{"id":1861,"date":"2013-03-15T20:21:22","date_gmt":"2013-03-15T19:21:22","guid":{"rendered":"http:\/\/ifit.ch\/?p=1861"},"modified":"2021-10-24T12:18:06","modified_gmt":"2021-10-24T10:18:06","slug":"der-paraklet-schafft-alle-unterschiede-in-der-kirche-nicht-in-der-gleichheit-sondern-in-der-harmonie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=1861","title":{"rendered":"Der Paraklet schafft alle Unterschiede in der Kirche nicht in der Gleichheit sondern in der Harmonie"},"content":{"rendered":"<h1>Papst Franziskus ermutigt seine Kardin\u00e4le zur Neuevangelisierung<\/h1>\n<p>Franziskus hat am Freitagmorgen, 15. M\u00e4rz\u00a0das Kardinalskollegium im Apostolischen Palast empfangen. Der neue Papst, der ohne Stola und Mozzetta auftrat, wich bei seiner Ansprache an einigen Stellen vom Redetext ab. \u201eCari fratelli, forza!\u201c, \u201eLiebe Br\u00fcder, los!\u201c &#8211; mit lebhaftem Blick und ausladenden Gesten rief Papst Franziskus die Kardin\u00e4le zu neuem Schwung bei der Verk\u00fcndigung des Christentums auf. Dazu gelte es, vorhandenes Potenzial neu zu nutzen, so Franziskus, der in freier Rede ein H\u00f6lderlin-Zitat einf\u00fcgte:\u00a0\u201eDie H\u00e4lfte von uns sind alt. Das Alter ist, so dr\u00fccke ich es gern aus, Sitz der Weisheit im Leben. Die Alten haben die Weisheit, dass sie im Leben gegangen sind, wie der alte Simon, die alte Anna vom Tempel. Und diese Weisheit ist es gerade, die sie Jesus hat erkennen lassen. Schenken wir den Jungen diese Weisheit: schenken wir ihnen die Weisheit des Lebens, wie der gute Wein, der mit den Jahren immer besser wird. Mir kommt in den Sinn, was ein deutscher Dichter \u00fcber das Alter sagte:, Es ist ruhig, das Alter, und fromm\u2019 <!--more-->(Anm. d. Red.: Friedrich H\u00f6lderlin: Meiner verehrungsw\u00fcrdigen Gro\u00dfmutter zum 72. Geburtstag): es ist die Zeit der Ruhe und des Gebetes. Und auch die Zeit, den Jungen diese Weiheit zu geben.\u201c<br \/>\nAusgehend von der intensiven Erfahrung des Konklaves rief der Papst die Kardin\u00e4le zur Einheit auf. \u201eWir haben zusammen gebetet und br\u00fcderlich unsere Gef\u00fchle, Erfahrungen und Gedanken geteilt\u201c, so Franziskus. Der Papst blickte auf die intensiven Tage des Vorkonklaves und Konklaves zur\u00fcck: \u201eIn diesem Klima gro\u00dfer Herzlichkeit haben wir uns besser kennengelernt und sind einander gegen\u00fcber offen geworden, und das ist gut, denn wir sind Br\u00fcder. Jemand sagte mir: die Kardin\u00e4le sind die Priester des Heiligen Vaters. Aber wir sind diese Gemeinschaft, diese Freundschaft, diese N\u00e4he, die allen gut tun wird.\u201c<br \/>\nDieses \u201eOffenwerden\u201c, diese \u201eBr\u00fcderlichkeit\u201c h\u00e4tten die Kardin\u00e4le f\u00fcr die Lenkung durch den Heiligen Geist ge\u00f6ffnet, blickt Franziskus auf das Konklave, das \u201evoll von Bedeutung nicht nur f\u00fcr das Kardinalskollegium, sondern auch f\u00fcr alle Gl\u00e4ubigen\u201c gewesen sei. Er verwendet hier den Begriff \u201eParaklet\u201c aus dem Johannesevangelium \u2013 den beistehenden, tr\u00f6stenden Heiligen Geist: \u201eDer Paraklet schafft alle Unterschiede in der Kirche, und es scheint, er sei ein Apostel von Babel. Aber andererseits ist er es, der die Einheit dieser Unterschiede nicht in der Gleichheit, sondern in der Harmonie schafft. Ich erinnere mich an den Kirchenvater, der das so fasste: ,Ipse harmonia est\u2019. Dieser Paraklet, der jedem von uns andere Charismen gibt, vereint uns in dieser Gemeinschaft der Kirche, die den Vater, den Sohn und Ihn, den Heiligen Geist, anbetet.