{"id":5839,"date":"2012-12-20T18:10:29","date_gmt":"2012-12-20T17:10:29","guid":{"rendered":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=5839"},"modified":"2026-04-12T17:36:39","modified_gmt":"2026-04-12T15:36:39","slug":"exerzitien-im-alltag-gemaess-ignatius-von-loyola","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=5839","title":{"rendered":"Exerzitien im Alltag gem\u00e4ss dem hl. Ignatius von Loyola"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Voraussetzungen und&nbsp;Motivation&nbsp;f\u00fcr Exerzitien im Alltag nach hl. Ignatius von Loyola<\/h2>\n\n\n\n<p>Schon Ignatius von Loyola sah, dass sich nicht jeder Zeit und Mittel f\u00fcr geschlossene 30t\u00e4gige Exerzitien hatte. Er war offenbar auf M\u00e4nner und Frauen gestossen, die durchaus die notwendigen Voraussetzungen und eine entsprechende Motivation mitbrachten, die sich aber nicht f\u00fcr geschlossene Exerzitien freimachen konnten. In der 19. Anmerkung des Exerzitienbuches (EB)&nbsp;skizziert er deshalb eine Weise, die Exerzitien in vollem Umfang zu machen:&nbsp;&#171;Wer von \u00f6ffentlichen Dingen oder angebrachten Angelegenheiten behindert wird, sei er gebildet oder begabt, der soll anderthalb Stunden nehmen, um sich zu \u00fcben. Man lege ihm dar, wozu der Mensch geschaffen ist. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Man kann ihm ebenfalls f\u00fcr die Dauer einer halben Stunde die besondere Erforschung und danach die allgemeine vorlegen und eine Weise, zu beichten und das Sakrament zu empfangen. Er soll drei Tage lang jeden Morgen eine halbe Stunde lang die Besinnung \u00fcber die erste, zweite und dritte S\u00fcnde (n. 45ff) halten;&nbsp; danach an weiteren drei Tagen zur gleichen Stunde die Besinnung \u00fcber die Aufeinanderfolge der S\u00fcnden (n. 55ff);&nbsp; danach halte er w\u00e4hrend dreier weiterer Tage zur gleichen Stunde die Besinnung \u00fcber die Qualen, die den S\u00fcnden entsprechen (n. 66ff).&nbsp; Man lege ihm bei allen drei Besinnungen die zehn Zus\u00e4tze vor (n. 73ff), und man f\u00fchre die gleiche Folge bei den Geheimnissen Christi unseres Herrn durch, die weiter unten und ausf\u00fchrlich bei den \u00dcbungen selbst erl\u00e4utert wird (EB 19).<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt echte Vorteile, wenn man die Exerzitien so in der gew\u00f6hnlichen Situation des Lebens macht:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Gewohnheit, im Alltag regelm\u00e4ssig zu beten, wird dadurch wesentlich gest\u00e4rkt.<\/li>\n\n\n\n<li>Man wird st\u00e4ndig darauf verwiesen, in den Begegnungen und Ereignissen des Alltags Gott zu suchen und zu finden. Dies ist eine Ein\u00fcbung in die Unterscheidung der Geister (Regeln zur Unterscheidung der Geister&nbsp;I: EB 313-327 und Regeln zur Unterscheidung der Geister&nbsp;II: EB 328-336).<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeit und Gebet k\u00f6nnen besser miteinander integriert werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Der &#171;Treibhauseffekt&#187;, den geschlossene Exerzitien haben k\u00f6nnen, wird vermieden, weil man st\u00e4ndig mit allen Realit\u00e4ten des eigenen Lebens in Verbindung bleibt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Es gibt aber auch Nachteile:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Es ist schwierig, sich t\u00e4glich die Zeit zu nehmen, die ein solcher Prozess eben erfordert.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Druck, der von den Anforderungen der Arbeit ausgeht, kann einen daran hindern, sich Gott und seiner Heilsgeschichte, sich selbst und seinen eigenen langfristigen Fragen und Probleme zuzuwenden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Man wird Exerzitien im Alltag nur durchhalten, wenn man sich von diesem Mittel wirklich etwas erhofft und bereit ist, sich auch bei auftretenden Schwierigkeiten nicht abschrecken zu lassen, sondern im Vertrauen auf Gottes Gnade sich mit ganzem Herzen einzubringen. Darum ist eine klare und ehrliche Entscheidung f\u00fcr solche Exerzitien sehr wichtig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zeit und innere Einstellung<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie wichtig