{"id":2133,"date":"2013-03-27T15:29:57","date_gmt":"2013-03-27T14:29:57","guid":{"rendered":"http:\/\/ifit.ch\/?p=2133"},"modified":"2021-06-18T16:27:44","modified_gmt":"2021-06-18T14:27:44","slug":"wir-sollen-so-wie-gott-mit-jesus-aus-uns-selbst-herausgehen-und-auf-den-anderen-zugehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=2133","title":{"rendered":"Wir sollen, so wie Gott mit Jesus, aus uns selbst herausgehen und auf den anderen zugehen"},"content":{"rendered":"<h2>Erste Generalaudienz von Papst Franziskus auf dem Petersplatz<\/h2>\n<p>Die Karwoche zu leben \u2013 das bedeutet vor allem, aus sich selbst herausgehen und auf den anderen zuzugehen. Dies hat Papst Franziskus bei seiner ersten \u00f6ffentlichen Generalaudienz am Mittwoch, 27. M\u00e4rz\u00a0auf dem Petersplatz betont. Die Pilger begr\u00fc\u00dfte er zuvor wieder mit einem entspannten \u201eBuongiorno\u201c. Zudem k\u00fcndigte der Papst an, dass er nach Ostern die Katechesereihe zum Jahr des Glaubens, die sein Vorg\u00e4nger Benedikt XVI. begonnen hatte, fortsetzen werde. Was es bedeutet, Jesus bei seinem Leiden, seinem Weg zum Kreuz und zur Auferstehung zu begleiten, machte Papst Franziskus an diesem Mittwoch in der Karwoche noch einmal deutlich: \u201eDie Karwoche zu leben bedeutet nicht nur, Christus mit einem bewegten Herzen zu folgen, die Karwoche zu leben und Jesus zu folgen hei\u00dft: lernen, aus uns selbst herauszugehen. So, wie ich es vergangenen Sonntag gesagt habe, aus uns herausgehen, um den anderen entgegen zu gehen, um zu den Randgebieten des Daseins zu gehen. Lasst uns als erste zu unseren Br\u00fcdern und Schwestern gehen, besonders zu denen, die am weitesten weg sind, zu denen, die in Vergessenheit geraten sind, zu denen, die Verst\u00e4ndnis, Trost und Hilfe brauchen. <!--more-->Es gibt ein sehr gro\u00dfes Bed\u00fcrfnis, das lebendige Zeugnis des barmherzigen Jesus, der reich an Liebe ist, zu den Menschen zu bringen!\u201c\u00a0Es gelte hier, dem Beispiel Gottes zu folgen, der ebenfalls nicht darauf gewartet habe, dass die Menschen zu ihm k\u00e4men, sondern von sich aus zu ihnen ging \u2013 ohne Berechnung und ohne Ma\u00dfstab. So sei Gott, betont Franziskus: Er mache immer den ersten Schritt, er gehe den Menschen entgegen. Die Karwoche zu leben hei\u00dfe, in die Logik des Evangeliums einzutreten:<br \/>\n\u201eChristus folgen, ihn begleiten, bei ihm bleiben \u2013 das erfordert ein \u201aheraustreten\u2019. Heraustreten aus dem Selbst, aus einer Welt, die den Glauben m\u00fcde und aus Gewohnheit lebt, heraustreten aus der Versuchung, sich in den eigenen Schemata zu verschlie\u00dfen, die auch den Horizont der kreativen Liebe Gottes verschlie\u00dfen. Gott ist aus sich selbst herausgetreten, um mitten unter uns zu leben, er hat sein Zelt mitten unter uns aufgeschlagen, um uns die Barmherzigkeit Gottes zu bringen, die erl\u00f6st und Hoffnung schenkt. Wenn wir ihm folgen wollen und bei ihm bleiben wollen, dann d\u00fcrfen wir uns nicht damit begn\u00fcgen, mit den 99 Schafen auf der Weide zu bleiben, dann m\u00fcssen wir \u201aheraustreten\u2019, dann m\u00fcssen wir mit ihm das verlorene Schaf suchen, das was am weitesten entfernt ist.\u201c\u00a0Merkt Euch das gut, betonte Franziskus: \u201eHeraustreten aus uns selbst, so wie Jesus, so wie Gott mit Jesus aus sich selbst herausgetreten ist, und so wie Jesus aus sich selbst herausgetreten ist f\u00fcr uns.