{"id":1033,"date":"2012-12-25T17:28:25","date_gmt":"2012-12-25T16:28:25","guid":{"rendered":"http:\/\/ifit.ch\/?p=1033"},"modified":"2021-06-21T12:17:05","modified_gmt":"2021-06-21T10:17:05","slug":"wenn-gott-mensch-wird-treffen-liebe-und-wahrheit-gerechtigkeit-und-frieden-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/website.ifit.li\/?p=1033","title":{"rendered":"Wenn Gott Mensch wird, treffen Liebe und Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden zusammen"},"content":{"rendered":"<h1>Ansprache zu Urbi et Orbi von Papst Benedikt XVI.<\/h1>\n<p>Frieden f\u00fcr Syrien und den Nahen Osten \u2013 dazu hat Papst Benedikt XVI. am ersten Weihnachtsfeiertag aufgerufen. Auch auf Umbr\u00fcche und Spannungen in Afrika und auf die Situation der Religionen in der Volksrepublik China ging der Papst in seiner Weihnachtsansprache auf dem Petersplatz ein. Von der Mittelloggia der Vatikanbasilika aus spendete Benedikt XVI. danach den traditionellen Segen \u201eUrbi et Orbi\u201c an Rom und den Erdkreis. Zuvor richtete er Weihnachtsgr\u00fc\u00dfe in 65 Sprachen an alle Welt. Mehrere zehntausend Menschen, darunter zahlreiche internationale Pilger und Besucher, wohnten in diesem Jahr in Rom den Festtagszeremonien bei. <!--more-->Mit Blick auf Syrien rief der Papst erneut zu einem sofortigen Gewaltstopp auf; die Bev\u00f6lkerung dort sei \u201ezutiefst verletzt und geteilt durch einen Konflikt, der nicht einmal die Wehrlosen verschont und unschuldige Opfer hinwegrafft\u201c, so der Papst: \u201eNoch einmal rufe ich dazu auf, das Blutvergie\u00dfen zu beenden, die Hilfeleistungen f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge und die Evakuierten zu erleichtern und auf dem Weg des Dialogs eine politische L\u00f6sung f\u00fcr den Konflikt zu verfolgen.\u201c<br \/>\nAngesichts der neu entflammten Gewalt im Heiligen Land w\u00fcnschte der Papst den Konfliktparteien Mut zu Frieden und Dialog: \u201eM\u00f6ge der Frieden in dem Land hervorsprossen, in dem der Erl\u00f6ser geboren wurde. Er gebe Israelis und Pal\u00e4stinensern den Mut, allzu vielen Jahren der K\u00e4mpfe und Spaltungen ein Ende zu setzen und mit Entschiedenheit den Verhandlungsweg einzuschlagen.\u201c Benedikt XVI. hatte Pal\u00e4stinenserpr\u00e4sident Mahmoud Abbas vor wenigen Tagen zu einer Privataudienz empfangen.<br \/>\nDemokratie und Gerechtigkeit f\u00fcr alle B\u00fcrger \u2013 das w\u00fcnschte der Papst den L\u00e4ndern des arabischen Fr\u00fchlings in Nordafrika. Die Mehrheit der \u00e4gyptischen Bev\u00f6lkerung hatte sich am vergangenen Wochenende f\u00fcr die neue Verfassung ausgesprochen, die vielen Christen Kopfzerbrechen bereitet. \u201eM\u00f6gen in den L\u00e4ndern Nordafrikas, die auf der Suche nach einer neuen Zukunft einen tiefgreifenden Umbruch erleben \u2013 insbesondere in \u00c4gypten, diesem gesch\u00e4tzten und durch die Kindheit Jesu gesegneten Land \u2013 die B\u00fcrger gemeinsam Gesellschaftsformen aufbauen, die auf die Gerechtigkeit und auf die Achtung der Freiheit und der W\u00fcrde jedes Menschen gegr\u00fcndet sind.\u201c<br \/>\nMit Blick auf Gewalt und Terrorismus in verschiedenen afrikanischen Staaten rief der Papst zu Frieden und Verst\u00e4ndigung dort auf: \u201eDas Geburtsfest Christi beg\u00fcnstige die Wiederkehr des Friedens in Mali und der Eintracht in Nigeria, wo grausame terroristische Attentate weiter Opfer fordern, besonders unter den Christen. M\u00f6ge der Erl\u00f6ser den Fl\u00fcchtlingen aus dem Osten der Demokratischen Republik Kongo Hilfe und Trost bringen. Er m\u00f6ge Kenia Frieden schenken, wo blutige Attentate die Zivilbev\u00f6lkerung und die Gottesh\u00e4user getroffen haben.