{"id":3984,"date":"2014-01-03T19:37:28","date_gmt":"2014-01-03T18:37:28","guid":{"rendered":"http:\/\/ifit.ch\/?p=3767"},"modified":"2021-10-24T10:57:11","modified_gmt":"2021-10-24T08:57:11","slug":"im-heiligen-land-wird-ein-christlicher-lebenstraum-wahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=3984","title":{"rendered":"Im Heiligen Land wird ein christlicher Lebenstraum wahr"},"content":{"rendered":"<h1>Unterst\u00fctzung eines Wohnungsbauprojekts f\u00fcr arabische Christen in Jerusalem<\/h1>\n<p>\u201cWir mussten lange warten: Aber endlich ist unser Lebenstraum wahr geworden\u201d, sagten\u00a0gegen\u00fcber <a title=\"Kirche in Not\" href=\"http:\/\/www.kirche-in-not.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kirche in Not<\/a>\u00a0Rami und Ramia, ein junges Paar, das seit kurzem\u00a0mit seinen drei Kindern in eigenen vier W\u00e4nden wohnt. Soweit, so normal. Doch nicht in Jerusalem, einer der kompliziertesten St\u00e4dte der Welt. Das im letzten Jahr unter der Federf\u00fchrung des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem fertiggestellte Wohnungsbauprojekt im S\u00fcden der heiligen Stadt ist etwas Besonderes.\u00a072 christlichen Familien aller Konfessionen bietet es eine neue Heimat. \u201cEs ist f\u00fcr arabische Christen in Jerusalem nicht einfach, Eigentum zu erwerben. Sie befinden sich zwischen allen Fronten\u201d, sagt Rami. Das Wohnungsbauprojekt geht auf eine Idee des Weihbischofs William Shomali vom Lateinischen Patriarchat zur\u00fcck, die ihm w\u00e4hrend der Zweiten Intifada kam. <!--more-->Damals, 2003, war der christliche Exodus aus dem Heiligen Land besonders gross. \u201cWir wollten etwas gegen die christliche Abwanderung aus Jerusalem tun\u201d, sagt der f\u00fcr Jerusalem zust\u00e4ndige Bischof. \u201cViele waren skeptisch, ob sich das realisieren liesse. Mit Gottes Hilfe haben wir es jetzt geschafft.\u201d Finanziell unterst\u00fctzt wurde das Projekt auch vom internationalen katholischen Hilfswerk <a title=\"Kirche in Not\" href=\"http:\/\/www.kirche-in-not.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kirche in Not<\/a>.<\/p>\n<h2>Eine grosse Nachfrage nach Wohnungen<\/h2>\n<p>Ein Mitarbeiter des Lateinischen Patriarchats erl\u00e4utert die Kriterien, nach denen die Familien ausgesucht wurden. Bewerber gab es schliesslich mehr als Eigentumswohnungen. \u201cFast 500 Bewerber meldeten sich zun\u00e4chst. Daran kann man sehen, wie gross der Bedarf nach erschwinglichem Wohnraum f\u00fcr Christen ist. Aber leider konnten wir nicht jeden Wunsch erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Wir wollten christliche Mittelstandsfamilien aus Jerusalem f\u00f6rdern, die kein Eigentum in der Stadt haben und in irgendeiner Weise am Leben der Kirche teilhaben. Junge Familien lagen uns dabei besonders am Herzen.\u201d Die Bewohner sind dementsprechend Lehrer an christlichen Schulen, arbeiten in christlichen Krankenh\u00e4usern oder \u2013 wie im Falle Ramis \u2013 f\u00fcr eine Menschenrechtsorganisation. \u201cWir m\u00fcssen uns schon anstrengen, um den Kredit f\u00fcr die Wohnung zu bezahlen. Die Summe hat sich in den letzten Jahren aufgrund unvorhergesehener Kosten leider fast verdoppelt. In Jerusalem ist das Leben ohnehin teuer. Ohne Einschr\u00e4nkung geht es also nicht.\u201d Seine Frau Ramia, Lehrerin an einer christlichen Schule, erg\u00e4nzt: \u201cWir haben deshalb in den vergangenen acht Jahren bei meinen Schwiegereltern gelebt, um Geld zu sparen. Das war nicht immer einfach, aber letztlich haben sich die M\u00fchen gelohnt.\u201d Die Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Tilgung des Kredits sind aber noch lange nicht zu Ende. \u201cWir mussten die Kinder schweren Herzens aus dem Violinunterricht und der Volkstanzgruppe nehmen\u201d, so Ramia, \u201cauch einen Sommerurlaub konnten wir uns in diesem Jahr [2013] nicht leisten. Daf\u00fcr haben wir mit ihnen die Heiligen St\u00e4tten im Land besucht.\u201d<\/p>\n<h2>Eine christliche Insel mitten in Jerusalem<\/h2>\n<p>Die Kinder sind dennoch gl\u00fccklich. \u201cWir haben hier gleich viele Freunde gefunden\u201d, erz\u00e4hlt der elfj\u00e4hrige Jack, der mit seinen beiden Br\u00fcdern Richard und Carlos im Hof Fussball spielt. Doch auch die Eltern f\u00fchlen sich wohl. \u201cEs ist wie eine christliche Insel\u201d, meint Ramia, \u201cjeder hilft jedem. Wir treffen uns zu Grillfesten und anderen Feiern.<\/p>\n<p>Die Atmosph\u00e4re ist wirklich gut. Man kann hier als Christ gut leben. Sogar eine katholische Kirche ist nicht weit. Hier gehen wir sonntags zur [hl.] Messe.\u201d Gewisse Spannungen gibt es mit der muslimischen Nachbarschaft. \u201cJeder hier im Haus wird best\u00e4tigen, dass der Muezzin aus der nahen Moschee jetzt lauter ruft seitdem wir Christen hier eingezogen sind. Das ist hier im Nahen Osten so. Sobald Christen eine Kirche bauen, steht eine Moschee daneben. Jetzt haben wir hier christliche Wohnungen, dann drehen sie eben den Lautsprecher am Minarett auf\u201d, sagt Ramia. \u201cVerstehen Sie mich nicht falsch. Meine beste Freundin ist eine Muslimin. Aber tendenziell glaube ich schon, dass wir Christen offener und toleranter sind.\u201d Doch das sind Kleinigkeiten, meint sie weiter. \u201cJerusalem ist unsere heilige Stadt. Warum sollten wir gehen?\u201d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unterst\u00fctzung eines Wohnungsbauprojekts f\u00fcr arabische Christen in Jerusalem \u201cWir mussten lange warten: Aber endlich ist unser Lebenstraum wahr geworden\u201d, sagten\u00a0gegen\u00fcber Kirche in Not\u00a0Rami und Ramia, ein junges Paar, das seit kurzem\u00a0mit seinen drei Kindern in eigenen vier W\u00e4nden wohnt. Soweit, so normal. Doch nicht in Jerusalem, einer der kompliziertesten St\u00e4dte der Welt. 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