{"id":1697,"date":"2013-02-01T14:05:42","date_gmt":"2013-02-01T13:05:42","guid":{"rendered":"http:\/\/ifit.ch\/?p=1697"},"modified":"2021-10-25T14:37:33","modified_gmt":"2021-10-25T12:37:33","slug":"das-tun-der-liebe-ist-mehr-als-nur-ein-gebot-der-glaube-erzeugt-die-nachsten-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=1697","title":{"rendered":"Das Tun der Liebe ist mehr als nur ein Gebot: Der Glaube erzeugt die [N\u00e4chsten-]Liebe"},"content":{"rendered":"<h1>Fastenbotschaft\u00a0von Papst Benedikt XVI. zum Kreislauf der Liebe<\/h1>\n<p>Die Fastenzeit fordert dazu auf, in den \u201eKreislauf der Liebe\u201c einzutreten: der Liebe Gottes zum Sohn und zum Menschen, die dann Liebe zum N\u00e4chsten wird. Auf diesem Grundgedanken baut die diesj\u00e4hrige Fastenbotschaft des Papstes auf, die der Vatikan an diesem Freitag vorgestellt hat. Wer der Liebe Gottes Raum gebe, der werde ihm \u00e4hnlich und seiner Liebe teilhaftig, hei\u00dft es in dem meditativ gehaltenen Text. So werde das Tun der Liebe mehr als nur ein Gebot: Der Glaube erzeuge die Liebe. Die N\u00e4chstenliebe sei damit aber auch als etwas charakterisiert, das nicht allein Frucht menschlicher Bem\u00fchungen sei, derer man sich also r\u00fchmen k\u00f6nne. Sie sei heilbringende Initiative von Gott, die allerdings keineswegs die Freiheit und die Verantwortung des Menschen einschr\u00e4nke.\u00a0Vorgestellt wurde die Botschaft vom Pr\u00e4sidenten des P\u00e4pstlichen Rates Cor Unum, der f\u00fcr die Hilfst\u00e4tigkeiten des Vatikan verantwortlich ist. Kardinal Robert Sarah erl\u00e4uterte die Beziehung von Glauben und N\u00e4chstenliebe<!--more-->: \u201eWenn wir \u00fcber diesen Zusammenhang sprechen, sprechen wir mindestens \u00fcber zwei Dimensionen: Erstens gibt es keinen Glauben ohne ein Tun; wer glaubt, will sich dem N\u00e4chsten zuwenden. Zweitens erfordere die N\u00e4chstenliebe den Glauben, sie ist ein Zeugnis.\u201c\u00a0Der Papst warnt in der Botschaft vor einer k\u00fcnstlichen Trennung von Glaube und N\u00e4chstenliebe. Einerseits sei die Haltung derer verengt, die \u201eauf den Vorrang und die entscheidende Bedeutung des Glaubens solchen Nachdruck legen, dass sie die konkreten Werke der N\u00e4chstenliebe unterbewerten (&#8230;) und die N\u00e4chstenliebe auf einen unbestimmten Humanismus reduzieren. Andererseits ist es aber genauso verengt, eine \u00fcbertriebene Vorrangstellung der N\u00e4chstenliebe und ihrer Werke zu verfechten in der \u00dcberzeugung, die Werke w\u00fcrden den Glauben ersetzen.\u201c Sowohl Fideismus als auch Aktivismus gelte es zu vermeiden, so der Papst.<br \/>\nAu\u00dferdem warnt Benedikt XVI. davor, den Begriff der N\u00e4chstenliebe auf Solidarit\u00e4t oder einfache humanit\u00e4re Hilfeleistung zu beschr\u00e4nken. \u201eWir m\u00fcssen gerade heute betonen, wie sehr wir eine N\u00e4chstenliebe brauchen, die die vielen verschiedenen Formen der Armut, des Elends und des Leides kennt,\u201c f\u00fcgt Kardinal Sarah aus der Sicht des P\u00e4pstlichen Rates f\u00fcr die Hilfswerke an. \u201eSie muss die Aufmerksamkeit auch auf die gewaltt\u00e4tigen Konflikte richten, auch auf die, die von den Medien vergessen werden. Es geht um die Verschlechterung von Lebensbedingungen, aber es geht auch um Arbeit: Wo diese fehlt, unterbezahlt wird oder w\u00fcrdelos ist. Das Zentrum der Botschaft, die untrennbare Verbindung von Glaube und N\u00e4chstenliebe, trifft hier einen Nerv, das m\u00f6chte ich an dieser Stelle in aller Offenheit sagen. Diese Trennung oder gar Opposition kann verschiedene Formen annehmen, einige von ihnen kenne ich aus meiner Erfahrung als afrikanischer Bischof.\u201c<br \/>\nDie Beziehung zu Gott habe immer Vorrang, und so sei \u201edas h\u00f6chste Werk der N\u00e4chstenliebe die Evangelisierung, der \u201aDienst am Wort\u2019.\u201c Nichts sei wohlt\u00e4tiger als das gemeinsame Brechen des Brotes des Wortes Gottes, der Eintritt in eine Beziehung zu Gott sei die \u201eh\u00f6chste und umfassendste F\u00f6rderung des Menschen.\u201c<br \/>\n\u201eWenn wir das Evangelium glaubend annehmen, so erhalten wir jene erste und unerl\u00e4ssliche Verbindung zum G\u00f6ttlichen, die bewirken kann, dass wir uns \u201ain die Liebe verlieben\u2019, so der Papst w\u00f6rtlich.<br \/>\nEin Programmhinweis: Aus Anlass des Jahres des Glaubens werden unsere Radioexerzitien in dieser Fastenzeit mit Texten von Papst Benedikt XVI. gestaltet.<\/p>\n<h3>Weitere Hinweise und Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>Audio (MP3): Fastenbotschaft von Papst Benedikt XVI. zum Kreislauf der Liebe vom 1. Februar 2013<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1697-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/2013-02-01-Fastenbotschaft-von-Papst-Benedikt-XVI.-zum-Kreislauf-der-Liebe.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/2013-02-01-Fastenbotschaft-von-Papst-Benedikt-XVI.-zum-Kreislauf-der-Liebe.mp3\">https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/2013-02-01-Fastenbotschaft-von-Papst-Benedikt-XVI.-zum-Kreislauf-der-Liebe.mp3<\/a><\/audio><\/li>\n<li>Originaltext: <a title=\"St. v. Kempis, P. B. Hagenkord, Radio Vatikan, Artikel 661017\" href=\"http:\/\/de.radiovaticana.va\/news\/2013\/02\/01\/der_kreislauf_der_liebe:_fastenbotschaft_des_papstes\/ted-661017\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">St. v. Kempis, P. B. 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