uns eine Sache ist, zeigt sich gew\u00f6hnlich daran, wie viel und welche Zeit wir daf\u00fcr verwenden. Exerzitien im Alltag tendieren zwar darauf hin, den ganzen Tag mit Gott zu leben; dennoch verlangen sie ein gewisses Mass an Zeit f\u00fcr die \u00dcbungen, die uns helfen sollen, Gott n\u00e4her zu kommen. Ignatius spricht in EB 19 von &#171;anderthalb Stunden, um sich zu \u00fcben&#187;. Diese Zeit verteilt er offenbar auf die zweimalige Erforschung (je eine Viertelstunde: EB 19 und 24) und auf die l\u00e4ngere Gebets- und Meditationszeit (von einer Stunde: EB 19), wohl zusammen mit der abschliessenden Reflexionszeit (nach EB 77 eine Viertelstunde).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Konkreter Vorschlag f\u00fcr den Tagesverlauf<\/h3>\n\n\n\n<p>90&nbsp;Minuten Morgens<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>15&nbsp;Minuten Gebetsvorbereitung<\/li>\n\n\n\n<li>60&nbsp;Minuten Gebet (Besinnung, Betrachtung, 5 Sinne, etc.)<\/li>\n\n\n\n<li>15 Minuten Abschlussreflexion<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>15 Minuten Abends<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Allgemeine (inkl. besondere) Erforschung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ebenso wichtig wie die Quantit\u00e4t der Zeit, die wir f\u00fcr die Gebets\u00fcbungen verwenden, ist auch ihre <em>Qualit\u00e4t<\/em>. Wertvoll wird eine Zeit dadurch, dass wir etwas Gutes in ihr erfahren. Diese Erwartung kann uns \u00fcberdies motivieren, eine g\u00fcnstige Zeit daf\u00fcr vorzusehen: Eine Zeit, in der wir wach, aufmerksam und gesammelt sein k\u00f6nnen. Diese Zeit wird individuell zu verschiedenen Stunden gegeben sein. Noch einmal kann sich das \u00e4ndern je nachdem, ob man zu Hause oder auf Reisen ist. <em>So muss jeder entsprechend seinen Erfahrungen mit sich selbst, mit seiner Arbeit und deren Rhythmus Umfang und Zeitpunkt der \u00dcbungen bestimmen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dauer und Stoffverteilung der Exerzitien im Alltag<\/h3>\n\n\n\n<p>Ignatius sagt nichts \u00fcber die Dauer von Exerzitien im Alltag. Bei 30t\u00e4gigen Exerzitien sagt er in Bezug auf die einzelnen Wochen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>EB 4<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar nimmt man f\u00fcr die folgenden \u00dcbungen vier Wochen, um den vier Teilen zu entsprechen, in welche die \u00dcbungen eingeteilt werden, n\u00e4mlich:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 den ersten, die der Erw\u00e4gung und Betrachtung der S\u00fcnden ist;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 der zweite Teil ist das Leben Christi unseres Herrn bis zum Palmtag einschliesslich;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 der dritte ist das Leiden Christi unseres Herrn;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 der vierte die Auferstehung und Himmelfahrt; und es werden drei Weisen zu beten aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch soll es nicht so verstanden werden, dass jede Woche mit Notwendigkeit sieben oder acht Tage umfasst. Denn wie es vorkommt, dass in der ersten Woche manche langsamer sind, zu finden, was sie suchen, n\u00e4mlich Reue, Schmerz, Tr\u00e4nen wegen ihrer S\u00fcnden, und wie manche wieder eifriger als andere sind und mehr von verschiedenen Geistern bewegt und gepr\u00fcft werden, so ist es manchmal erforderlich, die Woche abzuk\u00fcrzen, und andere Male, sie zu verl\u00e4ngern; und so in allen folgenden Wochen, indem man die Dinge je nach dem zugrunde liegenden Stoff sucht. Aber sie sollen doch in ungef\u00e4hr dreissig Tagen abgeschlossen werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Entsprechend dem \u201eTantum-quantum\u201c (soweit etwas gebrauchen als es f\u00fcr das Ziel hilft) des Fundaments (EB 23) bemisst Ignatius also die zeitliche Dauer prim\u00e4r vom Ziel her. Wenn das Ziel erreicht ist, ist es nicht mehr sinnvoll, weitere \u00dcbungszeit daf\u00fcr zu verwenden; umgekehrt, wenn das Ziel noch nicht erreicht ist, ist es sinnlos, weiter voranzugehen; dies gilt umso mehr, als der weitere Weg auf dem aufbaut, was vorher erfahren worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>EB 4 (siehe oben) weist darauf hin, dass f\u00fcr das Tempo des Voranschreitens sowohl der Eifer des Exerzitanten als auch die entstehenden inneren Regungen von Trost und Trostlosigkeit bestimmend sein k\u00f6nnen. Daraus folgt jedenfalls, dass das Voranschreiten nicht willk\u00fcrlich von aussen durch ein inhaltliches Schema vorgegeben werden kann, wenn man im Sinne des Ignatius vorgehen will.