{"id":597,"date":"2012-12-08T18:21:01","date_gmt":"2012-12-08T17:21:01","guid":{"rendered":"http:\/\/ifit.ch\/?p=597"},"modified":"2026-01-25T11:40:16","modified_gmt":"2026-01-25T10:40:16","slug":"maria-zeigt-uns-die-vollkommene-gemeinschaft-von-gott-und-mensch-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=597","title":{"rendered":"Maria zeigt uns die vollkommene Gemeinschaft von Gott und Mensch"},"content":{"rendered":"<h2>Angelus und Besuch der Mariens\u00e4ule von Benedikt XVI. am 8. Dez. 2012<\/h2>\n<p>In Maria, der Muttergottes, \u00f6ffnet sich die Menschheit Gott. Das betonte der Papst beim Angelus am Samstag, 8. Dezember 2012,\u00a0zum Hochfest der ohne Erbs\u00fcnde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Am Nachmittag besuchte der Papst die Mariens\u00e4ule, was zu einem festen Ritual geworden sei. Der Besuch des Papstes an der Mariens\u00e4ule in Rom, immer am 8. Dezember. Papst Pius IX. hatte sie errichten lassen, seit Papst Pius XII. ist sie Ort einer j\u00e4hrlichen Papstandacht. So auch in diesem Jahr. Man f\u00fchle sich hier besonders einig im Glauben, so Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache, R\u00f6mer, Pilger und Touristen k\u00e4men im Glauben zusammen.<!--more--><\/p>\n<h1>Angelus zum Hochfest der ohne Erbs\u00fcnde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria<\/h1>\n<p>Zum Angelus ging Papst Benedikt XVI. auf die Bedeutung Mariens f\u00fcr den Glauben ein. \u201eZum aktuellen \u201aJahr des Glaubens\u2019 m\u00f6chte ich betonen, dass Maria aufgrund der Gnade Gottes ohne Erbs\u00fcnde empfangen wurde \u2013 aber auch, weil Gott in ihr und ihrem Glauben absolute Bereitschaft und Unterst\u00fctzung gefunden hat\u201c, so Papst Benedikt XVI. w\u00f6rtlich in seiner italienischen Ansprache auf dem Petersplatz. Das strahlende Licht der Jungfrau Maria helfe auch, den wahren Sinn der Erbs\u00fcnde zu begreifen:<br \/>\n\u201eMaria zeigt uns die vollkommene Gemeinschaft von Gott und Mensch. Zwischen ihr und Gott herrscht die absolute Einheit. Durch die S\u00fcnde wird der Mensch von dieser Einheit mit Gott getrennt. Maria aber ist frei von jeder S\u00fcnde, sie ist erf\u00fcllt von Gottes Gnade und seiner Liebe\u201c, so Benedikt w\u00f6rtlich.<br \/>\nDarin zeige sich, dass man auf den Glauben bauen k\u00f6nne, das B\u00fcndnis mit Gott rei\u00dfe nicht. In Maria habe Gott einen heiligen Ursprung geschaffen, aus dem Jesus Christus, der Retter hervorgehen konnte. So zeige die ohne Erbs\u00fcnde empfangene Jungfrau Maria, dass die Treue Gottes den wahren und guten Glauben schaffe.<br \/>\nAm Nachmittag wird Benedikt XVI. traditioneller Weise zum Hochfest an der Mariens\u00e4ule bei der \u201ePiazza di Spagna\u201c in Rom beten. Zu den deutschsprachigen Pilgern sagte der Papst:<br \/>\n\u201eDer Herr offenbart uns in Maria, dass er in seinem g\u00f6ttlichen Wirken auf die Mitarbeit seiner Gesch\u00f6pfe z\u00e4hlt. Maria ist bereit, ihren Teil zur Menschwerdung des Gottessohns beizutragen. \u201aMir geschehe, wie du es gesagt hast\u2019 (Lk 1,38), antwortet sie, als der Engel ihr den Willen Gottes verk\u00fcndet. Dieser Wille \u00fcbersteigt die Kraft eines Menschen. Wir k\u00f6nnen ihm nur folgen, wenn wir uns im Glauben Gott anvertrauen, uns durch die sch\u00f6pferische Kraft seiner Liebe umwandeln lassen zu neuen Menschen. Die selige Jungfrau Maria soll uns ein Vorbild sein und F\u00fcrsprecherin, damit wir den Willen Gottes in unserem Leben erkennen und danach handeln. Euch und euren Familien w\u00fcnsche ich einen gesegneten Feiertag!