{"id":1998,"date":"2013-03-22T12:50:43","date_gmt":"2013-03-22T11:50:43","guid":{"rendered":"http:\/\/ifit.ch\/?p=1998"},"modified":"2021-10-24T12:36:13","modified_gmt":"2021-10-24T10:36:13","slug":"es-gibt-auch-noch-die-geistliche-armut-unserer-tage-das-ist-die-diktatur-des-relativismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=1998","title":{"rendered":"Es gibt auch noch die geistliche Armut unserer Tage: Das ist die Diktatur des Relativismus!"},"content":{"rendered":"<h2>Rede von Papst Franziskus an das Diplomatische Corps im Heiligen Stuhl<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/2013-03-13-Franziskus-ist-der-neue-Papst-der-katholischen-Kirche.png\"><img data-opt-id=742623385  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-38186\" src=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/2013-03-13-Franziskus-ist-der-neue-Papst-der-katholischen-Kirche.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"412\" srcset=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:750\/h:412\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/2013-03-13-Franziskus-ist-der-neue-Papst-der-katholischen-Kirche.png 750w, https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:300\/h:165\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/2013-03-13-Franziskus-ist-der-neue-Papst-der-katholischen-Kirche.png 300w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a>Am Freitagmorgen, 22. M\u00e4rz 2013\u00a0traf Papst Franziskus das Diplomatische Corps, das beim Heiligen Stuhl akkreditiert ist, im Vatikan. Radio Vatikan dokumentierte seine Rede, die Papst Franziskus auf Italienisch hielt, folgendermassen\u00a0auf Deutsch: Exzellenzen, meine Damen und Herrn,\u00a0ich danke Ihrem Dekan, Botschafter Jean-Claude Michel, von Herzen f\u00fcr die sch\u00f6nen Worte, die er im Namen aller an mich gerichtet hat, und mit Freude empfange ich Sie zu dieser einfachen, aber zugleich intensiven Begr\u00fc\u00dfung, die gleichsam f\u00fcr die Umarmung steht, mit der der Papst die Welt umf\u00e4ngt. Denn durch Sie begegne ich Ihren V\u00f6lkern, und so kann ich in gewissem Sinn jeden Ihrer Mitb\u00fcrger erreichen, mit seinen Freuden, seinen dramatischen Situationen, seinen Erwartungen, seinen W\u00fcnschen.\u00a0Dass Sie so zahlreich erschienen sind, ist auch ein Zeichen daf\u00fcr, dass die Beziehungen, die Ihre L\u00e4nder mit dem Heiligen Stuhl unterhalten, erfolgreich sind, dass sie wirklich eine M\u00f6glichkeit zum Wohl der Menschheit darstellen. <!--more-->Das ist es ja, was dem Heiligen Stuhl am Herzen liegt: das Wohl eines jeden Menschen auf dieser Erde! Und genau mit dieser Intention beginnt der Bischof von Rom seinen Dienst, wobei er wei\u00df, dass er auf die Freundschaft und die Zuneigung der L\u00e4nder z\u00e4hlen kann, die Sie vertreten, und die Gewissheit hat, dass Sie diesen Vorsatz teilen. Zugleich ist es, wie ich hoffe, auch die Gelegenheit, einen Weg zu beginnen mit den wenigen L\u00e4ndern, die noch keine diplomatischen Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl unterhalten und von denen einige, denen ich von Herzen danke, bei der Messe zu meiner Amtseinf\u00fchrung zugegen waren oder Botschaften als Geste der Verbundenheit gesandt haben.<br \/>\nWie Sie wissen, gibt es mehrere Gr\u00fcnde, warum ich bei der Wahl meines Namens an Franziskus von Assisi gedacht habe \u2013 eine Pers\u00f6nlichkeit, die \u00fcber die Grenzen Italiens und Europas hinaus und auch bei denen, die nicht den katholischen Glauben bekennen, wohlbekannt ist. Einer der ersten Gr\u00fcnde ist die Liebe, die Franziskus zu den Armen hatte. Wie viele Arme gibt es noch in der Welt! Und welchen Leiden sind diese Menschen ausgesetzt! Nach dem Beispiel des heiligen Franziskus von Assisi hat die Kirche immer versucht, sich in jedem Winkel der Erde um die Notleidenden zu k\u00fcmmern, sie zu beh\u00fcten, und ich denke, dass Sie in vielen Ihrer L\u00e4nder das gro\u00dfherzige Wirken jener Christen feststellen k\u00f6nnen, die sich engagieren, um den Kranken, den Waisen, den Obdachlosen und allen Ausgegrenzten zu helfen, und die so daran arbeiten, menschlichere und gerechtere Gesellschaften aufzubauen.<br \/>\nDoch es gibt auch noch eine andere Armut! Es ist die geistliche Armut unserer Tage, die ganz ernstlich auch die L\u00e4nder betrifft, die als die reichsten gelten. Es ist das, was mein Vorg\u00e4nger, der liebe und verehrte Benedikt XVI., \u201eDiktatur des Relativismus\u201c nennt und was jeden sein eigener Ma\u00dfstab sein l\u00e4sst und so das Zusammenleben unter den Menschen gef\u00e4hrdet. Und damit komme ich zu einem zweiten Grund f\u00fcr meinen Namen. Franziskus von Assisi sagt: Arbeitet, um den Frieden aufzubauen! Aber es gibt keinen wahren Frieden ohne Wahrheit! Es kann keinen wahren Frieden geben, wenn jeder sein eigener Ma\u00dfstab ist, wenn jeder immer und einzig sein eigenes Recht einfordern kann, ohne sich gleichzeitig um das Wohl der anderen \u2013 aller \u2013 zu k\u00fcmmern, angefangen von der Natur, die alle Menschen auf dieser Welt verbindet.