{"id":1556,"date":"2013-02-19T21:43:05","date_gmt":"2013-02-19T20:43:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ifittest.ch\/?p=1556"},"modified":"2021-06-18T16:35:30","modified_gmt":"2021-06-18T14:35:30","slug":"beten-ist-einerseits-ein-geschenk-von-gott-her-aber-auch-eine-kunst-die-man-vertieft-lernen-muss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=1556","title":{"rendered":"Beten ist einerseits ein Geschenk von Gott her, aber auch eine Kunst, die man [vertieft] lernen muss"},"content":{"rendered":"<h2>Exerzitien zur Fastenzeit Teil II mit Benedikt XVI. aus\u00a0acht Jahren Pontifikat<\/h2>\n<p><img data-opt-id=2035738346  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-6365\" src=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Emer.-Papst-Benedikt-XVI.-auf-der-Stufe-Petri.png\" alt=\"Bild: berlinertageszeitung.de\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:715\/h:538\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Emer.-Papst-Benedikt-XVI.-auf-der-Stufe-Petri.png 715w, https:\/\/ml2mintiuscj.i.optimole.com\/w:300\/h:226\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Emer.-Papst-Benedikt-XVI.-auf-der-Stufe-Petri.png 300w\" sizes=\"(max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/>Laudetur Jesus Christus! Hier ist Radio Vatikan. Radioexerzitien in der Fastenzeit. Willkommen zu unserer Sendung, ich bin P. Bernd Hagenkord. Sie h\u00f6ren heute die zweite Folge unserer Radioexerzition zur Fastenzeit mit Texten von Papst Benedikt XVI. Nach einer allgemeinen Einf\u00fchrung in die Fastenzeit wird es in dieser Folge um die Grundhaltung gehen, die bei allem Denken bei den Exerzitien im Vordergrund steht: <strong>um das Beten<\/strong>. Wir leben heute einerseits in einer s\u00e4kularen Welt, wo Gott aus dem Bewusstsein vieler Zeitgenossen zu verschwinden scheint. Zugleich sehen wir aber auch viele Zeichen, die das Wiedererwachen eines Sinnes f\u00fcr das Religi\u00f6se anzeigen. Vielen Menschen gen\u00fcgt eine bloss horizontale und materielle Sichtweise des Lebens nicht.<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1556-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2013-02-19-Radioexerzitien-in-der-Fastenzeit-Teil-II.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2013-02-19-Radioexerzitien-in-der-Fastenzeit-Teil-II.mp3\">https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2013-02-19-Radioexerzitien-in-der-Fastenzeit-Teil-II.mp3<\/a><\/audio>\n<p><!--more-->Sie fragen nach mehr und erkennen, dass nur Gott die letzten Antworten geben kann. In der Begegnung mit Gott darf der Mensch erfahren, dass hier seine innerste Sehnsucht gestillt wird, eine Sehnsucht, die zu seinem Menschsein geh\u00f6rt, denn wir sind von Gott und f\u00fcr Gott erschaffen. Der Homo sapiens und der Homo faber, der weise und arbeitende Mensch ist in seiner tiefen Verwirklichung immer auch ein religi\u00f6ser Mensch und damit ein betender Mensch. Die Beziehung zu Gott, besonders im <strong>Gebet<\/strong>, \u00f6ffnet ihm den Zugang zum Wahren und Sch\u00f6nen, aber auch zum Unsichtbaren, Unerwarteten, Unaussprechlichen. Deshalb ist das Gebet mitunter eine Herausforderung und zugleich eine <strong>Gnade<\/strong>, die der schenkt, an den wir uns wenden. Gott kommt uns selbst zuerst entgegen, indem er innerlich uns anr\u00fchrt und [als irgendwie] Gegenw\u00e4rtiges an sich erinnert, so dass wir nach ihm rufen, ihn kennen wollen. Unser Beten ist die Antwort auf sein Vorausgehen, auf seine <strong>Liebe<\/strong>. So wird das Gebet zum Ort des Dialogs, des Liebendengespr\u00e4chs, der Gemeinschaft mit Gott, der allein unsere Sehnsucht nach dem Unendlichen erf\u00fcllen kann. Lernen wir wieder neu, vor Gott still zu werden und innezuhalten. Gerade in der Stille h\u00f6ren wir seine Stimme, die uns zur Quelle des Lebens ruft, um uns \u00fcber alle Begrenzungen hinauszuf\u00fchren und auf die Gr\u00f6sse Gottes hin zu \u00f6ffnen, zur Gemeinschaft mit ihm, der die unendliche Liebe ist, nach der wir alle verlangen.