<\/p>\n\n\n\n<p>So ergibt sich ein ganz wichtiger Hinweis f\u00fcr en Gebrauch dieser schriftlichen Hilfe f\u00fcr die Exerzitien im Alltag: Der einzelne muss mit Hilfe seiner Begleitung jeweils entscheiden, ob er nach den Textvorschl\u00e4gen vorangehen soll, ob er etwas \u00fcberspringt oder wiederholend l\u00e4nger verweilt oder ob \u00fcberhaupt andere Aspekte und Gebetsweisen ihn besser zum Ziele f\u00fchren. Dieser allgemeine Hinweis ist zu beachten, wenn<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>10 Wochen f\u00fcr die Fundamentphase und f\u00fcr die Erste Woche<\/li>\n\n\n\n<li>13 Wochen f\u00fcr die Zweite Woche<\/li>\n\n\n\n<li>05 Wochen f\u00fcr die Dritte Woche<\/li>\n\n\n\n<li>04 Wochen f\u00fcr die Vierte Woche und die &#8218;Betrachtung, um Liebe zu erlangen&#8216;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>im Buch&nbsp;&#171;<span style=\"color: #ff0000;\">Mit Jesus auf dem Weg, Exerzitien im Alltag<\/span>&#187; von&nbsp;Gundikar Hock SJ (Hrsg.), 1. Auflage, Vier-T\u00fcrme-Verlag 1998, vorgesehen sind. In der gesamten L\u00e4nge ist der Weg dieser Exerzitien im Alltag auf 32 Wochen angesetzt. Durch die Erweiterung der Fundamentphase und der Ersten Woche (gegen\u00fcber der amerikanischen Vorlage) ist es m\u00f6glich geworden, Schriftstellen und \u00dcbungen einzuf\u00fcgen, die dazu helfen k\u00f6nnen, das eigene Leben vor allem auch in der affektiven Seite intensiver in den Exerzitienprozess einzubeziehen. Hoffnung und Entt\u00e4uschung, Verwundungen und Heilung, Widerst\u00e4nde und Vers\u00f6hnung werden dadurch direkter angesprochen, als es im Original-Exerzitienbuch geschieht. Die Erfahrung spricht daf\u00fcr, das dies vielfach helfen kann, um die Fr\u00fcchte der ersten Woche zu erlangen, die Ignatius so eindeutig benennt und die Grundlage f\u00fcr den weiteren Weg der folgenden Wochen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man will, kann man der Liturgie des Kirchenjahres f\u00fcr die beiden Hauptfeste Weihnachten und Ostern folgen und im Oktober mit den Exerzitien im Alltag beginnen und darin der vorgesehenen Einteilung der Hilfe folgen. Allerdings ist der bewegliche Termin des Osterfestes zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Begleitung der Exerzitien<\/h3>\n\n\n\n<p>In der Nummer 15 des Exerzitienbuches (EB 15) heisst es, dass der Exerzitienbegleiter &#171;sich weder zu der einen Seite wenden oder hinneigen soll noch zu der anderen, sondern in der Mitte stehend wie eine Waage unmittelbar der Sch\u00f6pfer mit dem Gesch\u00f6pf wirken lassen soll und das Gesch\u00f6pf mit seinem Sch\u00f6pfer und Herrn&#187;. <strong><span style=\"color: #ff0000;\">F\u00fcr Ignatius ist also Gott selbst der eigentliche Leiter der Exerzitien.<\/span><\/strong> Dennoch geh\u00f6ren f\u00fcr ihm zwei Personen zu den Exerzitien: &#171;Der, der sie gibt, und der, der sie empfangt&#187; (EB 1). Der menschliche Begleiter soll den Exerzitienprozess durchsichtig machen, Anleitung zum Gebet geben, dabei helfen, die verschiedenen &#171;Geister&#187; zu unterscheiden, die guten Ans\u00e4tze beim Exerzitanten zu verst\u00e4rken und den Stoff f\u00fcr das Gebet vorzuschlagen. Vielleicht ist es die wichtigste Aufgabe des Begleiters, dem Exerzitanten durch sein Zuh\u00f6ren zu helfen, seine Gebetserfahrungen anzuschauen, T\u00e4uschungen aufzudecken und Gnadenanregungen anzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>So ist es sicher sehr hilfreich f\u00fcr die Exerzitien im Alltag, einen Begleiter oder eine Begleiterin zu haben, mit dem oder der sich der Exerzitant w\u00f6chentlich, vierzehnt\u00e4gig oder wenigstens alle drei bis vier Wochen trifft, von seinen Erfahrungen berichtet und im Gespr\u00e4ch dar\u00fcber Hineise und Anleitung f\u00fcr die kommende Zeit