{"id":4176,"date":"2013-07-10T21:47:16","date_gmt":"2013-07-10T19:47:16","guid":{"rendered":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=4176"},"modified":"2021-06-18T16:00:10","modified_gmt":"2021-06-18T14:00:10","slug":"wenn-wir-in-christus-leben-dann-sind-wir-wirklich-frei-und-erhalten-kraft-fuer-die-muehen-des-alltags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=4176","title":{"rendered":"Wenn wir in Christus leben, dann sind wir wirklich frei und erhalten Kraft f\u00fcr die M\u00fchen des Alltags"},"content":{"rendered":"<h2>32. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Generalaudienz-von-Papst-Franziskus-am-8.-Juni-2016.jpeg\"><img data-opt-id=10352325  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7204 alignleft\" src=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Generalaudienz-von-Papst-Franziskus-am-8.-Juni-2016.jpeg\" alt=\"\" width=\"254\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:800\/h:533\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Generalaudienz-von-Papst-Franziskus-am-8.-Juni-2016.jpeg 800w, https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:300\/h:200\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Generalaudienz-von-Papst-Franziskus-am-8.-Juni-2016.jpeg 300w, https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:768\/h:512\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Generalaudienz-von-Papst-Franziskus-am-8.-Juni-2016.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/><\/a>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, guten Tag! In der letzten Katechese haben wir das Ereignis der Auferstehung Jesu betrachtet. In dieser Szene haben die Frauen eine besondere Rolle. Heute, 10. Juli, m\u00f6chte ich die heilsgeschichtliche Bedeutung betrachten. Was bedeutet denn f\u00fcr uns die Auferstehung? Und warum ist ohne sie unser Glaube leer? Unser Glaube st\u00fctzt und gr\u00fcndet sich auf dem Tod und die Auferstehung Jesu Christi, so wie ein Haus auf dem Fundament aufbaut. Wenn das zusammenbricht, dann st\u00fcrzt das ganze Haus zusammen. Am Kreuz hat Jesus sich selbst dargebracht, indem er unsere S\u00fcnden auf sich genommen hat und in den Abgrund des Todes hinabgestiegen ist. Und in der Auferstehung hat er den Tod besiegt.<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-4176-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/2013-07-10-16.-Generalaudienz-mit-Papst-Franziskus-in-der-14.-Woche-des-Jahreskreises-Radio-Horeb.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/2013-07-10-16.-Generalaudienz-mit-Papst-Franziskus-in-der-14.-Woche-des-Jahreskreises-Radio-Horeb.mp3\">https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/2013-07-10-16.-Generalaudienz-mit-Papst-Franziskus-in-der-14.-Woche-des-Jahreskreises-Radio-Horeb.mp3<\/a><\/audio>\n<p><!--more-->Er hat die neue Strasse er\u00f6ffnet, damit wir zu einem neuen Leben geboren werden. Wir haben eben den Ausschnitt aus dem Petrusbrief geh\u00f6rt [<a title=\"1 Petrus 1,3-4\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/1.Petrus1.3-4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1 Petrus 1,3-4<\/a>], der das ganz deutlich zeigt: Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus sei gepriesen. Er hat uns durch sein grosses Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung haben und das unzerst\u00f6rbare und makellose Erbe empfangen. Der Apostel sagt uns, dass mit der Auferstehung Jesu etwas absolut Neues geschieht. Wir sind von der Versklavung der S\u00fcnde befreit worden und wir sind Kinder Gottes geworden. Es beginnt ein neues Leben. Und wann beginnt das denn f\u00fcr uns? Im Sakrament der Taufe [Red.: Beichte ersetzt durch Taufe]. In der Antike, da hat man normalerweise die Taufe durch Eintauchen gespendet. Derjenige, der getauft werden soll, ist in die grosse \u201cWanne\u201d gestiegen, das Baptisterium, hat seine Kleider draussen gelassen und der Bischof oder der Priester hat Wasser dreimal \u00fcber sein Haupt gegossen und hat ihn getauft im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Und wenn