\u201c<\/p>\n<h1>Benedikt XVI. bei der Papstandacht an der Mariens\u00e4ule in Rom<\/h1>\n<p>In Seiner Ansprache hob Benedikt XVI. drei Aspekte hervor, die aus dem Evangelium des Tages \u2013 der Verk\u00fcndigung durch den Erzengel \u2013 den Tag pr\u00e4gten. Da sei zum einen die gro\u00dfe Stille, in die der Moment der Verk\u00fcndigung, in dem Gott Mensch wird und das Schicksal der Menschheit entscheidet, geh\u00fcllt sei:<br \/>\n\u201eDie Begegnung des g\u00f6ttlichen Boten und der Unbefleckten Jungfrau vollzieht sich v\u00f6llig unbeobachtet: niemand wei\u00df davon, niemand spricht dar\u00fcber. Es ist ein Ereignis, das \u2013 w\u00fcrde es in unserer Zeit geschehen \u2013 keine Spur in Zeitungen und Zeitschriften hinterlassen w\u00fcrde, weil es ein Geheimnis ist, das sich in Stille vollzieht. Was wirklich gro\u00df ist, geschieht h\u00e4ufig unbeobachtet, die stille Lautlosigkeit erweist sich fruchtbarer als die frenetische Aufregung, die unsere St\u00e4dte kennzeichnet und die es \u2013 im Verh\u00e4ltnis zu heute nat\u00fcrlich anders \u2013 schon damals in wichtigen St\u00e4dten wie Jerusalem gab. Dieser Aktivismus, der uns unf\u00e4hig macht, innezuhalten, ruhig zu sein, die Stille zu h\u00f6ren, in der der Herr seine unaufdringliche Stimme h\u00f6ren l\u00e4sst.\u201d<br \/>\nImmer wieder greift der Papst dieses Thema auf, so zum Beispiel bei der Ansprache 2009 zu ebendieser Gelegenheit, oder auch zur Botschaft zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel in diesem Jahr: Es braucht Stille, denn Stille ist auch eine Form der Kommunikation. Unsere Medienwelt und \u00d6ffentlichkeit k\u00f6nne diese Stille aber nicht ertragen. In diesem H\u00f6ren auf Gott in Stille zeige sich f\u00fcr die Glaubenden heute auch das Geheimnis des Hochfestes, f\u00fcgte der Papst an:<br \/>\n\u201eMaria war am Tag, als sie die Verk\u00fcndigung des Engels empfing, ganz gesammelt und zugleich offen f\u00fcr das H\u00f6ren Gottes. In ihr gibt es kein Hindernis, keine Abschirmung, nichts, das sie von Gott trennt. Das ist die Bedeutung ihres Seins ohne die Erbs\u00fcnde: ihr Verh\u00e4ltnis zu Gott ist frei von jedem noch so kleinen Makel; es gibt keine Trennung, es gibt keinen Schatten von Egoismus, sondern einen perfekten Einklang: ihr kleines menschliches Herz ist perfekt im gro\u00dfen Herz Gottes \u201azentriert\u2019. So erinnert die Zusammenkunft hier an der Mariens\u00e4ule im Zentrum Roms uns vor allem daran, liebe Br\u00fcder und Schwestern, dass sich die Stimme Gottes im Get\u00f6se und in der Aufregung nicht vernehmen l\u00e4sst; sein Muster in unserem pers\u00f6nlichen und sozialen Leben nimmt man nicht wahr, wenn man an der Oberfl\u00e4che bleibt, sondern indem man zu einer tieferen Ebene vordringt, wo die wirkenden Kr\u00e4fte keine wirtschaftlichen und politischen, sondern moralische und spirituelle Kr\u00e4fte sind.\u201d<br \/>\nDaran schlie\u00dft sich der zweite Aspekt der \u00dcberlegungen des Papstes direkt an: Die Rettung der Welt ist nicht Werk des Menschen, also der Wissenschaft und Technik oder gar der Ideologie. Sie sei Werk der Gnade: \u201eWas bedeutet dieses Wort? Gnade hei\u00dft Liebe in ihrer Reinheit und Sch\u00f6nheit, es ist Gott selbst, der sich gezeigt hat, wie es in der biblischen Heilsgeschichte erz\u00e4hlt wird, und vollst\u00e4ndig mit Jesus Christus. Maria wird \u201eVoll der Gnade\u201c (Lk 1,28) genannt; mit dieser ihrer Identit\u00e4t erinnert sie uns an den Vorrang Gottes in unserem Leben und in der Geschichte der Welt, erinnert uns daran, dass die Macht der g\u00f6ttlichen Liebe st\u00e4rker als das B\u00f6se ist und dass sie die Leere ausf\u00fcllen kann, die der Egoismus im Leben der Personen, Familien, Nationen und in der Welt entstehen l\u00e4sst. Diese leeren Stellen k\u00f6nnen zum Inferno werden, wo das menschliche Leben wie in die Tiefe und zum Nichts gezogen wird und wo es seinen Sinn und sein Licht verliert.\u201d<br \/>\nEs gebe \u201efalsche Heilmittel\u201c, die uns die Welt anbiete, um die Leere auszuf\u00fcllen, der Papst nannte beispielhaft Drogen. Diese w\u00fcrden den \u201eSchlund\u201c in das Nichts aber nur vergr\u00f6\u00dfern. \u201eNur die Liebe kann vor diesem Fall bewahren, aber nicht irgendeine Liebe: eine Liebe, die in sich die Reinheit der Gnade tr\u00e4gt \u2013 der Gnade Gottes, die ver\u00e4ndert und erneuert \u2013 und die so neuen Sauerstoff in die vergifteten Lungen einl\u00e4sst, saubere Luft, neue Lebensenergie. Maria sagt uns: so tief der Mensch auch fallen kann, es ist nie zu tief f\u00fcr Gott, der bis in die Unterwelt gestiegen ist; so sehr unser Herz auch irregef\u00fchrt ist, Gott ist immer \u201egr\u00f6\u00dfer als unser Herz\u201c (1 Joh 3,20). Der sanfte Hauch der Gnade kann die dunkelsten Wolken zerstreuen und kann das Leben auch in den unmenschlichsten Situationen sch\u00f6n und bedeutungsvoll machen.