empf\u00e4ngt. Wenn dieser Begleiter den Betreffenden schon vor den Exerzitien geistlich begleitet hat, kann es von Vorteil sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man keine Begleitung findet, der man sich anvertrauen m\u00f6chte, kann eine der folgenden M\u00f6glichkeiten helfen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Zwei Exerzitanten treffen sich einmal in der Woche, um einander mitzuteilen, was sie auf ihrem Exerzitienweg erfahren haben und wie sie glauben, dass Gott sie gef\u00fchrt hat. Auf diese Weise wird zwar der eine Partner nicht Begleiter des anderen im vollen Sinn, aber indem sie sich gegenseitig einander \u00f6ffnen und zuh\u00f6ren, kann etwas von dem geschehen, was auch in der eigentlichen Begleitung geschieht (EB 326).<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Gruppe von Exerzitanten trifft ich regelm\u00e4ssig, w\u00f6chentlich oder vierzehnt\u00e4gig, um sich \u00fcber die Erfahrungen in den Exerzitien auszutauschen. Damit es eine Hilfe f\u00fcr die Exerzitien bleibt, ist es wichtig, dass eine Mitteilung von pers\u00f6nlicher Erfahrung stattfindet und nicht eine Diskussion \u00fcber dem Exerzitienstoff. Ein Klima der Ehrfurcht von dem Weg des einzelnen kann durch ein gemeinsam geformtes oder freies Gebet gef\u00f6rdert werden. Ein solcher Austausch kann auch in einer gemeinsamen Eucharistiefeier geschehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Der einzelne Exerzitant nimmt sich zus\u00e4tzlich zu den Gebetszeiten einmal in der Woche Zeit, um den Erfahrungsweg der zur\u00fcckliegenden Woche anzuschauen, einen roten Faden darin zu entdecken oder immer wiederkehrende St\u00f6rungen nachzusp\u00fcren. So kann er versuchen, etwas von dem, wozu Begleitung helfen soll, im Dialog mit sich selbst und mit Gott zu erreichen, was ihn weiterf\u00fchrt (Gott selbst ist ja der eigentliche Leiter der Exerzitien, siehe obiges Buch S. 15 EiA).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufbau des Leitfadens<\/h3>\n\n\n\n<p>Der folgende Text ist ein Auszug aus einen Leitfaden. Er enth\u00e4lt neben der Einf\u00fchrung f\u00fcr jede Woche<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine thematische Zielsetzung: Worum geht es?<\/li>\n\n\n\n<li>Hinweise f\u00fcr die ersehnte Gnade: Worum bitte ich?<\/li>\n\n\n\n<li>Auf Wochentage verteilte inhaltliche Gebetshinweise: Womit bete ich?<\/li>\n\n\n\n<li>Fragen f\u00fcr die Erforschung oder die Auswertung des Tages: Worauf achte ich?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ausserdem sind unter dem Stichwort &#171;Empfohlene Lesung&#187; Verweise auf jeweils passende Stellen zu finden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>aus der hl. Schrift,<\/li>\n\n\n\n<li>aus dem Exerzitienbuch,<\/li>\n\n\n\n<li>aus der Autobiographie, dem geistlichen Tagebuch und den Briefen des hl. Ignatius,<\/li>\n\n\n\n<li>aus den Dekreten der letzten Generalkongregation der Gesellschaft Jesu (SJ),<\/li>\n\n\n\n<li>aus den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr manche kann es auch eine Hilfe sein, ein Gebet, ein Lied oder einen poetischen Text zu lesen, die zwischen die Wochen eingestreut sind. Sie k\u00f6nnen dabei helfen, Vorstellungskraft und Gef\u00fchle in unserem Gespr\u00e4ch mit dem Herrn einzubeziehen, wozu Ignatius uns ja ermutigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Benutzung der schriftlichen Hilfe ist es sehr n\u00fctzlich, auf die Entsprechung zwischen Stoff und Verlangen des Exerzitanten zu achten. Die praktische Anordnung als Leitfaden kann n\u00e4mlich dazu verleiten, der Reihe nach die Texte zu nehmen und zu meditieren, ohne viel auf das zu achten, &#171;was ich will und w\u00fcnsche&#187;. Wenn man aber darauf sorgf\u00e4ltig achtet, wird das in vielen F\u00e4llen dazu f\u00fchren, vielleicht weniger Texte zu nehmen und mehr zu wiederholen, ja auch andere Texte und Gebetsweiseen oder Begegnungen und Ereignisse aus dem Leben zu w\u00e4hlen, weil sie jeweils mehr dem entsprechen, wovon der einzelne sp\u00fcrt oder mit Hilfe seines Begleiters herausfindet, dass sie jetzt f\u00fcr ihn wichtig sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Geistliche Pr\u00e4gung des