<\/p>\n<p>3:09 Mit der heutigen zweiten Folge unserer Radioexerzitien wollen wir uns also dem Beten zuwenden. Dieses innere Tun kann uns st\u00fctzen und halten und auf den Weg zur st\u00e4ndigen Umkehr bringen, von der der Papst in der vergangenen Folge gesprochen hat. Aber was ist das, beten? Wie geht das, beten?<\/p>\n<p>3:30 Beten ist Sprechen mit Gott. Um einen echten <strong>Dialog<\/strong> f\u00fchren zu k\u00f6nnen, ist es n\u00f6tig, Gott zu kennen, ihm nahe zu kommen, einen Weg zu ihm zu finden. Bei diesem Streben ist Jesus Christus uns Vorbild und Lehrer. Die J\u00fcnger, die wussten, dass er im inneren Gespr\u00e4ch mit dem Vater steht, baten ihn: &#171;Herr, lehre uns beten.&#187; Sie hatten gesp\u00fcrt, dass sie nur durch Jesus sich Gott n\u00e4hern konnten, denen [er] die Tiefe und Intensit\u00e4t der Beziehung eines Kindes zu Gott dem Vater vorlebte.<\/p>\n<p>4:21 Wir lernen unser Beten durch das Leben und Beten Jesu.<\/p>\n<p>4:25 Der Evangelist Lukas erz\u00e4hlt uns, dass Jesus bereits als Zw\u00f6lfj\u00e4hriger im Tempel von Jerusalem zur\u00fcckblieb und seinen Eltern erkl\u00e4rte, dass er in dem sein muss, was seinem Vater geh\u00f6rt [siehe <a title=\"Lukas 2,49\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/Lukas2.49\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lukas 2,49<\/a>]. Lukas erw\u00e4hnt das Beten Jesu auch bei der <strong>Taufe<\/strong> im Jordan und schreibt: Zusammen mit dem ganzen Volk liess auch Jesus sich taufen. Und w\u00e4hrend er betete, \u00f6ffnete sich der Himmel und eine Stimme aus dem Himmel sprach: &#171;Du bist mein geliebter Sohn.&#187; [siehe <a title=\"Lukas 3,21,22\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/Lukas3.21-22\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lukas 3,21,22<\/a>] Beide Stellen zeigen uns die tiefe Verbundenheit zwischen Jesus und dem himmlischen Vater. Auch wenn Jesus die konkreten Formen des Betens von seiner Mutter und in der j\u00fcdischen Tradition gelernt hat, so entspringt sein Beten doch einer tieferen verborgenen Quelle seinem Sohnsein, der ewigen Sohnschaft. Er ist, so sagt der Katechismus, der ewige Sohn Gottes, der in seiner heiligen Menschheit das vollkommene kindliche <strong>Gebet<\/strong> an den Vater richtet. In seiner Sohnschaft, in seiner besonderen <strong>Liebe<\/strong> pflegt Christus eine ganz pers\u00f6nliche Beziehung zum Vater, wenn er sich zum <strong>Gebet<\/strong> in die W\u00fcste oder auf einen Berg zur\u00fcckzieht. Wenn er die ganze Nacht im <strong>Gebet<\/strong> zubringt, um beim Vater zu sein. Von dieser innerlichen Gemeinschaft zum Vater ist sein ganzes Wirken, Heilen, Lehren, Tr\u00f6sten, erf\u00fcllt. Aber er fragt auch uns an, was bedeutet eigentlich Beten in meinem Leben? Bete ich? Wie lerne ich beten? Wie \u00f6ffne ich mich im Beten auf ihn hin? Wie f\u00fcge ich mein Beten ein in das grosse Beten der <strong>Kirche<\/strong>, sein Beten selber, als betender Mensch dazu beizutragen, dass immer wieder der Himmel sich \u00f6ffnet und hereinschaut in die Welt. Beten ist einerseits ein Geschenk von Gott her, aber auch eine Kunst, die man lernen muss. Wir wollen darum auch in den folgenden Wochen uns darum m\u00fchen, sie tiefer zu erlernen und damit der Welt wieder den Himmel n\u00e4her zu bringen.