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>68 (1976), 48.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn74\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[74]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christifideles laici,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Nr. 30:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em>81 (1989), 447.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn75\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[75]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em>:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>a.a.O<\/em>., 448.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn76\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[76]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>ebd.<\/em>:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>a.a.O<\/em>., 447.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn77\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[77]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Franziskus, Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii gaudium<\/em>, Nr. 130:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>105 (2013), 1074-1075.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn78\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[78]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Kongregation f\u00fcr die Ordensleute und f\u00fcr die S\u00e4kularinstitute \u2013 Kongregation f\u00fcr die Bisch\u00f6fe, Leitlinien<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mutuae relationes<\/em>, Nr. 12:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>70 (1978), 480-481; vgl. Johannes Paul II.,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ansprache an die Mitglieder der kirchlichen Bewegungen und der neuen Gemeinschaften<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(30. Mai 1998), Nr. 6:<em>Insegnamenti di Giovanni Paolo II<\/em>, XXI, 1 (1998), 1122.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn79\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[79]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Paul VI., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii nuntiandi<\/em>, Nr. 58:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>68 (1976), 48.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn80\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[80]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em>; vgl. Franziskus, Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii gaudium<\/em>, Nr. 174-175:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>105 (2013), 1092-1093.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn81\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[81]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christifideles laici,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Nr. 30:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em>81 (1989), 448.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn82\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[82]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Franziskus, Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii gaudium<\/em>, Nr. 177:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>105 (2013), 1094.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn83\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[83]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christifideles laici,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Nr. 30:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em>81 (1989), 448.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn84\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[84]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn85\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[85]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Franziskus, Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii gaudium<\/em>, Nr. 184, 221:<em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>105 (2013), 1097, 1110-1111.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn86\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[86]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em>, Nr. 186:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>a.a.O.<\/em>, 1098.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn87\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[87]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre, Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Communionis notio<\/em>, Nr. 7:<em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>85 (1993), 842.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn88\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[88]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.<\/em>, Nr. 9:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>a.a.O.<\/em>, 843.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn89\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[89]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution, Nr. 23.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn90\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[90]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Dass., Dekret<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christus Dominus<\/em>, Nr. 11.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn91\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[91]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>ebd.<\/em>, Nr. 2; Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre, Schreiben<em>Communionis notio<\/em>, Nr. 13-14, 16:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>85 (1993), 846-848.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn92\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[92]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dekret<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christus Dominus<\/em>, Nr. 11.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn93\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[93]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>ebd.<\/em>, Nr. 35;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CIC<\/em>, can. 591;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CCEO<\/em>, can. 412, \u00a7 2; Kongregation f\u00fcr die Ordensleute und f\u00fcr die S\u00e4kularinstitute \u2013 Kongregation f\u00fcr die Bisch\u00f6fe, \u00a0Leitlinien<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mutuae relationes<\/em>, Nr. 22:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>70 (1978), 487.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn94\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[94]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre, Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Communionis notio<\/em>, Nr. 15:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>85 (1993), 847.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn95\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[95]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Dei Verbum,<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Nr. 8;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Katechismus der Katholischen Kirche<\/em>, Nr. 888-892.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn96\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[96]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Dei Verbum,<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Nr. 8.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn97\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[97]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Dass., Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 10.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn98\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[98]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II. Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Pastores gregis<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(16. Oktober 2003), Nr. 10:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>96 (2004), 838.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn99\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[99]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. ders., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Christifideles laici,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em>Nr. 29:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>81 (1989), 443-446.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn100\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[100]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 10.