Alltags<\/h3>\n\n\n\n<p>So bedeutend die Zeiten ausdr\u00fccklichen Betens f\u00fcr die Exerzitien im Alltag sind, so sehr gilt auch, dass sie nicht alles, nicht einmal das Wichtigste sind. Wie alle Gebets\u00fcbungen darauf abzielen, das Leben immer mehr Leben in und mit Gott, also immerw\u00e4hrendes Gebet wird, so wollen die \u00dcbungszeiten bei Exerzitien im Alltag erreichen, dass der ganze Tag mit all seinen Begegnungen, Besch\u00e4ftigungen, Ereignissen, Leiden und Freuden Ort und Mittel der Begegnung mit Gott wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausser den ausdr\u00fccklichen \u00dcbungen, zu denen weiter unten im einzelnen etwas gesagt werden wird, sind daf\u00fcr einige Augenblicke im Alltag von besonderer Bedeutung, Sie sind sozusagen Schaltstellen, durch die ganze Abschnitte des Tages in ihrer Ausrichtung gepr\u00e4gt werden k\u00f6nnen. Solche Augenblicke scheinen vor allem zu sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die letzten Minuten des Tages vor dem Einschlafen;<\/li>\n\n\n\n<li>die ersten Augenblicke nach dem Aufwachen;<\/li>\n\n\n\n<li>die Momente, bevor eine T\u00e4tigkeit oder Begegnung stattfindet;<\/li>\n\n\n\n<li>die unmittelbare Zeit danach;<\/li>\n\n\n\n<li>der Anfang von freier oder leerer, wenn auch nur kurzer Zeit.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Solche Gelegenheiten des Verweilens f\u00fcr einen m\u00f6glichen Aufblick zu Gott, f\u00fcr ein Innehalten, benutzen wir oft als Fluchtm\u00f6glichkeit in eine andere Besch\u00e4ftigung, Arbeit, Fernsehen oder sonst etwas. Wir sehen zu wenig die Chance, aufmerksam zu werden f\u00fcr verborgene W\u00fcnsche und Abneigungen und dadurch etwas f\u00fcr uns zu lernen. Wir sehen auch zu wenig die Chance, uns von Gott her zu pr\u00fcfen oder einzustellen auf das, was als N\u00e4chstes auf uns zukommt. Im Exerzitienbuch finden sich verschiedene Hinweise auf solche Augenblicke:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die Zus\u00e4tze (EB 73-82; 130 160 206 229),<\/li>\n\n\n\n<li>die erste Zeit der besonderen Erforschung (EB 24),<\/li>\n\n\n\n<li>die Regeln, um sich beim Essen zu ordnen (EB 210-217).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Weil es Ignatius darum geht, Gott in allen Dingen zu finden, nicht nur in den ausdr\u00fccklichen Gebets\u00fcbungen, hat er einen besonderen Blick auf solche Momente. Die objektiv dichteste Begegnung unseres Lebens mit Gott geschieht sicherlich in der Eucharistiefeier. In den Exerzitien wird die jeweilige innere Situation auf dem Weg in die Mitfeier einfliessen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die t\u00e4glich l\u00e4ngere Gebetszeit oder Meditation<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Vorbereitung f\u00fcr das Gebet<br>Es ist gut, sich eine Vorbereitungszeit f\u00fcr das Gebet zu nehmen. Sie hat mit Grundhaltungen und Grundsatzentscheidungen zu tun. W\u00e4hrend dieser Vorbereitungszeit ist zu entscheiden \u00fcber den Ort und die Zeit (es ist gut, seinen festen Ort und eine feste Zeit zu haben, aber das ist im Alltag nicht immer m\u00f6glich), die Dauer und die Haltung, die man w\u00e4hrend der Gebetszeit einnehmen m\u00f6chte (auf dem Stuhl, Sitzkissen oder &#8230;) und \u00fcber den Stoff des Gebetes.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Gebet selbst<\/li>\n\n\n\n<li>Die Reflexion \u00fcber das Gebet<br>Nachdem die Betrachtung mit dem Vaterunser oder einem anderen m\u00fcndlichen Gebet abgeschlossen wurde, hilft es gew\u00f6hnlich, f\u00fcr die anschliessende Reflexion \u00fcber die Gebetszeit die K\u00f6rperhaltung zu wechseln (EB 77).<br>Da das Gebet sowohl das, was ich tue, als auch das, was mit mir geschieht, umfasst, versuche ich, die inneren Bewegungen in mir zu ersp\u00fcren. Vielleicht ist es gut, sie niederzuschreiben, so dass sie als Grundlagen f\u00fcr das Gespr\u00e4ch in der Begleitung dienen k\u00f6nnen. Folgende Fragen k\u00f6nnen dabei helfen:<br>\u2022 Was geschah mit mir? Was hat mich besonders betroffen gemacht?<br>\u2022 Welche Gef\u00fchle hatte ich w\u00e4hrend des Gebetes?<br>\u2022 Wie war meine Stimmung? Hat sich meine Stimmung gewandelt?<br>\u2022 Was wollte der Herr mir in all dem sagen?