{"id":5339,"date":"2012-10-08T15:07:10","date_gmt":"2012-10-08T13:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=5339"},"modified":"2023-01-05T11:06:15","modified_gmt":"2023-01-05T10:06:15","slug":"wuerde-und-sinn-von-ehe-und-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=5339","title":{"rendered":"W\u00fcrde und Sinn von Ehe und Familie"},"content":{"rendered":"<h2>Die Sorge der Christen um die F\u00f6rderung von Ehe und Familie<\/h2>\n<p><img data-opt-id=555435473  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5025 alignleft\" src=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:1000\/h:288\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Familie-in-Gottes-Hand-1000x288.jpg\" alt=\"\" width=\"261\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:1000\/h:288\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Familie-in-Gottes-Hand-1000x288.jpg 1000w, https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:300\/h:223\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Familie-in-Gottes-Hand-1000x288.jpg 300w, https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:402\/h:300\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Familie-in-Gottes-Hand-1000x288.jpg 402w\" sizes=\"(max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/>Das Zweite Vatikanische Konzil hat die W\u00fcrde der menschlichen Person und die Erf\u00fcllung der individuellen und gesellschaftlichen Aufgabe dieser Person kraft ihrer Berufung in der ganzen Welt dargelegt. Es lenkte im Licht des Evangeliums und der menschlichen Erfahrung die Aufmerksamkeit aller auf besonders schwere N\u00f6te, welche die Menschheit in hohem Ma\u00df bedr\u00e4ngen. Unter den vielen Problemen, die die Sorge aller wachrufen, sollte vor allem Ehe und Familie behandelt werden. <!--more-->Hinsichtlich dieser Einzelfrage wurden lichtvolle Prinzipien, die von Christus herkommen, verdeutlicht, damit durch sie die Gl\u00e4ubigen geleitet werden und alle Menschen Klarheit finden bei der Suche nach der L\u00f6sung so vieler schwieriger Probleme.<\/p>\n<p>Nicht \u00fcberall erscheint die W\u00fcrde von Ehe und Familie in gleicher Klarheit. Polygamie, um sich greifende Ehescheidung, sogenannte freie Liebe und andere Entartungen entstellen diese W\u00fcrde. Dar\u00fcber hinaus wird die eheliche Liebe \u00f6fters durch Egoismus, blo\u00dfe Genu\u00dfsucht und durch unerlaubte Praktiken gegen die Fruchtbarkeit der Ehe entweiht. Au\u00dferdem tragen die wirtschaftlichen, sozialpsychologischen und staatlichen Verh\u00e4ltnisse erhebliche St\u00f6rungen in die Familie hinein. Schlie\u00dflich werden in manchen Teilen der Welt die Probleme der Bev\u00f6lkerungszunahme mit Besorgnis registriert. Durch all dies wird das Gewissen der Menschen beunruhigt.<\/p>\n<p>Die innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe in der Ehe, vom Sch\u00f6pfer begr\u00fcndet und mit eigenen Gesetzen gesch\u00fctzt, wird durch den Ehebund, das heisst durch ein unwiderrufliches personales Einverst\u00e4ndnis, gestiftet. So entsteht durch den personal freien Akt, in dem sich die Eheleute gegenseitig schenken und annehmen, eine nach g\u00f6ttlicher Ordnung feste Institution, und zwar auch gegen\u00fcber der Gesellschaft. Dieses heilige Band unterliegt im Hinblick auf das Wohl der Gatten und der Nachkommenschaft sowie auf das Wohl der Gesellschaft nicht mehr menschlicher Willk\u00fcr. Gott selbst ist Urheber der Ehe, die mit verschiedenen G\u00fctern und Zielen ausgestattet ist; sie alle sind von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung f\u00fcr den Fortbestand der Menschheit, f\u00fcr den pers\u00f6nlichen Fortschritt der einzelnen Familienmitglieder und ihr ewiges Heil; f\u00fcr die W\u00fcrde, die Festigkeit, den Frieden und das Wohlergehen der Familie selbst und der ganzen menschlichen Gesellschaft.