{"id":3639,"date":"2013-10-05T18:50:38","date_gmt":"2013-10-05T16:50:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ifitblog.ch\/wordpress\/?p=3639"},"modified":"2021-10-19T16:17:03","modified_gmt":"2021-10-19T14:17:03","slug":"christen-in-agypten-wissen-nie-wo-die-extremisten-als-naechstes-zuschlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=3639","title":{"rendered":"Christen in \u00c4gypten wissen nie, wo die Extremisten als n\u00e4chstes zuschlagen"},"content":{"rendered":"<h1>Bedrohte Kirchen und H\u00e4user von Christen im \u00e4gyptischen Bistum Minya<\/h1>\n<p>Trotz einer gewissen Verbesserung der Sicherheitslage der Christen in \u00c4gypten zeigt sich der Medienverantwortliche der dortigen katholischen Kirche, Pater Rafik Greiche, nach wie vor besorgt. Gegen\u00fcber dem internationalen katholischen Hilfswerk Kirche in Not sagte Greiche vor kurzem: &#171;Es ist in Kairo etwas ruhiger geworden. Wir haben aber immer Angst, was als n\u00e4chstes passiert. Die Muslimbr\u00fcder und andere Extremisten drohen damit, Kirchen und christliche H\u00e4user anzugreifen. So wissen wir nie, wo sie als n\u00e4chstes zuschlagen.&#187; J\u00fcngstes Beispiel f\u00fcr die nach wie vor prek\u00e4re Lage der \u00e4gyptischen Christen nach dem Sturz des Muslimbruders Mohammad Mursi am 3. Juli ist der versuchte Mordanschlag auf den koptischen Bischof Makarios, Bistum <a title=\"Minya\" href=\"https:\/\/maps.google.ch\/maps?q=Minya,+%C3%84gypten&amp;hl=de&amp;ie=UTF8&amp;sll=47.031045,8.1752&amp;sspn=0.754451,1.590271&amp;oq=Minya&amp;t=h&amp;hnear=Al-Minya,+Qism+Minya,+Minya,+Al-Minya,+%C3%84gypten&amp;z=13\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Minya<\/a>\u00a0am Montag, 30. September. <!--more-->Pater Rafik beschreibt den Mordversuch vom Montag folgendermassen:<\/p>\n<blockquote><p>&#171;Bischof Makarios, der koptisch-orthodoxe Bischof von Minya, war auf dem Weg in das Dorf Saru, um dort eine trauernde Familie zu besuchen. In dem Ort gibt es eine seit etwa zehn Jahren geschlossene Kirche. Schnell verbreitete sich das Ger\u00fccht, dass der Bischof gekommen sei, die Kirche wiederzuer\u00f6ffnen. Das f\u00fchrte dazu, dass Dschihadisten das Feuer auf den Wagen des Bischofs er\u00f6ffneten. Er konnte sich in Sicherheit bringen. Aber der Schusswechsel dauerte \u00fcber eine Stunde.&#187;<\/p><\/blockquote>\n<p>Dorfbewohner h\u00e4tten die unmaskierten M\u00e4nner eindeutig als Dschihadisten erkannt. Pater Rafik betonte, dass die ober\u00e4gyptische Provinz Minya neben der Provinz Suhag eine Hochburg radikaler Muslime sei. Sie seien dort sehr pr\u00e4sent und verf\u00fcgten \u00fcber R\u00fcckhalt in Familien. Zudem k\u00f6nnten sie sich durch R\u00fcckzug in die nahe W\u00fcste dem Zugriff der Sicherheitskr\u00e4fte leicht entziehen. Schon am Sonntag, einen Tag vor dem Mordanschlag auf den Bischof, war es in dem ebenfalls in der Provinz Minya gelegenen Ort Ezbet Zakariya zu \u00dcbergriffen gegen Christen gekommen. Christliche H\u00e4user wurden dort von Dschihadisten f\u00fcr die Brandschatzung freigegeben und\u00a0die Familien seien aus dem Ort geflohen, best\u00e4tigte Pater Rafik.<\/p>\n<h2>\u00dcberforderte Beh\u00f6rden und Sicherheitskr\u00e4fte in \u00c4gypten<\/h2>\n<p>Im Zusammenhang mit diesem Mordanschlag auf Bischof Makarios ist die Frage laut geworden, ob die \u00e4gyptischen Beh\u00f6rden ihrer Aufgabe nachk\u00e4men,<br \/>\ndie Christen und ihre Einrichtungen vor radikal-islamisch motivierten<br \/>\nGewaltakten zu sch\u00fctzen. Die Antwort auf diese Frage gab Pater Rafik folgendermassen:<\/p>\n<blockquote><p>&#171;Die Sicherheitskr\u00e4fte tun, was sie k\u00f6nnen. Genug ist es aber nicht. Leider sind sie aber mit vielen anderen Problemen besch\u00e4ftigt. Jetzt erst wieder wollte die Muslimbruderschaft den Tahrirplatz in Kairo besetzen. Es liegt also nicht daran, dass sie uns nicht sch\u00fctzen wollen. Sie k\u00f6nnen es aufgrund ihrer begrenzten Kapazit\u00e4ten h\u00e4ufig einfach nicht.&#187;<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Kirche versuche deshalb, so gut es gehe, selbst Schutzmassnahmen zu ergreifen. So seien etwa L\u00f6schger\u00e4te f\u00fcr den Fall eines Brandanschlags verst\u00e4rkt angeschafft worden. Als bedeutsam bezeichnete Pater Rafik indes, dass es immer wieder F\u00e4lle gebe, wo Muslime aus der Nachbarschaft \u00dcbergriffe von Muslimbr\u00fcdern etwa gegen eine Kirche abgewehrt h\u00e4tten.<\/p>\n<blockquote><p>&#171;Ich habe es selbst erlebt: Die Menschen k\u00e4mpfen bis zur Ankunft der Polizei gegen die Angreifer. Das zeigt, dass die Muslimbr\u00fcder anders als behauptet nicht \u00fcber R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung verf\u00fcgten. Die Menschen lehnen die Muslimbruderschaft ab.&#187;<\/p><\/blockquote>\n<p>Im vergangenen Jahr 2012 unterst\u00fctzte Kirche in Not Projekte in \u00c4gypten mit rund CHF 860 000.-.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedrohte Kirchen und H\u00e4user von Christen im \u00e4gyptischen Bistum Minya Trotz einer gewissen Verbesserung der Sicherheitslage der Christen in \u00c4gypten zeigt sich der Medienverantwortliche der dortigen katholischen Kirche, Pater Rafik Greiche, nach wie vor besorgt. Gegen\u00fcber dem internationalen katholischen Hilfswerk Kirche in Not sagte Greiche vor kurzem: &#171;Es ist in Kairo etwas ruhiger geworden. 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