\u201c Das sei nicht immer einfach, bequeme Ausreden gebe es zu Gen\u00fcge:<br \/>\n\u201eDa k\u00f6nnte mir jemand sagen: \u201aAber Pater, ich habe keine Zeit\u2019, \u201aich habe so viele Dinge zu tun\u2019, \u201aes ist schwer\u2019, \u201awas kann ich mit meiner geringen Kraft denn schon tun?\u2019, \u201aauch mit meinen S\u00fcnden, mit so vielen Dingen?\u2019 Oft begn\u00fcgen wir uns mit ein paar Gebeten, einer zerstreuten sonnt\u00e4glichen Messe, die nicht best\u00e4ndig ist. Wir begn\u00fcgen uns mit einem Zeichen des Mitgef\u00fchls, aber diesen Mut, aus uns selbst \u201aherauszutreten\u2019, um Christus zu bringen, den haben wir nicht.\u201c<br \/>\nHier seien viele Menschen wohl ein bisschen wie der heilige Petrus: Sobald Jesus ihm von seinem Leidensweg, dem Tod und der Auferstehung erz\u00e4hlt habe, habe Petrus ihn zur Seite genommen und ihm Vorw\u00fcrfe gemacht. Was Jesus sagte, das verwarf all seine Pl\u00e4ne und es zerst\u00f6rte seine Vorstellung des Messias. Jesus antwortete darauf mit einer der wohl h\u00e4rtesten Aussagen des Evangeliums, so Franziskus: \u201aWeg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.\u2019 (<a title=\"Markus 8,33\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/Markus8.33\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Markus 8,33<\/a>). Gleichzeitig erinnerte Franziskus daran, nicht zu vergessen, dass Gott immer barmherzig denke, dass er der barmherzige Vater sei: \u201eGott denkt wie der Samariter, der nicht am Ungl\u00fcckseligen vorbeigeht, ohne ihn zu bedauern, oder um es von einer anderen Seite zu sehen, er hilft ihm, ohne irgendetwas daf\u00fcr zu verlangen. Ohne zu fragen, ob er Jude oder Heide ist, ob er Samariter ist, ob er reich ist oder arm: Er fragt nichts. Er fragt nicht nach diesen Dingen, er verlangt nichts und hilft: So ist Gott.\u201c<br \/>\nAuf Italienisch gr\u00fc\u00dfte Franziskus auch alle deutschsprachigen Pilger: \u201eGanz herzlich gr\u00fc\u00dfe ich alle Br\u00fcder und Schwestern aus den L\u00e4ndern deutscher Sprache. Besonders in diesen \u00f6sterlichen Tagen k\u00f6nnen wir Gottes N\u00e4he erfahren, wenn wir uns auf ihn einlassen, wenn wir sein Wort aufmerksam h\u00f6ren und sein Erbarmen im Sakrament der Beichte und in der Eucharistie empfangen. Ich w\u00fcnsche uns allen, dass wir diese Tage mit Hingabe feiern und unsere Mitmenschen mit einem Strahl der Liebe Gottes beschenken. Frohe Ostern euch allen!\u201d<br \/>\nQuelle: <a title=\"STA, Radio Vatikan, Artikel 677268\" href=\"http:\/\/de.radiovaticana.va\/news\/2013\/03\/27\/franziskus:_\u201eaus_sich_selbst_heraus-_und_auf_den_anderen_zugehen\u201c\/ted-677268\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">STA, Radio Vatikan, Artikel 677268<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erste Generalaudienz von Papst Franziskus auf dem Petersplatz Die Karwoche zu leben \u2013 das bedeutet vor allem, aus sich selbst herausgehen und auf den anderen zuzugehen. Dies hat Papst Franziskus bei seiner ersten \u00f6ffentlichen Generalaudienz am Mittwoch, 27. M\u00e4rz\u00a0auf dem Petersplatz betont. Die Pilger begr\u00fc\u00dfte er zuvor wieder mit einem entspannten \u201eBuongiorno\u201c. 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