<\/p>\n<p>6:38 Benedikt XVI. gibt uns zwei Beispiele, an denen wir das Beten lernen k\u00f6nnen. Das erste Beispiel ist der Prophet Elia aus dem Nordreich Israel, etwa 900 v. Chr.<\/p>\n<p>6:50 Die Bev\u00f6lkerung hatte den j\u00fcdischen Glauben mit Elementen der heidnischen Religionen und ihrer Umgebung vermischt. Es war die alte Versuchung, sich G\u00f6tter nach den eigenen Bed\u00fcrfnissen zu schaffen, die vermeintlich Fruchtbarkeit und Wohlstand gaben, wenn man nur entsprechend daf\u00fcr opferte. Elia wurde von Gott berufen, das Volk zur Umkehr zu f\u00fchren. Der Name Elia, der Herr ist mein Gott, zeigt das an, wof\u00fcr dieser Prophet lebte, dem Volk die Augen zu \u00f6ffnen, dass der Herr der einzige Gott ist. Dazu versammelte er das Volk auf dem Berg Karmel, wo er die Priester der Baalsg\u00f6tzen herausforderte, um zu zeigen, welcher Gott nun wirklich Gebete erh\u00f6rt. Dabei wurden auch die grundverschiedenen Weisen sichtbar zu beten. Die Baalspropheten schrien und tanzten ekstatisch und ritzten sich das Fleisch auf. In ihrer Selbstbezogenheit versuchten sie die G\u00f6tter zu einer Antwort zu zwingen. Es gelang ihnen nicht die \u00d6ffnung auf das Gr\u00f6ssere hin, das erst die Dimension der Hingabe m\u00f6glich macht. Ganz anders Elija. Er l\u00e4dt das Volk ein, sich zu n\u00e4hern, Gemeinschaft mit ihm zu haben, an seinem Gebet teilzunehmen. Er errichtet einen Altar aus 12 Steinen, die der Zahl der St\u00e4mme Israels entsprechen, so dass Israel gleichsam selbst Altar und Gebet ist. In seinem Gebet spricht er den Gott Israels mit Namen an. Damit erinnert er einerseits Gott an seine Treue, dass er sich an Israel gebunden hat, aber er erinnert auch das Volk an seine Treue, dass es diesem Gott geh\u00f6rt und dass es ihn als den einzigen Gott erkennt und nicht von irgendwoher sich Heil erwartet. Gott h\u00f6rt das Gebet des Propheten und nimmt das Opfer im Feuer auf. Das Volk erkennt, wer wirklich sein Gott ist, der sich in seiner G\u00fcte offenbart und auf die Antwort seiner Gesch\u00f6pfe in Liebe und Treue wartet [siehe <a title=\"1 K\u00f6nige 18,20-40\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/1.K\u00f6nige18\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1 K\u00f6nige 18,20-40<\/a>]. Und so gilt Elija auch Vorbild f\u00fcr Christus, der f\u00fcr uns steht und f\u00fcr uns betet, der uns zeigt, wer wirklich Gott ist, der es uns zeigt gerade durch seine Liebe, die er bis zum Letzten lebt und der uns damit auch zeigt, was Opfer heisst. Sich von der Liebe erf\u00fcllen lassen, die uns umbrennt und erneuert und zugleich uns zu wirklich Lebenden macht. Gott wird nicht durch Zerst\u00f6rung angebetet, sondern durch die Kraft der <strong>Liebe<\/strong>, die Leben ist und die freilich unser Leben umformt. So l\u00e4dt uns Elija ein, in dieses Beten Christi hineinzutreten, uns von dem Feuer seiner Liebe anz\u00fcnden zu lassen, uns formen zu lassen, neue Menschen zu werden und damit in der Welt Gott wieder sichtbar werden zu lassen. Nehmen wir uns den grossen Beter Elija zu Vorbild, damit auch wir f\u00fcr die Menschen beten und dabei, auch wenn wir nicht unmittelbar f\u00fcr unsere eigenen Interessen erh\u00f6rt werden, umso mehr auf Gottes Liebe und auf die wirkliche Antwort Gottes an die Menschheit vertrauen lernen.