<\/p>\n<p>Christus der Herr hat diese Liebe, die letztlich aus der g\u00f6ttlichen Liebe hervorgeht und nach dem Vorbild seiner Einheit mit der Kirche gebildet ist, unter ihren vielen Hinsichten in reichem Ma\u00dfe gesegnet. Wie n\u00e4mlich Gott einst durch den Bund der Liebe und Treue seinem Volk entgegenkam, so begegnet nun der Erl\u00f6ser der Menschen und der Br\u00e4utigam der Kirche durch das Sakrament der Ehe den christlichen Gatten. Er bleibt fernerhin bei ihnen, damit die Gatten sich in gegenseitiger Hingabe und st\u00e4ndiger Treue lieben, so wie er selbst die Kirche geliebt und sich f\u00fcr sie hingegeben hat. Echte eheliche Liebe wird in die g\u00f6ttliche Liebe aufgenommen und durch die erl\u00f6sende Kraft Christi und die Heilsvermittlung der Kirche gelenkt und bereichert, damit die Ehegatten wirksam zu Gott hingef\u00fchrt werden und in ihrer hohen Aufgabe als Vater und Mutter unterst\u00fctzt und gefestigt werden. So werden die christlichen Gatten in den Pflichten und der W\u00fcrde ihres Standes durch ein eigenes Sakrament gest\u00e4rkt und gleichsam geweiht. In der Kraft dieses Sakramentes erf\u00fcllen sie ihre Aufgabe in Ehe und Familie. Im Geist Christi, durch den ihr ganzes Leben mit Glaube, Hoffnung und Liebe durchdrungen wird, gelangen sie mehr und mehr zu ihrer eigenen Vervollkommnung, zur gegenseitigen Heiligung und so gemeinsam zur Verherrlichung Gottes.<\/p>\n<p>Wenn somit die Eltern durch ihr Beispiel und ihr gemeinsames Gebet auf dem Weg vorausgehen, werden auch die Kinder und alle, die in der Familiengemeinschaft leben, leichter diesen Weg des echten Menschentums, des Heils und der Heiligkeit finden. Die Gatten aber m\u00fcssen in ihrer W\u00fcrde und Aufgabe als Vater und Mutter die Pflicht der Erziehung, vornehmlich der religi\u00f6sen, die ihnen in ganz besonderer Weise zukommt, sorgf\u00e4ltig erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Damit die Familie ihr Leben und ihre Sendung vollkommen verwirklichen kann, sind herzliche Seelengemeinschaft, gemeinsame Beratung der Gatten und sorgf\u00e4ltige Zusammenarbeit der Eltern bei der Erziehung der Kinder erforderlich. Zu ihrer Erziehung tr\u00e4gt die anteilnehmende Gegenwart des Vaters viel bei. Aber auch die h\u00e4usliche Sorge der Mutter, deren besonders die j\u00fcngeren Kinder bed\u00fcrfen, ist zu sichern, ohne da\u00df eine berechtigte gesellschaftliche Hebung der Frau dadurch irgendwie beeintr\u00e4chtigt wird. Die Kinder sollen so erzogen werden, da\u00df sie erwachsen in vollem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre Verantwortung ihrer Berufung, auch einer geistlichen, folgen und einen Lebensstand w\u00e4hlen k\u00f6nnen, in dem sie, wenn sie heiraten, eine eigene Familie gr\u00fcnden k\u00f6nnen, und dies unter g\u00fcnstigen sittlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen. Es ist Aufgabe der Eltern oder Erzieher, die jungen Menschen bei der Gr\u00fcndung einer Familie mit klugem Rat, den sie gern h\u00f6ren sollen, anzuleiten. Doch sollen sie sich dabei h\u00fcten, sie mit direktem oder indirektem Zwang zum Eingehen einer Ehe oder zur Wahl des Partners zu bestimmen.