<br \/>\nEiner der Titel des Bischofs von Rom ist Pontifex, das hei\u00dft Br\u00fcckenbauer \u2013 Br\u00fccken zu Gott und zwischen den Menschen. Ich w\u00fcnsche mir wirklich, dass der Dialog zwischen uns dazu beitr\u00e4gt, Br\u00fccken zwischen allen Menschen zu bauen, so dass jeder im anderen nicht einen Feind, einen Konkurrenten sieht, sondern einen Bruder, den er annehmen und umarmen soll! Au\u00dferdem dr\u00e4ngt mich meine eigene Herkunft dazu, Br\u00fccken zu bauen. Wie Sie wissen, kommt ja meine Familie aus Italien; und so ist in mir stets dieser Dialog zwischen Orten und Kulturen lebendig, die voneinander entfernt sind \u2013 zwischen dem einen und dem anderen Ende der Erde, die heute einander immer n\u00e4her r\u00fccken, voneinander abh\u00e4ngig sind, es n\u00f6tig haben, einander zu begegnen und wirkliche R\u00e4ume echten Miteinanders zu schaffen.<br \/>\nGrundlegend in diesem Werk ist auch die Rolle der Religion. Man kann n\u00e4mlich keine Br\u00fccken zwischen den Menschen bauen, wenn man Gott vergisst. Doch es gilt auch das Gegenteil: Man kann keine wahre Verbindung zu Gott haben, wenn man die anderen ignoriert. Darum ist es wichtig, den Dialog zwischen den verschiedenen Religionen zu verst\u00e4rken \u2013 ich denke besonders an den mit dem Islam \u2013, und ich habe die Anwesenheit vieler ziviler und religi\u00f6ser Autorit\u00e4ten der islamischen Welt bei der Messe zu meiner Amtseinf\u00fchrung sehr gesch\u00e4tzt. Und es ist auch wichtig, die Gegen\u00fcberstellung mit den Nichtgl\u00e4ubigen zu intensivieren, damit niemals die Unterschiede, die trennen und verletzen, \u00fcberhand nehmen, sondern bei aller Verschiedenheit doch der Wunsch \u00fcberwiegt, wahre Bindungen der Freundschaft zwischen allen V\u00f6lkern zu aufzubauen.<br \/>\nDie materielle wie die geistliche Armut bek\u00e4mpfen, Frieden schaffen und Br\u00fccken bauen \u2013 das sind gleichsam die Bezugspunkte eines Weges, den mitzugehen ich jedes der L\u00e4nder, die Sie vertreten, einlade. Das ist jedoch ein schwieriger Weg, wenn wir nicht immer mehr lernen, diese unsere Erde zu lieben. Auch in diesem Fall hilft es mir, an den Namen Franziskus zu denken, der eine tiefgreifende Achtung gegen\u00fcber der gesamten Sch\u00f6pfung und die Bewahrung dieser unserer Umwelt lehrt, die wir leider allzu oft nicht zum Guten gebrauchen, sondern sie gierig ausbeuten zum gegenseitigen Schaden.<br \/>\nLiebe Botschafter, meine Damen und Herren,\u00a0ich danke Ihnen nochmals f\u00fcr all die Arbeit, die Sie in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat vollbringen, um Frieden zu schaffen und Br\u00fccken der Freundschaft und des Miteinanders zu bauen. \u00dcber Sie m\u00f6chte ich Ihren Regierungen noch einmal meinen Dank \u00fcbermitteln f\u00fcr ihre Teilnahme an den Festlichkeiten anl\u00e4sslich meiner Wahl, in der Vorausschau auf eine fruchtbare gemeinsame Arbeit. Der allm\u00e4chtige Herr erf\u00fclle jeden von Ihnen, Ihre Familie und die V\u00f6lker, die Sie vertreten, mit seinen Gaben.<\/p>\n<h3>Weitere Hinweise und Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>Radio Vatikan (MP3-Audio): Papst Franziskus trifft Diplomatisches Corps im Heiligen Stuhl vom 22. M\u00e4rz 2013<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1998-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/2013-03-22-Papst-Franziskus-trifft-Diplomatisches-Corps-im-Heiligen-Stuhl.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/2013-03-22-Papst-Franziskus-trifft-Diplomatisches-Corps-im-Heiligen-Stuhl.mp3\">https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/2013-03-22-Papst-Franziskus-trifft-Diplomatisches-Corps-im-Heiligen-Stuhl.mp3<\/a><\/audio><\/li>\n<li>Radio Vatikan Archiv: <a href=\"https:\/\/www.archivioradiovaticana.va\/storico\/2013\/03\/22\/papst_%E2%80%9Ematerielle_und_geistliche_armut_lindern%E2%80%9C_-_%E2%80%9Epontifex_hei%C3%9Ft\/ted-675765\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Papst: \u201eMaterielle und geistliche Armut lindern\u201c &#8211; \u201ePontifex hei\u00dft Br\u00fcckenbauer\u201c<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rede von Papst Franziskus an das Diplomatische Corps im Heiligen Stuhl Am Freitagmorgen, 22. 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