<br>\u2022 Wieweit habe ich mich an das gehalten, was ich mir vorgenommen hatte (EB 6)?<br>\u2022 Gibt es irgendeinen Punkt, auf den ich bei der n\u00e4chsten Gebetszeit zur\u00fcckkommen sollte?<br>Es ist gut, diese Reflexion schriftlich unmittelbar nach dem Gebet zu machen und sie als Grundlage f\u00fcr die w\u00f6chentliche Rechenschaft \u00fcber den Fortgang der eigenen Exerzitien zu nehmen.<\/li>\n\n\n\n<li>Einige Formen des Ignatianischen Gebetes<\/li>\n\n\n\n<li>Die Erforschung<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>EB 77<\/p>\n\n\n\n<p>Der f\u00fcnfte Zusatz: Nach Beendigung der \u00dcbung werde ich w\u00e4hrend der Dauer einer Viertelstunde, sei es sitzend oder umhergehend, schauen, wie es mir in der Betrachtung oder Besinnung gegangen ist; und wenn schlecht, werde ich die Ursache anschauen, von der es herkommt, und, nachdem ich sie angeschaut habe, bereuen, um mich fortan zu bessern; und wenn gut, werde ich Gott unserem Herrn danken und es ein andermal auf die gleiche Weise machen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>EB 6<\/p>\n\n\n\n<p>Die sechste Anmerkung: Wenn der, welcher die \u00dcbungen gibt, sp\u00fcrt, dass dem, der sich \u00fcbt, keinerlei geistliche Regungen in seiner Seele kommen, wie Tr\u00f6stungen oder Trostlosigkeiten, und er auch nicht von verschiedenen Geistern bewegt wird, dann muss er ihn viel in Bezug auf die \u00dcbungen fragen, ob er sie zu ihren festgesetzten Zeiten h\u00e4lt und auf welche Weise; ebenso \u00fcber die Zus\u00e4tze, ob er sie mit Sorgfalt ausf\u00fchrt. Er soll \u00fcber ein jedes von diesen Dingen im einzelnen nachfragen. Von Tr\u00f6stung und Trostlosigkeit spricht n. 316f, von Zus\u00e4tzen n. 73ff.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Man hat die \u00dcbung der Erforschung die &#171;wichtigste Viertelstunde des Ignatius&#187; genannt. F\u00fcr Exerzitien im Alltag kommt ihr ganz besondere Bedeutung zu. Sie soll helfen, den ganzen Tag mit all seinen Begegnungen, Besch\u00e4ftigungen und Ereignissen in den Pilgerweg mit Gott einzubeziehen, oder anders gesagt, das Leben im ganzen mehr in seinem Licht lesen zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt verschiedene Namen f\u00fcr diese \u00dcbung: Gewissenserforschung, Examen, Tagesauswertung, Gebet der liebenden Aufmerksamkeit. Sie dr\u00fccken verschiedene Aspekte dieser \u00dcbung aus. Manche Namen wollen auch dazu helfen, bestimmte Fehler zu vermeiden, welche die \u00dcbung unfruchtbar machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein falscher Ansatz w\u00e4re es, wenn wir diese \u00dcbung als Selbstbewertung ansehen w\u00fcrden, die wir vornehmen, um dann sozusagen gereinigt vor Gott zu treten. Es geht nicht um eine Pr\u00fcfung, sondern um ein Gebet, in dem Gott uns unser Leben als Heilsgeschichte erkennen l\u00e4sst; nur in diesem Kontext k\u00f6nnen wir auch Unheil und S\u00fcnde richtig erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die &#171;allgemeine Erforschung&#187; gibt mit ihren f\u00fcnf Schritten einen Ablauf an, in den die &#171;besondere&#187; aufgenommen werden kann. Diese f\u00fcnf Schritte sind:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Gott danken f\u00fcr die Gaben der Sch\u00f6pfung und Erl\u00f6sung;<\/li>\n\n\n\n<li>Gott bitten, den Tag oder Tagesabschnitt in seinem Licht sehen zu d\u00fcrfen;<\/li>\n\n\n\n<li>den Tag, einzelne Ereignisse oder eine bestimmte Begegnung anschauen, Bewegungen wahrnehmen und identifizieren, eigene Stellungnahmen eingestehen;<\/li>\n\n\n\n<li>mit der Wahrheit, die Gott gezeigt hat, vor ihn treten und ihm danken oder um Verzeihung oder Vers\u00f6hnung bitten;<\/li>\n\n\n\n<li>auf den kommenden Tag oder die kommende Zeit schauen und um Kraft und Entschlossenheit bitten.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Im dritten Schritt der &#171;allgemeinen Erforschung&#187; geht es nicht zuerst um unser Tun und Lassen oder gar unsere Fehler und S\u00fcnden, sondern zun\u00e4chst um unsere Regungen und die nach aussen tretenden Reaktionen, die daraus folgen. Um von einer allzu schnellen Bewertung wegzukommen, k\u00f6nnen folgende Fragen helfen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Was hat mich heute betroffen?