{"id":2156,"date":"2013-03-12T23:03:22","date_gmt":"2013-03-12T22:03:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ifittest.ch\/?p=2156"},"modified":"2021-06-18T16:27:54","modified_gmt":"2021-06-18T14:27:54","slug":"wer-bekennt-dass-jesus-christus-der-sohn-gottes-ist-in-dem-bleibt-gott-und-er-bleibt-in-gott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=2156","title":{"rendered":"Wer bekennt, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott"},"content":{"rendered":"<h2>Exerzitien zur Fastenzeit Teil VIII mit Benedikt XVI. aus acht Jahren Pontifikat<\/h2>\n<p><img data-opt-id=2035738346  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6365\" src=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Emer.-Papst-Benedikt-XVI.-auf-der-Stufe-Petri.png\" alt=\"Bild: berlinertageszeitung.de\" width=\"253\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:715\/h:538\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Emer.-Papst-Benedikt-XVI.-auf-der-Stufe-Petri.png 715w, https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:300\/h:226\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Emer.-Papst-Benedikt-XVI.-auf-der-Stufe-Petri.png 300w\" sizes=\"(max-width: 253px) 100vw, 253px\" \/>Laudetur Jesus Christus! Hier ist Radio Vatikan. Radioexerzitien in der Fastenzeit. Willkommen zu unserer achten Folge, ich bin P. Bernd Hagenkord. Sie h\u00f6ren nun die achte Folge unserer Radioexerzitien mit Benedikt XVI. Wir beginnen bei unserem Glauben und folgen Benedikt XVI. in seinen Gedanken und Meditationen. Es sind weniger Argumente, die der Papst uns in dieser Sendung vorlegt, vielmehr kreisen seine Gedanken um den Kern dessen, was unsere Beziehung zu Gott ausmacht. [0:31] Was glauben wir da eigentlich? Was ist das \u00fcberhaupt, Glaube? Kann es das eigentlich noch geben in der modernen Welt, wenn man die grossen Summen der Theologie ansieht, die im Mittelalter geschrieben wurden? Oder an die Menge der B\u00fccher denkt, die jeden Tag f\u00fcr und gegen den Glauben verfasst werden, m\u00f6chte man wohl verzagen und denken, das sei alles viel zu kompliziert. Vor lauter B\u00e4umen sieht man am Ende den Wald nicht mehr. Und es ist wahr, die Vision des Glaubens umfasst Himmel und Erde, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, die Ewigkeit und ist darum nie ganz auszusch\u00f6pfen. Und doch ist sie in ihrem Kern ganz einfach.<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2156-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2013-03-12-Radioexerzitien-in-der-Fastenzeit-Teil-VIII.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2013-03-12-Radioexerzitien-in-der-Fastenzeit-Teil-VIII.mp3\">https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2013-03-12-Radioexerzitien-in-der-Fastenzeit-Teil-VIII.mp3<\/a><\/audio>\n<p><!--more-->Der Herr selber hat ja zum Vater dar\u00fcber gesagt: &#171;Den Einfachen hast du es offenbaren wollen, denen, die mit dem Herzen sehen k\u00f6nnen.&#187;<\/p>\n<p>[2:08] Der Glaube ist einfach. Wir glauben an Gott, an Gott, den Ursprung und das Ziel menschlichen Lebens, an den Gott, der sich auf uns Menschen einl\u00e4sst, der unsere Herkunft und unsere Zukunft ist. So ist Glaube immer zugleich Hoffnung, Gewissheit, dass wir Zukunft haben und dass wir nicht ins Leere fallen. Und der Glaube ist Liebe, weil Gottes Liebe uns anstecken m\u00f6chte. Das ist das Erste. Wir glauben einfach an Gott. Und das heisst hoffen und das heisst lieben. Als zweites k\u00f6nnen wir feststellen: Das Glaubensbekenntnis ist nicht eine Summe von S\u00e4tzen, eine Theorie. Es ist ja verankert im Geschehen der Taufe, in einem Ereignis der Begegnung von Gott und Mensch. Gott beugt sich \u00fcber uns Menschen im Geheimnis der Taufe, er geht uns entgegen und f\u00fchrt uns so zueinander. Denn Taufe bedeutet, dass Jesus Christus uns sozusagen als seine Geschwister und damit als Kinder in die Familie Gottes hinein adoptiert. So macht er uns damit alle zu einer grossen Familie in der weltweiten Kirche. Ja, wer glaubt, ist nie allein. Gott geht auf uns zu. Gehen auch wir Gott entgegen, dann gehen wir zu aufeinander.<\/p>\n<p>[4:28] Wir glauben an Gott. Das stellen die Hauptteile des Glaubensbekenntnisses heraus und das betont besonders der erste Teil davon. Aber nun folgt sofort die zweite Frage: An welchen Gott? Nun eben, an den Gott, der Sch\u00f6pfergeist ist, sch\u00f6pferische Vernunft, von der alles kommt und von der wir kommen. Diese sch\u00f6pferische Vernunft ist G\u00fcte, sie ist Liebe, sie hat ein Gesicht. Gott l\u00e4sst uns nicht im Dunklen tappen, er hat sich gezeigt als Mensch. So gross ist er, dass er es sich leisten kann, ganz klein zu werden. &#171;Wer mich sieht, sieht den Vater&#187;, sagt Jesus [siehe <a title=\"Johannes 14,9\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/Johannes14.9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Johannes 14,9<\/a>]. Gott hat ein menschliches Gesicht angenommen, er liebt uns bis dahin, dass er sich f\u00fcr uns ans Kreuz nageln l\u00e4sst, um die Leiden der Menschheit zum Herzen Gottes hinaufzutragen. Heute, wo wir die Pathologien, die lebensgef\u00e4hrlichen Erkrankungen der Religion und der Vernunft sehen, die Zerst\u00f6rungen des Gottesbildes durch Hass und Fanatismus, ist es wichtig, klar zu sagen, welchem Gott wir glauben und zu diesem menschlichen Antlitz Gottes zu stehen. Erst das erl\u00f6st uns von der Gottesangst, erst dieser Gott erl\u00f6st uns von der Weltangst und von der Furcht vor der Leere des eigenen Daseins. Erst durch das Hinschauen auf Jesus Christus wird die Freude an Gott voll, wird zur erl\u00f6sten Freude.