\u201d<br \/>\nDiese Gewissheit der Gnade brachte Papst Benedikt zu seinem dritten Punkt: Der authentischen Freude. \u201eDie S\u00fcnde tr\u00e4gt eine negative Traurigkeit mit sich, die dazu f\u00fchrt, sich in sich selbst abzuschlie\u00dfen. Die Gnade f\u00fchrt zu wahrer Freude, die nicht vom Besitz der Dinge abh\u00e4ngt, sondern die im pers\u00f6nlichsten und tiefsten Bereich der Person gr\u00fcndet, und die nichts und niemand wegnehmen kann. Das Christentum ist wesentlich ein \u201eEvangelium\u201c, eine \u201eFrohe Botschaft\u201c, w\u00e4hrend andere denken, es sei ein Hindernis der Freude, weil sie darin ein System an Verboten und Regeln sehen. In Wirklichkeit ist das Christentum die Verk\u00fcndigung des Sieges der Gnade \u00fcber die S\u00fcnde, des Lebens \u00fcber den Tod.\u201d<br \/>\nMan m\u00fcsse lernen, \u201aNein\u2019 zum Egoismus und \u201aJa\u2019 zur authentischen Liebe zu sagen. Das k\u00f6nne Entbehrungen und die Notwendigkeit einer inneren Disziplin mit sich bringen, aber nur, weil es im Menschen eine \u201eGiftige Wurzel des Egoismus\u201c gebe, die uns und anderen schade. \u201eIn dieser Adventszeit lehrt uns die unbefleckte Maria, die Stimme Gottes zu h\u00f6ren, der in der Stille spricht; seine Gnade zu empfangen, die uns von den S\u00fcnden und von jedem Egoismus befreit, um auf diese Weise die wahre Freude zu genie\u00dfen. Maria, voll der Gnade, bete f\u00fcr uns!\u201c<\/p>\n<h3>Weitere Hinweise und Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>Audio (MP3): Andacht an der Mariens\u00e4ule vom 8. Dezember 2012<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-597-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-08-Andacht-an-der-Mariensaeule.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-08-Andacht-an-der-Mariensaeule.mp3\">https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-08-Andacht-an-der-Mariensaeule.mp3<\/a><\/audio><\/li>\n<li>Audio (MP3): <a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-08-Angelus-Maria-unbeflekte-Empf\u00e4ngnis.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Angelus Maria unbeflekte Empf\u00e4ngnis<\/a><\/li>\n<li>Originaltext (Link vergriffen): Angelus Maria unbefleckte Empf\u00e4ngnis, Radio Vatikan,\u00a0Artikel 645825<\/li>\n<li>Originaltext (Link vergriffen): Andacht an der Mariens\u00e4ule, Radio Vatikan, Artikel 645868<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angelus und Besuch der Mariens\u00e4ule von Benedikt XVI. am 8. Dez. 2012 In Maria, der Muttergottes, \u00f6ffnet sich die Menschheit Gott. Das betonte der Papst beim Angelus am Samstag, 8. Dezember 2012,\u00a0zum Hochfest der ohne Erbs\u00fcnde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Am Nachmittag besuchte der Papst die Mariens\u00e4ule, was zu einem festen Ritual geworden sei. &hellip; <a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/?p=597\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Maria zeigt uns die vollkommene Gemeinschaft von Gott und Mensch<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[450,285,287],"tags":[67,229,280,371,103,31,233,167],"class_list":["post-597","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-katholische-kirche","category-lehramt","category-theologie","tag-advent","tag-gnade","tag-gott-sohn-jesus-christus","tag-gottesmutter-maria","tag-jahr-des-glaubens","tag-liebe","tag-person","tag-suende"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=597"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/597\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38026,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/597\/revisions\/38026"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/website.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}