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn101\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[101]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Dass., Pastoralkonstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Gaudium et spes<\/em>, Nr. 52; vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Familiaris consortio<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(22. November 1981), Nr. 72:<em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>74 (1982), 169-170.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn102\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[102]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Pastores dabo vobis<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(25. M\u00e4rz 1992), Nr. 68:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>84 (1992), 777.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn103\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[103]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>ebd.<\/em>, Nr. 31, 68:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>a.a.O.<\/em>, 708-709, 775-777.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn104\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[104]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CIC<\/em>, can. 265;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CCEO<\/em>, can. 357, \u00a7 1.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn105\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[105]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CIC<\/em>, can. 273;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CCEO<\/em>, can. 370.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn106\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[106]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Kongregation f\u00fcr die Ordensleute und f\u00fcr die S\u00e4kularinstitute \u2013 Kongregation f\u00fcr die Bisch\u00f6fe, Leitlinien<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Mutuae relationes<\/em>, Nr. 19, 34:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>70 (1978), 485-486, 493.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn107\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[107]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Vita consecrata<\/em>, Nr. 31:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em>88 (1996), 404-405.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn108\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[108]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<em>Lumen gentium,<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Nr. 43.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn109\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[109]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Ebd.,<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Nr. 44; vgl. Dekret<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Perfectae caritatis<\/em>, Nr. 5; Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Vita consecrata<\/em>, Nr. 14, 30:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>88 (1996), 387-388, 403-404.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn110\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[110]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CIC<\/em>, can. 307, \u00a7 3;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CCEO<\/em>, can. 578, \u00a7 3.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn111\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[111]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>kongregation f\u00fcr die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens, Instruktion<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Neubeginn in Christus<\/em>(19. Mai 2002), Nr. 30:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Enchiridion Vaticanum<\/em>, 21, 472.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn112\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[112]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Pastores dabo vobis<\/em>, Nr. 27-30:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>84 (1992), 700-707.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn113\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[113]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Paul VI., Enzyklika<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Sacerdotalis caelibatus<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>(24. Juni 1967):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>59 (1967), 657-697.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn114\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[114]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Benedikt XVI., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Sacramentum caritatis<\/em>, Nr. 24:<em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>99 (2007), 124.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn115\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[115]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Pastores dabo vobis<\/em>, Nr. 29:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>84 (1992) 703-705; II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dekret <em>Presbyterorum ordinis<\/em>, Nr. 16.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn116\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[116]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Die einfachste rechtliche Form der Anerkennung von Gemeinschaften charismatischer Art ist bis heute jene der privaten Vereine von Gl\u00e4ubigen (vgl.<em>CIC<\/em>, cann. 321-326;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CCEO<\/em>, cann. 573, \u00a7 2-583). Aber es ist gut, auch die anderen rechtlichen Formen mit ihren spezifischen Besonderheiten zu ber\u00fccksichtigen, wie zum Beispiel die \u00f6ffentlichen Vereine von Gl\u00e4ubigen (vgl.<em>CIC<\/em>, cann. 312-320;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CCEO<\/em>, cann. 573, \u00a7 1-583), die klerikalen Vereine von Gl\u00e4ubigen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CIC<\/em>, can. 302), die Institute des geweihten Lebens (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CIC<\/em>, cann. 573-730;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CCEO<\/em>, cann. 410-571), die Gesellschaften des apostolischen Lebens (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CIC<\/em>, cann. 731-746;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CCEO<\/em>, can. 572) und die Personalpr\u00e4laturen (vgl.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>CIC<\/em>, cann. 294-297).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn117\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[117]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>II. \u00d6kumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Lumen gentium<\/em>, Nr. 62.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn118\">\n<p><u><span style=\"color: #0066cc;\">[118]<\/span><\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Franziskus, Apostolisches Schreiben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>Evangelii gaudium<\/em>, Nr. 287:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><em>AAS<\/em>105 (2013), 1136.<\/p>\n<h3>Weitere Hinweise und Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>Radio Vatikan Archiv: <a href=\"http:\/\/www.archivioradiovaticana.va\/storico\/2016\/06\/14\/vatikan_stellt_schreiben_%E2%80%9Eiuvenescit_ecclesia%E2%80%9D_vor\/de-1237097\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vatikan stellt Schreiben \u201eIuvenescit Ecclesia\u201d vor<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schreiben Iuvenescit Ecclesia&nbsp;der Glaubenskongregation an&nbsp;die Bisch\u00f6fe Hier sehen (YouTube) und lesen (Blog) Sie das gesamte Schreiben Iuvenescit Ecclesia&nbsp;an&nbsp;die Bisch\u00f6fe der katholischen Kirche&nbsp;\u00fcber die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben&nbsp;im Leben und in der Sendung der Kirche. Pr\u00e4sentationsvideo in italienischer Sprache: Erkl\u00e4rungsvideo in deutscher Sprache:<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7696,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[190,266,229,224,228],"class_list":["post-7211","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kirche","tag-apostolizitaet","tag-diakon","tag-gnade","tag-heiligkeit-gottes","tag-pfingsten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7211","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7211"}],"version-history":[{"count":49,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7211\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38922,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7211\/revisions\/38922"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7696"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7211"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7211"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7211"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}