<\/p>\n<p>So ist die Familie, in der verschiedene Generationen zusammenleben und sich gegenseitig helfen, um zu gr\u00f6\u00dferer Weisheit zu gelangen und die Rechte der einzelnen Personen mit den anderen Notwendigkeiten des gesellschaftlichen Lebens zu vereinbaren, das Fundament der Gesellschaft. Deshalb m\u00fcssen alle, die einen Einflu\u00df auf Gemeinden und gesellschaftliche Gruppen haben, zur F\u00f6rderung von Ehe und Familie wirksam beitragen. Die staatliche Gewalt m\u00f6ge es als ihre heilige Aufgabe betrachten, die wahre Eigenart von Ehe und Familie anzuerkennen, zu h\u00fcten und zu f\u00f6rdern, die \u00f6ffentliche Sittlichkeit zu sch\u00fctzen und den h\u00e4uslichen Wohlstand zu beg\u00fcnstigen. Das Recht der Eltern auf Zeugung der Nachkommenschaft und auf Erziehung in der Familie ist zu sichern. Durch umsichtige Gesetzgebung und andere Ma\u00dfnahmen soll auch f\u00fcr diejenigen Sorge getragen und entsprechende Hilfe gegeben werden, die das Gut der Familie leider entbehren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die christlichen Laien, die die Gegenwart auszukaufen und das Ewige von den wandelbaren Formen zu unterscheiden haben, m\u00f6gen die Werte der Ehe und Familie durch das Zeugnis ihres eigenen Lebens wie durch Zusammenarbeit mit den anderen Menschen guten Willens eifrig f\u00f6rdern, und so werden sie trotz aller Schwierigkeiten f\u00fcr die Familie das erreichen, was sie braucht, und auch das, was die moderne Zeit an Vorteilen bietet. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die christliche Gesinnung der Gl\u00e4ubigen, das richtige sittliche Gewissen der Menschen und eine weise Erfahrung theologischer Fachleute von gro\u00dfem Nutzen.<\/p>\n<p>Die Fachleute in den Wissenschaften, besonders in Biologie, Medizin, Sozialwissenschaften und Psychologie, k\u00f6nnen dem Wohl von Ehe und Familie und dem Frieden des Gewissens sehr dienen, wenn sie durch ihre gemeinsame wissenschaftliche Arbeit die Voraussetzungen f\u00fcr eine sittlich einwandfreie Geburtenregelung genauer zu kl\u00e4ren suchen. Die Ehegatten selber aber sollen, nach dem Bild des lebendigen Gottes geschaffen, in eine wahre personale Ordnung gestellt, eines Strebens, gleichen Sinnes und in gegenseitiger Heiligung vereint sein, damit sie, Christus, dem Ursprung des Lebens, folgend, in den Freuden und Opfern ihrer Berufung durch ihre treue Liebe Zeugen jenes Liebesgeheimnisses werden, das der Herr durch seinen Tod und seine Auferstehung der Welt geoffenbart hat.<\/p>\n<h2>Weitere Hinweise und Quellen<\/h2>\n<ul>\n<li><a title=\"Zweites Vatikanisches Konzil, Gaudium et Spes\" href=\"http:\/\/www.vatican.va\/archive\/hist_councils\/ii_vatican_council\/documents\/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0066cc;\">Zweites Vatikanisches Konzil, Gaudium et Spes<\/span><\/span><\/a>, GS, 47-52<\/li>\n<li><a title=\"\u25feJahr der Familien 1994 \u2013 Brief des hl. Papstes Johannes Paul II an die Familien\" href=\"http:\/\/w2.vatican.va\/content\/john-paul-ii\/de\/letters\/1994\/documents\/hf_jp-ii_let_02021994_families.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0066cc;\">Jahr der Familien 1994 \u2013 Brief des hl. Papstes Johannes Paul II an die Familien<\/span><\/span><\/a><\/li>\n<li><a title=\"Redemptor Hominis\" href=\"http:\/\/w2.vatican.va\/content\/john-paul-ii\/de\/encyclicals\/documents\/hf_jp-ii_enc_04031979_redemptor-hominis.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0066cc;\">Redemptor Hominis<\/span><\/span><\/a> (Enzyklika vom hl. Papst Johannes Paul II. vom 4. M\u00e4rz 1979)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/SKS-Nr.-23-2011-Ehe-und-Familie-Ausgabe-Original.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">SKS Nr. 23\/2011 Ehe und Familie<\/a> (Schweizerisches Katholisches Sonntagsblatt SKS Nr. 23\/2011, Seite 12)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sorge der Christen um die F\u00f6rderung von Ehe und Familie Das Zweite Vatikanische Konzil hat die W\u00fcrde der menschlichen Person und die Erf\u00fcllung der individuellen und gesellschaftlichen Aufgabe dieser Person kraft ihrer Berufung in der ganzen Welt dargelegt. 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