<\/p>\n<blockquote><p>Liebe Br\u00fcder, wir wollen einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist die Liebe. Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als S\u00fchne f\u00fcr unsere S\u00fcnden gesandt hat. Liebe Br\u00fcder, wenn Gott uns so geliebt hat, m\u00fcssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je geschaut. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet. Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben. Wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt. Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott.<\/p><\/blockquote>\n<p>[8:23] Ich m\u00f6chte drei Aussagen dieses vielschichtigen und reichen Textes [<a title=\"1 Johannes 7-15\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/1.Johannes4.7-15\">1 Johannes 7-15<\/a>] besonders unterstreichen. Das Zentralthema des ganzen Briefes erscheint im Vers 15: &#171;Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott.&#187; Johannes stellt hier noch einmal, wie zuvor schon in den Versen 2 und 3 des vierten Kapitels, das Bekenntnis, die Confessio, heraus, die uns \u00fcberhaupt als Christen unterscheidet, den Glauben daran, dass Jesus der im Fleisch gekommene Sohn Gottes ist. Niemand hat Gott je gesehen. Der einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht, heisst es am Ende des Prologs zum vierten Evangelium. Wer Gott ist, wissen wir durch Jesus Christus, den einzigen, der Gott ist. In die Ber\u00fchrung mit Gott kommen wir durch ihn.<\/p>\n<p>[10:21] Damit sind wir schon mitten in dem zweiten Punkt, den ich ansprechen wollte, er kommt im Vers 14 zu Sprache, wo es heisst: &#171;Wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt.&#187; Das Zentralwort dieses Satzes heisst &#171;martyromen&#187;, wir bezeugen, wir sind Zeugen. Das Bekenntnis muss Zeugnis werden. In dem zugrundeliegenden Wort &#171;martys&#187; klingt auf, dass der Zeuge Jesu Christi mit seiner ganzen Existenz, mit Leben und Sterben f\u00fcr sein Zeugnis eintritt. Der Verfasser des Briefes sagt von sich: &#171;Wir haben gesehen.&#187; Weil er gesehen hat, kann er Zeuge sein. Er setzt aber voraus, dass auch wir, die nachfolgenden Generationen, sehend zu werden verm\u00f6gen, und dass auch wir als Sehende Zeugnis ablegen k\u00f6nnen. Bitten wir den Herrn, dass er uns sehend macht. Helfen wir uns gegenseitig zum Sehen, damit wir auch die Menschen unserer Zeit, sehend machen k\u00f6nnen und dass sie durch die ganze selbstgemachte Welt hindurch, Gott wieder erkennen k\u00f6nnen, durch all die historischen Barrieren hindurch Jesus wieder wahrnehmen d\u00fcrfen, den von Gott gesandten Sohn, in dem wir den Vater sehen.<\/p>\n<p>[12:51] Agape, Liebe, wie der Evangelist Johannes sie uns lehrt, ist nicht Sentimentales uns nichts Verstiegenes, sie ist ganz n\u00fcchtern und realistisch. Die Agape, die Liebe ist wirklich die Summe von Gesetz und Propheten. Alles ist in ihr eingefaltet, muss aber im Alltag immer neu entfaltet werden. Wir haben der Liebe geglaubt, ja, der Liebe kann der Mensch glauben. Bezeugen wir unseren Glauben so, dass er als Kraft der Liebe erscheint, damit die Welt glaube. Amen.<\/p>\n<p>[14:12] Und damit endet unsere Sendung. Ihnen alles Gute, wo immer Sie uns zuh\u00f6ren. Hier ist Radio Vatikan. Laudetur Jesus Christus!<\/p>\n<h3>Weitere Hinweise und Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht:\u00a0<a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/?p=2298\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><u><span style=\"color: #0066cc;\">Radioexerzitien f\u00fcr die Fastenzeit von und mit Benedikt XVI.<\/span><\/u><\/a><\/li>\n<li>Audio (MP3) ohne Nachrichten: <a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2013-03-12-Radioexerzitien-in-der-Fastenzeit-Teil-VIII.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2013-03-12 Radioexerzitien in der Fastenzeit Teil VIII<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/w2.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Homepage von Benedikt XVI.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>Nachweis der Audioausschnitte f\u00fcr die 8. Folge der Radioexerzitien von Radio Vatikan am 12.\u00a0M\u00e4rz 2013<\/h4>\n<ul>\n<li>Die beiden Predigten am 12. Sept 2006 in Regensburg, Messe und Vesper<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Exerzitien zur Fastenzeit Teil VIII mit Benedikt XVI. aus acht Jahren Pontifikat Laudetur Jesus Christus! Hier ist Radio Vatikan. Radioexerzitien in der Fastenzeit. Willkommen zu unserer achten Folge, ich bin P. Bernd Hagenkord. Sie h\u00f6ren nun die achte Folge unserer Radioexerzitien mit Benedikt XVI. 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