er dann getauft war, kam er heraus aus dem Baptisterium und hat die neuen weissen Kleider bekommen. Er ist zu einem neuen Leben geboren, er ist eingetaucht in Tod und Auferstehung Christi, er ist Kind Gottes geworden. Der heilige Paulus im R\u00f6merbrief schreibt: Ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Kindern macht, zu Adoptivs\u00f6hnen macht und durch den Geist rufen wir \u201cAbba, Vater\u201d. Das ist der Geist, den wir in der Taufe empfangen haben und er lehrt uns das und f\u00fchrt uns dazu, zu Gott \u201cVater\u201d zu sagen, besser noch \u201cPapa\u201d, das heisst n\u00e4mlich \u201cAbba\u201d [R\u00f6mer 8,14-16]. So ist Gott zu uns, er ist ein \u201cPapa\u201d f\u00fcr uns. Der Heilige Geist realisiert, verwirklicht in uns diese neue Seinsweise, dass wir Kinder Gottes sind. Und das ist das grosse Geschenk, das uns Christus gemacht hat. Gott behandelt uns als Kinder, er versteht uns, er umarmt uns, er versteht uns, auch wenn wir uns selber [Red.: nicht verstehen], er liebt uns. Schon im Alten Testament hat der Prophet Jesaja gesagt: Auch wenn eine Mutter ihr Kind vergessen w\u00fcrde; Gott vergisst uns nie [Jesaja 49,15]. Das ist sch\u00f6n! Das ist sch\u00f6n! Trotzdem, diese kindliche Beziehung zu Gott ist nicht ein Schatz, den wir in einer Ecke unseres Lebens irgendwo verwahren, sondern es muss wachsen, es muss ern\u00e4hrt werden jeden Tag mit dem H\u00f6ren auf das Wort Gottes, dem Gebet, der Teilnahme an den Sakramenten, besonders der Beichte und durch die Werke der Liebe. Wir k\u00f6nnen leben als Kinder Gottes, wir k\u00f6nnen als Kinder Gottes leben und das ist unsere W\u00fcrde. Wir haben W\u00fcrde der Kinder, benehmen wir uns auch wie wahre Kinder, das heisst, wir m\u00fcssen uns jeden Tag zulassen, dass Christus uns verwandelt und uns ihm \u00e4hnlich macht. Wir wollen versuchen zu leben als Christen, wir wollen ihm folgen, auch wenn wir unsere Grenzen, unsere Schw\u00e4chen sehen. Die Versuchung, Gott beiseite zu lassen und uns ins Zentrum zu setzten, ist immer an den T\u00fcren und das ist die Erfahrung, dass die S\u00fcnde unser christliches Leben verletzt und unser Sein als Kinder Gottes. Und deswegen m\u00fcssen wir den Mut des Glaubens haben, dass wir uns nicht von der Mentalit\u00e4t verf\u00fchren lassen, die uns sagt, Gott n\u00fctzt gar nichts, das ist nicht wichtig f\u00fcr dich. Es ist genau das Gegenteil der Fall. Nur wenn wir uns als Kinder Gottes benehmen, ohne uns entmutigen zu lassen durch unser Fallen, wenn wir uns von ihm geliebt f\u00fchlen, dann wird unser Leben neu, dann ist es beseelt von einer Heiterkeit, von einer Freude, erf\u00fcllt davon: Gott ist unsere Kraft, Gott ist unsere Hoffnung.<\/p>\n<h3>Die Hoffnung entt\u00e4uscht nicht<\/h3>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, wir m\u00fcssen zuerst diese Hoffnung tief in uns haben und dann k\u00f6nnen wir ein sichtbares, leuchtendes Zeichen f\u00fcr alle sein. Der auferstandene Herr ist die Hoffnung, die nie abnimmt, der uns nicht entt\u00e4uscht. Die Hoffnung entt\u00e4uscht nicht, weil es die Hoffnung auf den Herrn ist. Wie oft in unserem Leben sind unsere Hoffnungen zugrunde gegangen, unsere W\u00fcnsche, die wir im Herzen getragen haben, die sich nicht realisiert haben. Aber die Hoffnung der Christen ist stark, sicher, das einzig Stabile auf dieser Erde. Da, wo Gott uns berufen hat zu gehen, ist es ge\u00f6ffnet auf die Ewigkeit. Wir d\u00fcrfen das nicht vergessen, das ist gegr\u00fcndet auf Gott und er ist treu. Das d\u00fcrfen wir nicht vergessen: Gott ist immer treu, immer treu uns gegen\u00fcber. Wenn wir durch Christus auferstanden sind durch den Glauben, durch das Geschenk des Glaubens und wir ein Erbe haben, das nicht zerbricht, dann dr\u00e4ngt es uns dahin, mehr die Dinge Gottes zu suchen, mehr an ihn zu denken, zu ihm zu beten. Christen zu sein, vollzieht sich nicht dadurch, dass wir irgendwelche Gebote folgen, sondern das heisst, in ihm sein, in Christus sein, denken, wie er gedacht hat, handeln wie er, lieben wie er.