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie bin ich betroffen?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie habe ich reagiert?<\/li>\n\n\n\n<li>Was hat mich zu dieser Reaktion bewegt?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Dieser dritte Schritt nimmt die &#171;besondere Erforschung&#187; auf. Sie richtet sich aus auf ein bestimmtes Anliegen, ein klar umgrenztes Problem, eine immer wiederkehrende Reaktionsweise oder eine Abfolge im Verhalten (z.B. Ungeduld) und h\u00e4lt die Aufmerksamkeit f\u00fcr eine gewisse Zeit &#8211; vielleicht eine Woche oder einen Monat lang &#8211; bei dieser Sache. Es kann aber durchaus sinnvoll sein, daf\u00fcr nicht etwas auszuw\u00e4hlen, was einen st\u00f6rt, sondern eine positive Erfahrung mit Hilfe dieser besonderen Aufmerksamkeit wirklich anzuzielen. Im Einzelfall kann das wichtiger sein, als sich Negativem zuzuwenden. Das Gespr\u00e4ch in der Begleitung kann dabei helfen, den jeweils wichtigen Aspekt f\u00fcr zu &#171;besondere Erforschung&#187; finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer so liebevoll sein Erleben befragt, kann allm\u00e4hlich immer mehr den &#171;Geistern&#187; auf die Spur kommen, die ihn bewegen. Es kann schliesslich die Freiheit wachsen f\u00fcr den Hl. Geist und seine leisen Anregungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Zeit f\u00fcr dieses Gebet angeht, schreibt Ignatius im Exerzitienbuch (EB 24): Es &#171;umfasst die Zeiten &#8230;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Am Morgen gleich beim Aufstehen&#187; (EB 24) einen Akt der Hinwendung zu Gott, verbunden mit der Aufmerksamkeit auf den Punkt, den ich f\u00fcr die besondere Erforschung ausgew\u00e4hlt habe.<\/li>\n\n\n\n<li>&#171;Nach dem Mittagessen&#187; (EB 25) und<\/li>\n\n\n\n<li>&#171;nach dem Abendessen&#187; (EB 26) jeweils das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit nach den f\u00fcnf Punkten oder in anderer Weise.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der einzelne muss sehen und entscheiden, welche Zeiten f\u00fcr ihn sinnig sind, und wie sie sich in das Ganze des Tages und der anderen \u00dcbungen einf\u00fcgen. F\u00fcr manchen ist es hilfreich, ein paar Notizen \u00fcber die zur\u00fcckliegenden Stunden zu machen, vielleicht weniger, um sie wieder zu lesen, sondern eher als Gebetsweise selbst. Gerade bei dieser \u00dcbung muss jeder seine eigene Weise finden und immer wieder neu suchen, wenn er sp\u00fcrt, dass eine bestimmte Weise ihn nicht weiterf\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit wir in unserem Leben die F\u00fchrung Gottes mehr und mehr entdecken, ist es von Zeit zu Zeit gut, \u00fcber den einzelnen Tag hinauszuschauen. In Exerzitien im Alltag empfiehlt es sich, die Einheit von einer Woche zu \u00fcberblicken, um Entwicklungen und Trends im Gebet und im Tun zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die alte \u00dcbung des monatlichen Besinnungstages weist darauf hin, dass es hilfreich ist, einen ganzen Monat so anzuschauen. Gerade wenn die Tage von den \u00e4usseren Gegebenheiten her sehr unterschiedlich verlaufen, kann es sein, dass wir das Ganze unseres Lebens erst in solchen l\u00e4ngeren Zeitr\u00e4umen in Blick bekommen. Ein solches Wochen- oder Monatsexamen kann sich in den Exerzitien im Alltag gut mit der Reflexion \u00fcber die Entwicklung im Gebet verbinden und so helfen, diese Exerzitien (geistliche \u00dcbungen) wirklich zu Exerzitien im Alltag zu machen. Man kann dann leichter wahrnehmen, was sich in den &#171;leeren&#187; Augenblicken des Tages meldet, wie sich die Bitte um Gnade ver\u00e4ndert, welche Fragen aus dem Alltag und welche Themen im Gebet wichtig werden. Dadurch kann man dann eine neue Woche und einen neuen Monat gezielter angehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gemeinschaft als St\u00fctze<\/h3>\n\n\n\n<p>Ignatianische Exerzitien sind etwas Individuelles, in dem es um den Weg des einzelnen mit Gott geht. Dennoch kann man sich dabei in einer Gruppe einander helfen. Die erste Hilfe besteht darin, sich bewusst zu machen, dass sich die \u00dcbenden bei Exerzitien