<\/p>\n<p>10:06 Neben den Betern des alten Bundes ist uns aber auch das Gebetbuch des Volkes Gottes geschenkt, wie Benedikt XVI. es nennt, das Buch der Psalmen. Dies ist das zweite grosse Beispiel des Papstes, woran wir das Beten lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>10:22 Die 150 Psalmen dr\u00fccken die menschliche Erfahrung Gott gegen\u00fcber mit ihren ganzen Facettenreichtum aus. Durch sie haben sich die Beter in Lobpreis und Bitte an Gott gewandt. Auch uns wollen die Psalmen beten lernen. In ihnen wird das Wort Gottes zum Gebetswort. Wir beten sozusagen mit Gottes eigenen Worten, die er uns gibt, damit wir lernen, zu ihm zu sprechen, eine Sprache mit ihm finden k\u00f6nnen. Etwas ganz \u00c4hnliches geschieht, wenn ein Kind zu sprechen beginnt. Es lernt, die eigenen Wahrnehmungen, Gef\u00fchle und Bed\u00fcrfnisse mit Worten auszudr\u00fccken, die es von seinen Eltern und von anderen Personen aus seiner Umgebung gelernt hat. Was es ausdr\u00fccken will, ist das, was es selbst erlebt hat. Aber das Ausdrucksmittel kommt von anderen Menschen. Nach und nach eignet das Kind sich an und lernt so Sprache mit der Sprache einer Welt. Aus der Leihgabe wird das eigene Reden, das doch immer den andern das Wort verdankt. So ist es auch im Beten der Psalmen. Sie sind uns von Gott gegeben, damit wir W\u00f6rter haben, damit wir lernen, uns an Gott zu wenden und mit ihm zu sprechen, so dass diese Worte, die er uns gegeben hat, allm\u00e4hlich und immer mehr unsere eigenen Worte werden, und indem wir seine Worte uns zu eigen machen, wir lernen, Gott zu kennen und uns zu erkennen, wir Menschsein lernen, lernen uns in Tr\u00fcbsal und Schmerz zu ihm zu wenden, auch wenn mit der Klage, mit der Beschwernis, aber doch auch immer mit der Gewissheit, dass er, der Ferne, uns nahe ist, und dass der, der uns vergessen zu haben scheint, uns h\u00f6rt, dass wir letztlich immer z\u00e4hlen d\u00fcrfen auf ihn und dass wir in keiner Not letztlich allein gelassen sind, sondern immer noch zu ihm schreien k\u00f6nnen und wissen d\u00fcrfen, er h\u00f6rt mich. Und so ist im Letzten, im Bitten und in der Klage, auch schon der Dank und die Gewissheit, Gott liebt mich, mit enthalten. Der Mensch mag weinen, flehen, bitten, aber er betet im Bewusstsein, dass er dem Licht und dem endg\u00fcltigen Lobpreis entgegengeht. So wollen wir den Herrn bitten, dass er uns wahrhaft beten lehrt, dass er uns lernt, seine Kinder zu sein und mit ihm im Familiendialog, im Dialog der Kinder, im Dialog zum Vater zu stehen und dann rechte Menschen zu werden [siehe <a title=\"Psalm 23\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/Psalm23\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Psalm 23<\/a>]<\/p>\n<blockquote><p><strong>Psalm 23<\/strong><br \/>\nDer Herr ist mein Hirte; nichts wird mir fehlen.<br \/>\nEr l\u00e4sst mich lagern auf gr\u00fcnen Auen und f\u00fchrt mich zum Ruheplatz am Wasser.<br \/>\nEr stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.<br \/>\nMuss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich f\u00fcrchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.<br \/>\nDu deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde; Du salbst mein Haupt mit \u00d6l, du f\u00fcllst mir reichlich den Becher.<br \/>\nLauter G\u00fcte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen f\u00fcr lange Zeit.<\/p><\/blockquote>\n<p>14:00 Beten ist immer ein Akt des Vertrauens. Wir wissen, dass wir uns Gott anvertrauen d\u00fcrfen, dass er gut, barmherzig, langm\u00fctig und reich an Liebe ist. Das wird besonders sch\u00f6n sichtbar im <a title=\"Psalm 23\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/Psalm23\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Psalm 23<\/a>, eines der sch\u00f6nsten Gebete des Psalter, von tiefem Vertrauen beseelt. &#171;Der Herr ist mein Hirte; nichts wird mir fehlen.