\u201c<br \/>\nAusgehend von der \u201eauthentischen und kollegialen Zuneigung\u201c, die das Kardinalskollegium vereine, gab der neue Papst seinem Willen Ausdruck, \u201edem Evangelium mit erneuerter Liebe\u201c zu dienen. Der Argentinier rief hier zu einer erneuerten Evangelisierung mit vereinten Kr\u00e4ften auf: \u201eGeben wir nie dem Pessimismus nach, der Bitterkeit, die uns der Teufel jeden Tag anbietet: geben wir nicht dem Pessimismus nach und der Entmutigung: Wir haben die feste Gewissheit, dass der Heilige Geist der Kirche \u2013 mit seinem m\u00e4chtigem Atem \u2013 den Mut gibt, beharrlich neue Wege der Evangelisierung zu suchen, um das Evangelium bis an die letzten Enden der Welt zu tragen (At 1,8).\u201c<\/p>\n<h2>Die Wahrheit der christlichen Botschaft bis heute unumst\u00f6\u00dflich<\/h2>\n<p>\u201eDie Wahrheit des Christentums ist anziehend und \u00fcberzeugend, weil die auf das tiefe Bed\u00fcrfnis der menschlichen Existenz antwortet und auf \u00fcberzeugende Weise verk\u00fcndet, dass Christus der einzige Erl\u00f6ser des ganzen Menschen und aller Menschen ist. Diese Botschaft bleibt heute wie zu Beginn des Christentums g\u00fcltig, als die gro\u00dfe missionarische Expansion des Evangeliums stattfand.\u201c<br \/>\nFranziskus dankte den Kardin\u00e4len f\u00fcr ihre Arbeit w\u00e4hrend der Zeit der Sedisvakanz und allen Vatikanmitarbeitern, die f\u00fcr einen reibungslosen Ablauf der Papstwahl gesorgt haben. Namentlich nannte er Kardinaldekan Angelo Sodano, den Camerlengo Tracisio Bertone und Giovanni Battista Re, der das Konklave leitete. Weiter erw\u00e4hnte der Papst hier die Kardin\u00e4le, die aus gesundheitlichen oder Altersgr\u00fcnden nicht am Konklave teilnehmen konnten, wie etwa Kardinal Mejia, der am Mittwoch einen Herzinfarkt erlitten hatte und in einem r\u00f6mischen Krankenhaus liegt.<\/p>\n<h2>Besonderer Dank des neuen Papstes ging an seinen Vorg\u00e4nger<\/h2>\n<p>\u201eBesonders denke ich mit gro\u00dfer Zuneigung und tiefer Dankbarkeit an meinen ehrw\u00fcrdigen Vorg\u00e4nger Benedikt XVI., der in diesen Pontifikatsjahren die Kirche mit seinem Lehramt, seiner G\u00fcte, seinem Glauben, seiner Demut und seiner Milde \u2013 die ein geistliches Erbe f\u00fcr alle bleiben werden \u2013 bereichert und neu gest\u00e4rkt hat. Er hat das Petrusamt, das er mit totaler Hingabe lebte, weise und dem\u00fctig ausge\u00fcbt, mit einem immer fest auf Christus gerichteten Blick, den auferstandenen Christus, der anwesend und lebendig in der Eucharistie ist. Wir werden ihn immer mit unserem inbr\u00fcnstigen Gebet begleiten, mit unserem nicht abrei\u00dfenden Erinnerung und unserer unverg\u00e4nglichen Anerkennung voller Zuneigung. Wir f\u00fchlen, dass Benedikt XVI. in der Tiefe unserer Herzen eine Flamme entz\u00fcndet hat: sie wird weiter brennen, denn sie wird durch sein Gebet gen\u00e4hrt, das die Kirche und ihren spirituellen und missionarischen Weg weiter unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<h3>Weitere Hinweise und Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>Audio (MP3): Papst Franziskus ermutigt seine Kardin\u00e4le zur Neuevangelisierung vom 15. M\u00e4rz 2013<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1861-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/2013-03-15-Papst-Franziskus-ermutigt-seine-Kardinaele-zur-Neuevangelisierung.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/2013-03-15-Papst-Franziskus-ermutigt-seine-Kardinaele-zur-Neuevangelisierung.mp3\">https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/2013-03-15-Papst-Franziskus-ermutigt-seine-Kardinaele-zur-Neuevangelisierung.mp3<\/a><\/audio><\/li>\n<li>Originaltext: <a title=\"Anne Preckel, Radio Vatikan, Artikel 673672\" href=\"http:\/\/de.radiovaticana.va\/news\/2013\/03\/15\/papst_empf\u00e4ngt_kardin\u00e4le_im_vatikan:_\u201ebr\u00fcder,_forza!\u201c\/ted-673672\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Anne Preckel, Radio Vatikan, Artikel 673672<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Papst Franziskus ermutigt seine Kardin\u00e4le zur Neuevangelisierung Franziskus hat am Freitagmorgen, 15. 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