im Alltag gemeinsam ermutigen k\u00f6nnen. Dazu kann das Gebet f\u00fcreinander besonders in dieser Zeit kommen. Sie k\u00f6nnen sich auch in der Entscheidung best\u00e4rken, den Exerzitien Priorit\u00e4t einzur\u00e4umen, und dadurch eher Kraft zu finden, zu manchen Veranstaltungen oder manchen Engagement, die den Terminkalender belegen wollten, nein zu sagen. Auch durch den Austausch zu zweit oder in der Gruppe, z.B. in der Eucharistiefeier, l\u00e4sst sich Gemeinschaft als St\u00fctze erfahren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere Hinweise und Quellen<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Mit Jesus auf dem Weg, Exerzitien im Alltag (Ref. EiA), Gundikar Hock SJ (Hrsg.), 1. Auflage, Vier-T\u00fcrme-Verlag 1998<\/li>\n\n\n\n<li>Geistliche \u00dcbungen (Ref. EB), Ignatius von Loyola, nach dem spanischen Urtext \u00fcbersetzt von Peter Knauer SJ. 2. Auflage, Echter Verlag W\u00fcrzburg 1999<\/li>\n\n\n\n<li>Jerusalemer Bibel, deutsche Ausgabe mit den Erl\u00e4uterungen, 16. Auflage, Herder Verlag 1968<\/li>\n\n\n\n<li>Beispiel: <a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Exerzitien-im-Alltag-Inhaltsverzeichnis-19.-Woche-vom-16.-24.-Dez.-2002.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Exerzitien im Alltag Inhaltsverzeichnis 19. Woche vom 16.-24. Dez. 2002<\/a>&nbsp;(PDF)<\/li>\n\n\n\n<li>Beten im Pulsschlag des Lebens (Ref. BiPdL) &#8211; Gott suchen mit Ignatius von Loyola, Willi Lambert, 3. Auflage, Herder Freiburg 1997<\/li>\n\n\n\n<li>Website: <a title=\"Exerzitien - Eine christliche Spiritualit\u00e4t f\u00fcr das Leben\" href=\"http:\/\/www.exerzitien.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><u><span style=\"color: #0066cc;\">Exerzitien &#8211;&nbsp;Eine christliche Spiritualit\u00e4t f\u00fcr das Leben<\/span><\/u><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Website: <a title=\"Kommunit\u00e4t der Jesuiten von Bad Sch\u00f6nbrun\" href=\"https:\/\/www.jesuiten.org\/standorte\/default-07ef91d288-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><u><span style=\"color: #0066cc;\">Kommunit\u00e4t der Jesuiten von Bad Sch\u00f6nbrun<\/span><\/u><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Website: <a href=\"http:\/\/www.priesternetzwerk.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Netzwerk Katholischer Priester<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Ignatius von Loyola, Aus dem Exerzitienbuch PDFs:<br><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Exerzitienbuch-Regeln-313-327-zur-Unterscheidung-der-Geister-I.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Regeln 313-327 zur Unterscheidung der Geister I<\/a><br><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Exerzitienbuch-Regeln-328-336-zur-Unterscheidung-der-Geister-II.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Regeln 328-336 zur Unterscheidung der Geister II<\/a><br><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Exerzitienbuch-Regeln-345-351-zur-Unterscheidung-der-Geister-III.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Regeln 345-351 zur Unterscheidung der Geister III<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/?p=5832\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Praktische Regeln zur Erkenntnis der Antriebe und Eingebungen des g\u00f6ttlichen Geistes<\/a>&nbsp;\u21d2 Aus \u201eDe discretione spirituum\u201c von Kardinal Johannes Bona (1609-1674)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>EB 23: PRINZIP UND FUNDAMENT<\/strong> (EB = Exerzitienbuch des hl. Loyola)<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/EB-23.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von EB 23.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-fc10c7d9-0e70-4741-95b3-ad923aaebf1a\" href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/EB-23.pdf\">EB 23<\/a><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/EB-23.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-fc10c7d9-0e70-4741-95b3-ad923aaebf1a\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Voraussetzungen und&nbsp;Motivation&nbsp;f\u00fcr Exerzitien im Alltag nach hl. 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