<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, lassen wir es zu, dass er unser Leben in Besitz nimmt und uns verwandelt, uns befreit vom Schatten der S\u00fcnde und des B\u00f6sen. Zeigen wir die Freude, Kinder Gottes zu sein, die wahre Freiheit, die uns vom Sklaventum der S\u00fcnde und des Todes befreit hat, wenn wir auf das himmlische Vaterland schauen, dann haben wir ein neues Licht, eine neue Kraft in unseren allt\u00e4glichen M\u00fchseligkeiten. Es ist ein kostbarer Dienst, den wir in dieser Welt zu tun haben, weil es oft nicht mehr gelingt, den Blick zu Gott zu erheben. Danke.<\/p>\n<p>Zusammenfassung der Katechese des Heiligen Vaters in deutscher Sprache<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, der Tod und die Auferstehung Christi sind das Fundament unseres Glaubens und unseres Heils. Im Ostergeschehen befreit Christus uns von der Knechtschaft der S\u00fcnde und macht uns zu Kindern Gottes. Aber wie wird uns dies pers\u00f6nlich zuteil? Durch das Sakrament der Taufe. Wir sind getauft durch den Tod und die Auferstehung Christi und wurden so zu neuem Leben geboren. Der Heilige Geist wirkt in uns dieses neue Sein als Kinder Gottes. So ist die Gotteskindschaft das gr\u00f6sste Geschenk des Ostergeheimnisses. Gott nimmt uns als Kinder an. Er liebt uns, auch dann wenn wir Fehler machen. Doch unsere Beziehung zu Gott als seinen S\u00f6hne und T\u00f6chter ist nicht einfach ein Schatz, der im Leben nur zu h\u00fcten w\u00e4re, sie muss viel mehr wachsen und Tag f\u00fcr Tag gen\u00e4hrt werden, durch das H\u00f6ren des Wortes Gottes, durch das Gebet und die Teilnahme an den Sakramenten, insbesondere der Beichte und der Eucharistie. Wir k\u00f6nnen als Kinder Gottes leben und darin besteht unsere W\u00fcrde. Die Versuchung, Gott beiseite zu schieben, und die Erfahrung der S\u00fcnde, verletzen unser Leben als Kinder Gottes. Wir m\u00fcssen den Mut des Glaubens haben. Nur wenn wir als Kinder Gottes leben und sp\u00fcren, wie er uns liebt, dann wird unser Leben neu, unbeschwert und voller Freude. Gott ist unsere St\u00e4rke, Gott ist unsere Hoffnung, und wir selbst m\u00fcssen sichtbares Zeichen dieser Hoffnung sein. Christ sein, heisst nicht bloss die Gebote befolgen, sondern in Christus sein, denken, handeln, lieben wie Christus und zulassen, dass der Herr von unseren Leben Besitz ergreife und es verwandelt und frei macht vom Dunkel des B\u00f6sen und der S\u00fcnde. So wollen wir unseren Mitmenschen den auferstandenen Christus bringen. Durch die Verk\u00fcndigung seiner Botschaft und mehr noch durch ein christliches Leben, durch ein Leben als Auferstandene.<\/p>\n<h4>Der Heilige Vater begr\u00fcsst die deutschsprachigen Pilger<\/h4>\n<p>Sehr herzlich begr\u00fcsse ich die Pilger deutscher Sprache, vor allem die jungen Freunde, insbesondere die Schulgruppen aus M\u00fcnster und Diessen. Vielen Dank auch f\u00fcr die Musik. Christus ist gestorben und auferstanden, um uns zu Kindern Gottes zu machen. Wir wollen den Menschen um uns, die Freude, Kinder Gottes zu sein, weiterschenken. Wenn wir in Christus leben, dann sind wir wirklich frei und erhalten Kraft f\u00fcr die M\u00fchen des Alltags. Der Herr segne euch alle.<\/p>\n<h2>Weitere Hinweise und Quellen<\/h2>\n<ul>\n<li>Radio Horeb: <a title=\"Podcast zur Generalaudienz vom 10. Juli 2013\" href=\"http:\/\/www.horeb.org\/xyz\/podcast\/papstaudienz\/20130710audienz.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Podcast zur Generalaudienz vom 10. Juli 2013<\/a><\/li>\n<li>\u21d2 <a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/?p=5041\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jahr des Glaubens<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>32. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus Liebe Br\u00fcder und Schwestern, guten Tag! In der letzten Katechese haben wir das Ereignis der Auferstehung Jesu betrachtet. In dieser Szene haben die Frauen eine besondere Rolle. Heute, 10. Juli, m\u00f6chte ich die heilsgeschichtliche Bedeutung betrachten. Was bedeutet denn f\u00fcr uns die Auferstehung? 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