\u201c<br \/>\nDie neue politische F\u00fchrung in der Volksrepublik China rief Benedikt XVI. dazu auf, den Beitrag der Religionen f\u00fcr Frieden und Gemeinwohl zu sch\u00e4tzen und zu f\u00f6rdern: \u201eDer K\u00f6nig des Friedens richte ferner seinen Blick auf die neuen F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten der Volksrepublik China, f\u00fcr die hohe Aufgabe, die sie erwartet. Es ist mein Wunsch, dass der Beitrag der Religionen \u2013 in der Achtung einer jeden gegen\u00fcber \u2013 so zur Geltung gebracht werde, dass diese beim Aufbau einer solidarischen Gesellschaft mitwirken k\u00f6nnen, zum Wohl jenes edlen Volkes und der ganzen Welt.\u201c Das Verh\u00e4ltnis der chinesischen Staatsf\u00fchrung zu den Religionsgemeinschaften ist angespannt; die G\u00e4ngelung eines Shanghaier Weihbischofs durch Peking hatte zuletzt f\u00fcr Verstimmung auf Seiten des Vatikans gesorgt. Papst Benedikt XVI. w\u00fcnschte allen V\u00f6lkern des asiatischen Kontinentes Frieden: \u201eM\u00f6ge das Jesuskind die zahlreichen V\u00f6lker, die in jenen L\u00e4ndern wohnen \u2013 und in besonderer Weise jene, die an Christus glauben \u2013 mit Wohlwollen betrachten.\u201c<br \/>\nMit Blick auf den lateinamerikanischen Kontinent gab der Papst seiner Hoffnung auf Gerechtigkeit und den Aufbau einer Kultur des Friedens Ausdruck: \u201eDas Jesuskind segne all die vielen Gl\u00e4ubigen, die in Lateinamerika sein Fest begehen. Es lasse ihre menschlichen und christlichen Tugenden wachsen, biete denen, die gezwungen sind, ihre Familien und ihr Land zu verlassen, Halt und st\u00e4rke die Regierenden in ihrem Einsatz f\u00fcr die Entwicklung sowie im Kampf gegen die Kriminalit\u00e4t.\u201c<br \/>\nWenn Gott Mensch wird, treffen Liebe und Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden zusammen, erinnerte Benedikt XVI. seine Zuh\u00f6rer in aller Welt. \u201eUnd doch kann ebendieser Gott nicht in mein Herz eintreten, wenn ich ihm nicht die T\u00fcre \u00f6ffne\u201c, erinnerte der Papst. Die \u201eMacht des Menschen, sich Gott zu verschlie\u00dfen\u201c sei be\u00e4ngstigend, dagegen gelte es die \u201eT\u00fcr des Glaubens\u201c zu \u00f6ffnen und die Wahrheit und \u201eAllmacht der Liebe\u201c des menschgewordenen Gottes anzunehmen: \u201eJener Mensch ist der Sohn Gottes \u2013 Gott, der in der Geschichte erschienen ist. Seine Geburt ist ein Spross neuen Lebens f\u00fcr die gesamte Menschheit. M\u00f6ge jedes Land eine gute ,Erde\u2018 werden, welche die Liebe, die Wahrheit, die Gerechtigkeit und den Frieden aufnimmt und zum Sprie\u00dfen bringt. Allen w\u00fcnsche ich ein frohes Weihnachtsfest!\u201c<\/p>\n<h3>Weitere Hinweise und Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>Audio (MP3): Predigt zu Urbi et Orbi von Papst Benedikt XVI. an 25. Dezember 2012<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1033-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-25-Predigt-zu-Urbi-et-Orbi-von-Papst-Benedikt-XVI..mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-25-Predigt-zu-Urbi-et-Orbi-von-Papst-Benedikt-XVI..mp3\">https:\/\/website.ifit.li\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/2012-12-25-Predigt-zu-Urbi-et-Orbi-von-Papst-Benedikt-XVI..mp3<\/a><\/audio><\/li>\n<li>Originaltext (Link vergriffen): P. Bernd Hagenkord SJ, Radio Vatikan, Artikel 650426<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ansprache zu Urbi et Orbi von Papst Benedikt XVI. Frieden f\u00fcr Syrien und den Nahen Osten \u2013 dazu hat Papst Benedikt XVI. am ersten Weihnachtsfeiertag aufgerufen. Auch auf Umbr\u00fcche und Spannungen in Afrika und auf die Situation der Religionen in der Volksrepublik China ging der Papst in seiner Weihnachtsansprache auf dem Petersplatz ein. 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