&#187; Mit diesen Worten bringt der Psalmist gleich am Beginn seine Gewissheit zum Ausdruck, dass er sich auf Gott verlassen kann, dass Gott ihn auf schwierigen Situationen f\u00fchrt und sch\u00fctzt. Die Bilder des Psalms sind aus der Erfahrungswelt des Hirten genommen, der seine Schafe kennt und sich um sie k\u00fcmmert, sie sind ihm kostbar, er ist bereit, sie zu verteidigen. Er garantiert ihnen Wohlergehen und Frieden. Der Hirt wandert mit der Herde und lebt mit ihr. Er hat ein Auge f\u00fcr das, was sie braucht und weiss auch, im W\u00fcstenland Wasser und Gras zu finden, damit sie leben k\u00f6nnen und ihnen Sicherheit zu gew\u00e4hren, wo Gefahr ist. Er hat mehr ein Auge f\u00fcr das, was die Herde braucht, als f\u00fcr seine eigenen Bed\u00fcrfnisse. Seine Anwesenheit macht selbst in w\u00fcsten\u00e4hnlichen Gebieten Leben m\u00f6glich, schenkt F\u00fclle und Reichtum. Die N\u00e4he Gottes verwandelt die Wirklichkeit und das dunkle Tal verliert das Gefahrvolle. Die Worte &#171;du bist bei mir&#187; dr\u00fccken dieses innige und unersch\u00fctterliche Vertrauen aus. In Jesus Christus erh\u00e4lt dieses Bild vom Hirten seine volle Bedeutung: Er ist der gute Hirt, der das verlorene Schaf sucht. Er kennt seine Herde und gibt das Leben f\u00fcr sie. Er ist der Weg, der zum Leben f\u00fchrt, das Licht, das das dunkle Tal erleuchtet und alle menschlichen \u00c4ngste besiegt. Er bietet uns verl\u00e4ssliche Sicherheit und bereitet den Tisch seines Leibes und Blutes und das endg\u00fcltige messianische Hochzeitsmahl im Himmel. Liebe Br\u00fcder und Schwestern, der <a title=\"Psalm 23\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/Psalm23\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Psalm 23<\/a> l\u00e4dt uns ein, unser Vertrauen auf Gott zu erneuern und uns ganz in seine H\u00e4nde zu geben. Bitten wir ihn also mit Zuversicht, dass er uns nahe sei, dass er uns an lebendige Wasser f\u00fchre, dass wir aus der Quelle trinken d\u00fcrfen, die ewiges Leben schenkt.<\/p>\n<p>16:32 Und damit endet die zweite Folge unserer Radioexerzitien. Ihnen alles Gute, wo immer Sie uns zuh\u00f6ren. Hier ist Radio Vatikan. Laudetur Jesus Christus!<\/p>\n<h3>Weitere Hinweise und Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht:\u00a0<a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/?p=2298\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Radioexerzitien f\u00fcr die Fastenzeit von und mit Benedikt XVI.<\/a><\/li>\n<li>Audio (MP3) mit Nachrichten: <a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2013-02-19-Radioexerzitien-in-der-Fastenzeit-Teil-II-Original.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2013-02-19 Radioexerzitien in der Fastenzeit Teil II (Original)<\/a><\/li>\n<li>Audio (MP3) ohne Nachrichten:\u00a0<a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2013-02-19-Radioexerzitien-in-der-Fastenzeit-Teil-II.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2013-02-19 Radioexerzitien in der Fastenzeit Teil II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/w2.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Homepage von Benedikt XVI.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>Nachweis der Audioausschnitte f\u00fcr die 2. Folge der Radioexerzitien von Radio Vatikan am 19. Februar 2013<\/h4>\n<ul>\n<li>Generalaudienzen am 11. und 4. Mai 2011, am 30. November 2011, vom 22. Juni 2011 und 5. Oktober 2011<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Exerzitien zur Fastenzeit Teil II mit Benedikt XVI. aus\u00a0acht Jahren Pontifikat Laudetur Jesus Christus! Hier ist Radio Vatikan. Radioexerzitien in der Fastenzeit. Willkommen zu unserer Sendung, ich bin P. Bernd Hagenkord. Sie h\u00f6ren heute die zweite Folge unserer Radioexerzition zur Fastenzeit mit Texten von Papst Benedikt XVI. 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